KVN fördert weiterhin Praxisnetze

Eine Million Euro aus dem Sicherstellungsfonds stehen bis Ende 2022 zur Verfügung

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat jüngst eine neue Richtlinie zur finanziellen Förderung von Praxisnetzen in Niedersachsen beschlossen. Die KVN stellt insgesamt eine Million Euro bis Ende 2022 zur Netzförderung zur Verfügung.

Praxisnetze sind mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz aufgewertet worden. Den Gründungsprozess eines Netzes sowie den Prozess bis zur Anerkennung als Praxisnetz und die Weiterentwicklung von anerkannten Praxisnetzen will die KVN weiterhin unterstützen.

Anerkannte Praxisnetze können bis drei Jahre nach Netzgründung eine Managementpauschale beantragen. Netzen ist es möglich, Coachingkosten im Gründungs- und Anerkennungsprozess erstattet zu bekommen. Aus dem Fonds können maximal zwei Maßnahmen oder Projekte pro Netz in Höhe von bis zu 50 Prozent der Kosten, die dem Praxisnetz entstehen, gefördert werden. Die Förderung pro Maßnahme oder Projekt ist auf 50.000 Euro beschränkt.

„Wir wollen aber nicht nur anerkannte Praxisnetze fördern, sondern auch Netze, die sich auf den Weg zum anerkannten Netz gemacht haben oder mit dem Gedanken spielen, ein Netz aufzubauen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KVN, Mark Barjenbruch, heute in Hannover.

Mitgliedern, die sich für das Thema Vernetzung interessieren oder bereits daran denken, ein Praxisnetz zu gründen, bietet die KVN Informationen und Hilfestellung an. „Die KVN verfügt über umfangreiches Wissen, hilfreiche Kontakte, unterstützende Materialien und zudem über ein qualitätsgesichertes Beratungskonzept, das die Mitglieder optimal beim Projektmanagement von Netzen unterstützt“, so Barjenbruch.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVN, Dr. Jörg Berling, sieht die Förderung kooperativer Versorgungsstrukturen als eine der Kernaufgaben der KVN an. „Praxisnetze als eine besondere organisatorische Form der Patientenversorgung bieten die Möglichkeit, innovative Formen der ärztlichen Zusammenarbeit sowie eine optimierte Patientenversorgung auszuprobieren und gemeinsam zu entwickeln.“

Dabei kann die hohe Individualität und die gewachsene Entwicklung aus der Ärzteschaft selbst heraus das große Plus der Praxisnetze sein. Dementsprechend befürwortet und unterstützt die KVN diese Eigeninitiativen. „Praxisnetze ergänzen die vertragsärztliche Regelversorgung. Sie sind oftmals die erste Adresse für interessante Versorgungsprojekte und Ausgangspunkt für spezielle Kassenverträge“, so der KVN-Vize.

Bisher hat die KVN die Praxisnetze „Gesundheitsnetz Leinetal, „pleXxon GbR“ und „genial GesundheitsNetz“ gefördert.


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