Qualitätssicherung

Ein erster Blick richtet sich auf die Versorgungsqualität an sich. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) nimmt in der Qualitätssicherung eine Pionierrolle ein. Der größte Teil der ambulanten Versorgung ist qualitätsgesichert. Das heißt, die Erbringung medizinischer Leistungen ist an fachliche und apparative Voraussetzungen geknüpft. In Niedersachsen unterliegt bereits mehr als jede zweite Leistung einer besonderen Qualitätskontrolle durch die KVN.

Voraussetzungen der vertragsärztlichen Versorgung

Voraussetzung für die Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung ist der Facharztstandard. So haben alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte nach dem Medizinstudium eine mindestens fünfjährige Weiterbildung in einem Fachgebiet erfolgreich abgeschlossen, um die notwendige Einstiegsqualifikation als Vertragsarzt zu erreichen. Jeder einzelne Vertragsarzt garantiert also bereits durch seine Aus- und Weiterbildung einen hohen Qualitätsstandard. Dies ist ein elementarer Unterschied zur Versorgung in Krankenhäusern. Dort wird der Patient häufig durch Assistenzärzte unter Facharztsupervision behandelt, während er in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung stets einem weitergebildeten Facharzt gegenüber sitzt.

Arztauskunft Niedersachsen

Die KVN und die Ärztekammer Niedersachsen dokumentieren das Leistungsspektrum der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten qualitätsgesichert. Die KVN informiert die Öffentlichkeit darüber in der Arztauskunft Niedersachsen.

Fehleranalyse

Fehlerdokumentationen können dazu beitragen, vermeidbare Fehlerquellen für ärztliches Handeln zu ermitteln und dadurch die Fehlerwahrscheinlichkeit zu senken. In den vergangenen Monaten sind zwei Online-Fehlerdokumentationssysteme ins Leben gerufen worden.

Jeder Fehler zählt

Für Hausärzte steht erstmals ein internetbasiertes Fehlerberichtssystem zur Verfügung. Allgemeinmediziner melden Fehler und kritische Ereignisse aus ihrer Praxis, damit Kollegen daraus lernen können. Ein Team unter Professor Ferdinand Gerlach, Universitätsklinik Frankfurt, wertet die in den Hausarztpraxen gemachten Fehler aus, um Erkenntnisse über Fehlerarten, -häufigkeiten und ihre Ursachen zu gewinnen. Daraus werden Strategien zur Fehlervermeidung und für eine höhere Patientensicherheit entwickelt. Die Auswertungen werden Hausärzten und Fachpublikum in Form regelmäßig veröffentlichter Fehlerbulletins zur Verfügung gestellt. Das Berichtssystem vollkommen anonym gehalten ist. Eine Identifizierung von Berichtenden und Patienten ist ausgeschlossen. Die Beantwortung des Fragebogens nimmt rund fünf Minuten in Anspruch. Genauere Informationen auf der Internetseite Jeder Fehler zählt

Cirs medical

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein computerbasiertes System zur Erkennung und Dokumentation von (Beinahe-)Fehlern in der ärztlichen Behandlung eingeführt. Ärzte dokumentieren Fehler, die ihnen bei der Behandlung beinahe unterlaufen wären. Die Eingaben erfolgen anonym. Dabei werden Begleitumstände wie Arbeitsbelastung, Ausbildungsstand und dergleichen abgefragt. Neben den Ursachen können so mögliche Bewältigungsstrategien gezielter erfasst werden. Andere Nutzer können die Informationen einsehen und gegebenenfalls diskutieren. Mithilfe dieser Plattform will die KBV ihr Engagement beim Thema Patientensicherheit weiter ausbauen. Weitere Informationen auf der Internetseite Cirs medical


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