TerminServiceStelle

TerminServiceStelle vermittelt ab 1. April auch Termine bei Psychotherapeuten

Die TerminServiceStelle (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) vermittelt ab dem 1. April auch Termine bei Psychotherapeuten. Die TSS ist unter der Telefonnummer 0511 56999793 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Gesetzlich krankenversicherte Patienten können sich an die TSS wenden, wenn sie einen Termin für ein Erstgespräch in einer Psychotherapeutischen Sprechstunde oder für eine Akutbehandlung benötigen. Eine Überweisung ist nicht erforderlich. Voraussetzung für eine Terminvermittlung zur Akutbehandlung ist allerdings, dass ein Therapeut diese empfohlen hat. Probatorische Sitzungen sowie Kurz- und Langzeittherapien (Richtlinienpsychotherapie) sind von der Terminvermittlung ausgenommen.

Die neue Regelung zur Akutbehandlung sieht vor, dass die Patienten eine Psychotherapeutische Sprechstunde aufgesucht haben müssen. Denn Voraussetzung für die Terminvermittlung durch die TSS ist, dass der Psychotherapeut im Befundbericht eine Empfehlung für eine Akutbehandlung ausgesprochen hat. Diesen Befundbericht (PTV 11, individuelle Patienteninformation) mit einem speziellen Aufkleber erhalten Patienten nach einem Erstgespräch.

Die TSS wird den Patienten einen Termin beim Psychotherapeuten innerhalb von vier Wochen anbieten.

Bei der Vermittlung von Terminen bei Psychotherapeuten gilt im Übrigen das Gleiche wie bei der Vermittlung von Facharztterminen: Die Versicherten haben keinen Anspruch auf einen Wunschtherapeuten zu einem Wunschtermin in einer Wunschregion.

Die KVN empfiehlt daher, dass Patienten zuerst bei ihrem Wunschtherapeuten anfragen und versuchen, dort einen Termin zu vereinbaren, bevor Sie sich an die TSS der KVN wenden. Welche Psychotherapeuten in der Nähe praktizieren, erfahren Patienten im Internet unter www.arztauskunft-niedersachsen.de

Die TSS für die Vermittlung von Facharztterminen war bereits im Januar 2016 gestartet.

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat wie gesetzlich gefordert am 25. Januar 2016 ihre TerminServiceStelle zur Vermittlung von Facharztterminen gestartet. Sie soll Patienten mit einer Überweisung innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt vermitteln. Dies hat der Bundestag mit dem Versorgungsstärkungsgesetz so festgelegt. Die TerminServiceStelle ist unter der Telefonnummer 0511-56 99 97 93 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Die TerminServiceStelle sollte erst in Anspruch genommen werden, wenn alle anderen Versuche, einen Termin zu bekommen, scheitern. Es gibt keine Termine bei Wunschärzten, zu Wunschzeiten oder in Wunschregionen geben.

Was leistet die TerminServiceStelle der KVN?

Die TerminServiceStelle der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen unterstützt Patienten auf Wunsch dabei, binnen einer Woche einen Termin bei einem Facharzt innerhalb von vier Wochen zu vereinbaren. Der Patient muss gesetzlich krankenversichert sein und eine speziell gekennzeichnete Überweisung vom Hausarzt oder einem anderen überweisenden Facharzt haben.

Ausnahmen: Für Termine beim Augenarzt oder beim Frauenarzt benötigen Patientinnen und Patienten keine Überweisung, um die KVN-TerminServiceStelle in Anspruch zu nehmen.

Was leistet die TerminServiceStelle der KVN nicht?

Über die TerminServiceStelle der KVN erfolgt keine Vermittlung eines Wunschtermins bei einem bestimmten Arzt („Wunscharzt“). Patienten erhalten einen Termin bei einem Arzt, der in dem jeweiligen Zeitraum freie Termine hat. Dabei gilt eine Entfernung zu allgemeinen Fachärzten, wie beispielsweise Haut-, Frauen-, oder Augenärzten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von bis zu einer halben Stunde als zumutbar. Bei spezialisierten Fachärzten, wie beispielsweise Fachinternisten oder Radiologen, gilt eine Stunde als zumutbar.

Die KVN empfiehlt daher, dass Patienten zuerst bei ihrem Wunscharzt anfragen und versuchen, dort einen Termin zu vereinbaren, bevor Sie sich an die TerminServiceStelle der KVN wenden. Welche Fachärzte in der Nähe praktizieren, erfahren Patienten im Internet unter www.arztauskunft-niedersachsen.de.

Die KVN-TerminServiceStelle vermittelt nur Facharzt-Termine, keine Termine beim Psychotherapeuten, bei Zahnärzten oder bei Kieferorthopäden. Auch Hausärzte sowie Kinder- und Jugendärzte sind ausgenommen.

Wie funktioniert die KVN-TerminServiceStelle?

Die KVN-TerminServiceStelle erreichen Patienten zunächst telefonisch unter 0511--56 99 97 93 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.

Auf der Überweisung findet der Patient einen Code, der als Berechtigungsnachweis für eine schnelle Überweisung gilt. Diesen muss er sowohl für die telefonische Vermittlung, als auch für die Internetvermittlung bereithalten. Nach dem Patientenanruf bietet die KVN-TerminServiceStelle innerhalb einer Woche einen Behandlungstermin bei einem Facharzt an. Die Wartezeit zwischen dem Anruf und dem Termin beträgt maximal vier Wochen. Ausgenommen von der Vermittlung sind Früherkennungsuntersuchungen, Bagatellerkrankungen, Routineuntersuchungen und Untersuchungen zur Feststellung der körperlichen oder psychischen Leistungsfähigkeit.

Die KVN bittet alle Patienten, gebuchte Termine, die nicht eingehalten werden können, rechtzeitig frei zu geben. Der Termin muss in der Arztpraxis abgesagt und die Absage auch der KVN-TerminServiceStelle mitgeteilt werden. Wenn Patienten den Termin absagen, ist die KVN-TerminServiceStelle nicht verpflichtet, einen neuen Termin anzubieten. Ausnahme: Patienten sagen den Termin, den sie gerade erhalten haben, noch am gleichen Tag wieder ab. Dann kann ihnen die Terminservicestelle einen zweiten Termin anbieten.

Sollte die KVN-TerminServiceStelle keinen Termin bei einem niedergelassenen Facharzt anbieten können, wird sie versuchen, auf von Krankenhäusern gemeldete Termine für ambulante Behandlungen zurückzugreifen.

„Die Politik hat in das Gesetz diesen tückischen Mechanismus eingebaut: Falls es der KVN nicht gelingt, rechtzeitig einen Termin beim Facharzt zu vermitteln, muss die Servicestelle zur ambulanten Behandlung an ein Krankenhaus überweisen. Die Behandlungskosten werden aus dem KVN-Budget bezahlt, also aus dem Honorar der Kassenärzte“, kritisierte Barjenbruch abschließend. Voraussetzung ist allerdings, dass die Krankenhäuser auf demselben Wege Termine melden, wie es die niedergelassenen Fachärzte tun.