Gleiche Vergütung für gleiche Leistung

Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen begrüßt Vorstoß des CDU-Bundesfachausschusses Gesundheit und Pflege

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat heute in Hannover ausdrücklich die CDU-Überlegungen zur Angleichung der Vergütung für Leistungen von niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern begrüßt.

„Die Politik muss die ungleiche Honorierung von identischen Leistungen im ambulanten und stationären Bereich endlich angehen“, sagte der Vorsitzende der KVN, Mark Barjenbruch, heute in Hannover. Trotz der vielen Gesetzesvorhaben habe sich die große Koalition mit den durch die Sektorenbrüche entstehenden Versorgungsproblemen nicht wirklich beschäftigt, kritisierte der KVN-Vorstandsvorsitzende. „Die neuen Impulse des Bundesfachausschusses Gesundheit und Pflege stimmen mich da positiv“.

„Die unterschiedliche Vergütung, je nachdem ob eine Leistung ambulant oder stationär erbracht wird, behindert die Überwindung sektoraler Grenzen. Daher schlagen wir vor, die Honorierung so anzupassen, dass die Fixkosten und die ärztliche Leistung adäquat abgebildet werden“, sagte Dr. Jörg Berling, stellvertretender KVN-Vorsitzender.

Der Bundesfachausschuss Gesundheit und Pflege der CDU will die sektorenübergreifende Versorgung fördern und denkt unter anderem über die Angleichung der Vergütung für Leistungen im ambulanten und stationären Bereich nach. Das geht aus einem Beschluss des Ausschusses hervor, dem der langjährige gesundheitspolitische Sprecher der Unions-Fraktion und derzeitige Finanzstaatssekretär Jens Spahn vorsitzt.

Die Krampfaderentfernung kostet im ambulanten Bereich rund 280 Euro, während die Klinik etwa 2.004 Euro erhält. Für die Arthroskopie am Kniegelenk sind es etwa 384 Euro in der ambulanten und 1.763 Euro in der stationären Versorgung.

„Es ist an der Zeit, dass wir gemeinsame Wege finden, die Versorgung zu optimieren und die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen“, erklärte Dr. Berling. Wie der Bundesfachausschuss fordert Berling eine einheitliche Vergütung für vergleichbare ambulante und stationäre Leistung nach dem Motto „Gleiches Geld für gleiche Leistung“.


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