Präventionsbeirat

Prävention - zentrale Aufgabe ärztlichen Handelns

Die demografische Entwicklung der deutschen Bevölkerung bringt neben der erhöhten Lebenserwartung auch ein erhöhtes Maß an Krankheitsrisiken und Behandlungsbedarf mit sich. Nicht zuletzt deshalb hat in den vergangenen Jahren die Gesundheitsförderung und Prävention in den gesundheitspolitischen Diskussionen eine deutliche Aufwertung erfahren. Viele der vorherrschenden chronischen Erkrankungen können durch eine Stärkung der Gesundheit sowie durch die Reduktion bekannter Risikofaktoren abgewendet, andere in einer frühen Krankheitsphase erkannt und in ihrem Verlauf abgemildert werden.

Prävention ist eine zentrale Aufgabe ärztlichen Handelns. Dazu heißt es in §2 in der ärztlichen Berufsordnung: „Aufgabe des Arztes ist es, das Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu lindern, Sterbenden Beistand zu leisten und an der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen in Hinblick auf die Bedeutung für die Gesundheit der Menschen mitzuwirken.“

Das Sozialgesetzbuch V führt im §73 die Prävention als integralen Teil der ärztlichen Versorgung auf:

„Die hausärztliche Versorgung beinhaltet insbesondere die Einleitung oder Durchführung präventiver und rehabilitativer Maßnahmen sowie die Integration nichtärztlicher Hilfen und flankierender Dienste in die Behandlungsmaßnahmen.“

Gründung Präventionsbeirat

Die Wichtigkeit dieses Themas hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen erkannt und unter der Leitung des Patienten- und Präventionsbeauftragten der KVN, Dr. Thomas Suermann, im Dezember 2009 einen Präventionsbeirat etabliert, dem folgende Personen angehören:

  • Prof. Dr. Peter Paulus, Leuphana Universität Lüneburg
  • Prof. Dr. Ulla Walter, Medizinische Hochschule Hannover
  • Prof. Dr. Uwe Tegtbur, Medizinische Hochschule Hannover
  • Dr. Elke Bruns-Philipps, Landesgesundheitsamt Niedersachsen

Der Präventionsbeirat der KVN soll die Umsetzung von Präventionszielen in Niedersachsen unterstützen. „Eine Stärkung der Prävention in Niedersachsen kann nicht ohne eine aktive Beteiligung der Vertragsärzte gelingen. Um in Niedersachsen flächendeckend Präventionsziele besser umsetzen zu können, ist der Aufbau eines Netzwerkes sinnvoll“, sagt Dr. Suermann. Dazu hat die KVN Präventionsbeauftragte in den elf KVN-Bezirksstellen berufen.


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