Regress

Jeder Arzt hat eine so genannte Richtgröße für die Ausgaben von Arznei- und Heilmittel über ein  Rezept. Die Richtgröße bezeichnet den Euro-Betrag, der für Arznei- und Heilmittelverordnungen pro Patient und Quartal im Durchschnitt zur Verfügung steht. Dieser Euro-Betrag gilt auch für Patienten, die nur einmal im Quartal zu ihrem Arzt gehen und nichts verschrieben bekommen. Dadurch kann der Arzt anderen Patienten mehr verordnen, als die Richtgröße vorsieht. Entscheidend ist, ob der Arzt seine jährliche Richtgrößensumme einhält (Zahl der Behandlungsfälle x Richtgröße = Richtgrößenvolumen).

Die Einhaltung der Richtgrößensumme wird im Rahmen einer gesetzlich vorgeschriebenen Richtgrößenprüfung jährlich kontrolliert. Die Prüfung erfolgt durch eine unabhängige Prüfungsstelle. Überschreitet ein Arzt die Richtgrößensumme um mehr als 15 Prozent, wird sein Verordnungsverhalten geprüft. Bei einer Überschreitung bis 25 Prozent erfolgt eine Beratung, darüber droht ihm ein Regress, sofern die Überschreitung nicht durch Praxisbesonderheiten gerechtfertigt ist. Mit anderen Worten: Er haftet gegebenenfalls mit seinem persönlichen Einkommen für die Ausstellung von Rezepten.


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