Überweisung/Einweisung

Im Gesundheitswesen überweist ein Arzt zu einem anderen Arzt, wenn er bestimmte Leistungen in Auftrag gibt, die fachliche Meinung eines Kollegen einholen möchte, oder wenn eine Mitbehandlung oder die Weiterbehandlung notwendig ist. Eine nachträgliche Überweisung ist nicht möglich. Für einen Patienten, der ins Krankenhaus eingewiesen wird, noch zusätzlich eine Überweisung auszustellen ist unzulässig.

Es besteht für den Patienten keine Verpflichtung, sich für die Behandlung durch den Facharzt vom Hausarzt eine Überweisung ausstellen zu lassen. Eine Direktinanspruchnahme des Facharztes ist unabhängig von damit ggf. einhergehenden Informationsverlusten der behandelnden Ärzte zulässig.

Folgenden Arztgruppen dürfen nur auf Überweisung tätig werden: Laborärzte, Nuklearmediziner, Pathologen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Transfusionsmediziner. Gegebenenfalls dürfen für die ambulante Versorgung Ermächtigte Krankenhausärzte nur auf Überweisung eines bestimmten Facharztes tätig werden.

Einweisung

Eine Einweisung bedeutet die Überstellung eines Patienten zur stationären Betreuung in eine Krankenanstalt durch den Arzt. Eine zweite Einweisung für denselben Behandlungsfall auszustellen ist unzulässig. Eine Einweisung ist grundsätzlich gültig, bis der Behandlungsfall vom Krankenhaus abgeschlossen ist.


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