Finanzierung

Ärzte und Psychotherapeuten müssen nicht selbst für die Anbindung ihrer Praxen an die TI aufkommen. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen. KBV und GKV-Spitzenverband haben sich unter Moderation des Bundesschiedsamtes im Mai auf die Eckpunkte für eine entsprechende Vereinbarung verständigt. Die Vereinbarung gilt ab dem 1. Juli 2017.

Jede Praxis erhält eine Erstausstattungspauschale, die die Kosten für den Konnektor und für ein bis drei Kartenterminals umfasst. Sie beträgt im dritten Quartal 3.055 Euro. In den drei Folgequartalen wird der Preis des Konnektors um jeweils zehn Prozent abgesenkt; damit sinkt auch die Pauschale (2.793 Euro in 4/2017, 2.557 Euro in 1/2018, 2.344,98 Euro in 2/2018). Ab dem dritten Quartal des kommenden Jahres beträgt sie 1.155 Euro. Praxen, denen aufgrund ihrer Größe mehr als ein Kartenterminal zusteht, erhalten je Kartenterminal 435 Euro mehr.

Ferner wird ein mobiles Kartenterminal finanziert, wenn Ärzte Haus- und Pflegeheimbesuche durchführen oder in ausgelagerten Praxisräumen tätig sind. Auch Anästhesisten, die Patienten in der Praxis eines anderen Arztes behandeln, haben Anspruch auf eine mobiles Gerät.

Zusätzlich gibt es eine Starterpauschale von insgesamt 900 Euro, die die Kosten für das PVS-Software-Update, die Installation der Technik sowie den Zusatzaufwand der Praxen in der Startphase des VSDM umfasst.

Auch für die laufenden Betriebskosten erhalten Praxen Geld: für die Wartung und die notwendigen Updates des Konnektors sowie für den VPN-Zugangsdienst. Weitere laufende Pauschalen sind für den Praxisausweis (SMC-B) und den elektronischen Heilberufeausweis (eHBA) vorgesehen.


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