Telekonsile

Seit dem 1. April 2017 werden Leistungen für die telekonsiliarische Befundbeurteilung von Röntgen und/oder CT-Aufnahmen in den neuen Abschnitt 34.8 des EBM aufgenommen. Für die Abrechnung dieser neuen Leistungen sind die definierten technischen Anforderungen zu erfüllen, die auch die elektronische Signatur mittels elektronischem Heilberufeausweis einschließt. Besagte Telekonsile sind nur bei bestimmten Fragestellungen und in Abhängigkeit davon nur von bestimmten Vertragsärzten berechnungsfähig. Bei letzteren handelt es sich ausschließlich um solche, die selbst auch die Röntgen und/oder CT-Leistungen abrechnen können, auf die sich der Auftrag zur telekonsiliarischen Befundbeurteilung bezieht. Die Telekonsile sind nicht innerhalb von Medizinischen Versorgungszentren, Apparategemeinschaften oder ähnlichen Einrichtungen berechnungsfähig und ebenso nicht im Rahmen des Mammographiescreenings.

Die Vergütung der nachstehenden neuen Leistungspositionen erfolgt in den nächsten zwei Jahren zunächst extrabudgetär, außerhalb der RLV/QZV-Systematik. Nach zwei Jahren wird die Überführung der neuen Leistungen in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung geprüft.

Dies sind die neuen GOP im Überblick

  • GOP 34800 (91 Punkte): „Einholung einer telekonsiliarischen Befundbeurteilung von Röntgen und/oder CT-Aufnahmen“, einmal im Behandlungsfall.
    Mit der GOP 34800 wird sowohl die ärztliche Leistung im Zusammenhang mit dem Einholen einer telekonsiliarischen Befundbeurteilung von Röntgen und CT-Aufnahmen als auch die beim elektronischen Versand der Röntgen- und CT-Aufnahmen entstehenden Kosten der Übermittlung gemäß Anlage 31a zum Bundesmantelvertrage Ärzte vergütet. Darin ist auch der elektronische Heilberufeausweis umfasst, der für die elektronische Signatur benötigt wird.

    Das Einholen des Telekonsils unterliegt einer Höchstwertregelung. Das Punktzahlvolumen ist je Arztpraxis unterschiedlich und entspricht 3,75 Prozent der Behandlungsfälle, in denen mindestens eine der genannten Röntgen- und CT-Aufnahmen berechnet werden, multipliziert mit der Bewertung der GOP 34800 (91 Punkte).
  • GOP 34810, 34820 und 34821: „Telekonsiliarische Befundbeurteilung“, je Konsiliarauftrag
    Für die telekonsiliarische Befundbeurteilung („Telekonsil“) von bestimmten Röntgenaufnahmen kann die GOP 34810 (110 Punkte) und für bestimmte CT-Aufnahmen die GOP 34820 (276 Punkte) oder GOP 34821 (389 Punkte) angesetzt werden. Sie vergüten die ärztlichen Leistungen im Zusammenhang mit der telekonsiliarischen Befundung und die beim elektronischen Versand des Konsiliarberichts entstehenden Kosten der Übermittlung nach Anlage 31a zum Bundesmantelvertrag Ärzte.

    Zusätzlich wurde klargestellt, dass für die Durchführung einer telekonsiliarischen Befundbeurteilung von CT-Aufnahmen nach den GOPen 34310, 34311, 34320, 34350 und 34351 in Verbindung mit einem Zuschlag nach den GOPen 34312, 34343 und 34344 ausschließlich die höher bewertete GOP 34821 berechnungsfähig ist. 
    Die Auswahl der für ein Telekonsil geeigneten Röntgen- und CT-Untersuchungen erfolgt durch Ausschluss von dynamischen Untersuchungen, die zur Befundung die Anwesenheit des Untersuchers erfordern.

Bildnachweis: ©flown/pixelio.de


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