Impfen

Jetzt heißt es wieder: "Gib der Grippe eine Abfuhr!"

Die KBV führt auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) die Aktion „Gib der Grippe eine Abfuhr!“ durch. Dazu gibt es neben einem Plakat und einem Patienten-Infoblatt auch ein neues Video für das Wartezimmer. Ärzte können die von der KBV kostenlos bereitgestellten Materialien für die Aufklärung in ihren Praxen nutzen.


Vorzugsweise ab Oktober impfen

Alle wichtigen Informationen zur Grippeschutzimpfung hat die KBV zudem in einer Praxisinformation für Ärzte zusammengefasst. Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut empfiehlt, die Influenzaimpfungen vorzugsweise im Oktober oder November durchzuführen. Sie gibt dabei keine Empfehlung, eine Impfstoffvalenz (3- bzw. 4-valenter Impfstoff) bevorzugt einzusetzen.


STIKO zieht Empfehlung für Lebendimpfstoff bei Kindern zurück

Bei der Influenzaimpfung hatte die STIKO bereits zur Saison 2016/2017 ihre Empfehlung vorläufig ausgesetzt, Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren bevorzugt mit dem über die Nase zu verabreichenden Lebendimpfstoff zu impfen. Nun wurde die Empfehlung endgültig zurückgezogen. Hintergrund ist, dass in den vergangenen Jahren im Vergleich zu den inaktivierten Impfstoffen keine überlegene Wirksamkeit mehr nachweisbar war.


Ältere Menschen und chronisch Kranke besonders gefährdet

Gefährlich ist die Grippe insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke und immungeschwächte Personen. Zudem sollten sich Schwangere und all jene impfen lassen, die aus beruflichen Gründen viel Kontakt zu anderen Menschen haben wie beispielsweise medizinisches Personal.

Die Altersgruppe ab 60 Jahre ist besonders häufig von schweren Krankheitsverläufen betroffen. Nach Erhebungen des Robert Koch-Instituts lag die Impfquote in der Saison 2015/2016 jedoch bundesweit nur bei etwa 35 Prozent. Dabei zeigt sich eine große Spannweite im Ländervergleich: von 20,1 Prozent in Baden-Württemberg bis 55,7 Prozent in Sachsen-Anhalt. Insgesamt sind die Impfquoten in den neuen Bundesländern mit 51,4 Prozent durchweg höher als in den alten Bundesländern mit 30,4 Prozent.

Der Aufruf zur Grippeschutzimpfung ist Teil der Präventionsinitiative, welche die KBV 2010 zusammen mit den KVen gestartet hat. Weitere Themen in diesem Jahr waren die Früherkennung von Darmkrebs und die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder.

Die KBV hat zur Grippeschutzimpfung eine eigene Themenseite eingerichtet, auf der alle Materialien zum Download bereitstehen. Das neue Video zur Impfung findet sich hier.


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