Praxen sollen sich bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur nicht unter Druck setzen lassen

Bis Ende kommenden Jahres müssen alle Arztpraxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein - sonst drohen Honorarkürzungen. Das Problem: Noch ist keiner der Hersteller mit seinen Konnektoren, die für den Anschluss nötig sind, auf dem Markt. Es fehlen die nötigen Sicherheitszertifikate. Dennoch buhlen Anbieter von Praxisverwaltungssystemen bereits mit einem sogenannten Frühbucherangebot um die Aufmerksamkeit der Ärzte. Praxen sollen sich bei der Anbindung der TI nicht unter Druck setzen lassen, rät die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN).

Sie sollen zunächst prüfen, welche Ausstattung sie brauchen. Die KVN kritisiert, dass es einzelne Anbieter gibt, die in gewisser Weise die Angst schüren und sagen: Wenn Ihr Ärzte jetzt nicht bestellt, dann besteht die Gefahr, dass Ihr auf Kosten sitzen bleibt. Das ist nicht richtig! Die Finanzierungsvereinbarung mit den Krankenkassen sieht vor, dass die Ärzte alle notwendigen Kosten für den Anschluss an die TI erstattet bekommen. Allerdings gibt eine gestaffelte Vergütung; von Quartal zu Quartal sinken die Erstattungskosten um zehn Prozent.

Das wissen alle Anbieter und die KVN geht davon aus, dass entsprechend der Finanzierungsvereinbarung Angebote der Hersteller auch dem Arzt vermittelt werden. Die KVN rät daher allen Praxisinhabern, keinen Vertrag zu unterschreiben, der nicht vorsieht, dass die Preise gelten, die dem Lieferquartal vereinbart sind. Dann könnte die Gefahr bestehen, dass man auf Kosten sitzen bleibt.

Eine ausführliche Darstellung der Problematik findet sich hier.


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