Massive Kritik der niedersächsischen Ärzte und Psychotherapeuten am geplanten Spahn-Gesetz

KVN-Vertreterversammlung verabschiedet zwei Resolutionen zum geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

Hannover, 17. November 2018 - Die Delegierten der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) haben auf ihrer heutigen Herbstsitzung in Hannover zwei Resolutionen einstimmig verabschiedet. Sie setzen sich kritisch mit dem geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz auseinander und werfen der Politik vor, den Eindruck zu erzeugen, als könne etwas Mehrarbeit der Ärzte die derzeitigen Versorgungsprobleme lösen. Das heiße Eisen Patientensteuerung dagegen werde nicht angegangen. Auf das Schärfste wendet sich die KVN-VV auch gegen die Absicht, in den Paragraphen 92 Abs. 6a Sozialgesetz (SGB) V eine vorgeschaltete Steuerung des Zugangs zur Psychotherapie aufzunehmen.
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In Arzt- und Zahnarztpraxen nur gültige eGesundheitskarten vorlegen

Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Vereinigung Niedersachsen starten gemeinsame Informationskampagne zum richtigen Umgang mit Gesundheitskarten

14. November 2018 - Immer mehr Arzt- und Zahnarztpraxen schließen sich an die neue Telematik-Infrastruktur (TI) an und stehen vor einem Problem: Immer wieder lösen eGesundheitskarten beim Einlesen eine Fehlermeldung in der Praxis aus. Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Hauptgrund: Patienten haben noch eine alte Karte dabei.
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Verordnung von Grippeimpfstoffen

8. November 2018 - Es gibt erste Hinweise, dass es aufgrund der unterschiedlichen Haltung der Krankenkassen zum Verfahren der Vorbestellung von Grippeimpfstoffen im Frühjahr des Jahres regional zu Lieferengpässen in der Impfstoffversorgung kommen könnte. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat zu deren Feststellung ein entsprechendes Meldeformular auf seiner Homepage eingestellt.
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TI-Anbindung: Kein Honorarabzug bis zum 30. Juni 2019

... vorausgesetzt, die Komponenten für den Anschluss werden bis 31. März 2019 bestellt

7. November 2018 - Seit vielen Monaten hat sich die KVN dafür eingesetzt, die Frist für die Anbindung an die Telematik-Infrastruktur zu verlängern. So kommt es jetzt wohl auch: Am 9. November hat der Bundestag beschlossen, dass bis zum 30. Juni 2019 keine Honorarkürzungen erfolgen sollen. Voraussetzung dafür ist aber, dass Ärzte und Psychotherapeuten die notwendigen Komponenten für den Anschluss an die TI bis spätestens 31. März nächsten Jahres verbindlich bestellen und dies gegenüber ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen.
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Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen bewertet Terminservice- und Versorgungsgesetz

6. November 2018 - Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen hat den aktuellen Kabinettsentwurf für ein Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSGV) analysiert und bewertet. Die Kernaussagen zum Referentenentwurf finden Sie hier:
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Fünf echte Wahrheiten zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

30. Oktober 2018 - Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hat in den letzten Wochen für viel Empörung und Unmut gesorgt. Das erkennt nun auch das Bundesgesundheitsministerium und hat auf seiner Internetseite "5 Wahrheiten zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)" veröffentlicht. Was dort als Wahrheit hingestellt wird, ist oftmals allenfalls die halbe und kann so von der KVN nicht stehengelassen werden. Aus diesem Grunde finden Sie hier die fünf "echten" Wahrheiten zum TSVG.
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Ältere Ärztinnen und Ärzte erwägen Praxisaufgabe

Aktuelle Gesetzgebungspläne setzen Arztpraxen unter Druck

24. Oktober 2018 - Die Bevölkerung altert - und mit ihr die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. 1.193 Kassenärzte sind in Niedersachsen älter als 65 Jahre. Das sind 10,2 Prozent. Weitere 18,6 Prozent sind zwischen 60 und 65 Jahre. Somit zählt fast jede dritte Ärztin oder jeder dritte Arzt in der ambulanten Versorgung zur Ü60-Generation. Diese Zahlen hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) heute in Hannover veröffentlicht. Das Durchschnittsalter der rund 12.000 Kassenärzte beträgt 54,1 Jahre.
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Vorsicht - neue Datenschutz-Falle

Dreiste Betrugsmasche - Fragebogen zur Datensicherheit entpuppen sich als teure Verträge

Hannover, 2. Oktober 2018 - Derzeit kursieren Faxe oder Schreiben einer "Datenschutzaufkunft-Zentrale". Diese fordert Praxisinhaber auf, einen angehängten Fragebogen/Formular auszufüllen, um das vermeintliche Schutzniveau der Praxis in Bezug auf die DS-GVO zu ermitteln. Tatsächlich aber soll damit unter dem Eindruck einer behördlichen Anfrage der Unterzeichner zum Abschluss eines kostenpflichtiges Beratungsvertrages über 3 Jahre gedrängt werden (ca. 500 Euro pro Jahr). Von der Beantwortung ist dringend abzuraten. Bereits zurückgesandte Schreiben sollten widerrufen werden. Hilfsweise kann man sich dabei auf eine arglistige Täuschung berufen. Des Weiteren ist die Erstattung einer Strafanzeige zu empfehlen sowie die Rückforderung bereits gezahlter Beträge, auch unter Androhung gerichtlicher Schritte.
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Risiko durch Hackerangriffe bleibt bestehen

KVN warnt: Keinem Unbekannten Zugriff auf die Praxis-EDV gewähren

Hannover, 28. September 2018 - Immer wieder kommt es zu Berichten über Versuche von angeblichen KVN-Mitarbeitern, Zugriff auf die Datenverarbeitung von Arztpraxen zu erhalten. Dies geht in keinem Fall von der KVN aus. Die KVN bittet Betroffene, solche Vorfälle zu melden.
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Telematik: KBV will Fristverlängerung

Petition: Fristverlängerung muss jetzt kommen!

Berlin, 14. September 2018 - Die Vorstände der 17 KVen rufen gemeinsam dazu auf, die Petition von Dr. Petra Reis-Berkowicz an den Deutschen Bundestag zu unterstützen. Die Kernforderung darin lautet: Die gesetzliche Frist für die Anbindung der Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) ist sofort zu verlängern! Je mehr Ärzte sich daran beteiligen, desto mehr Aussicht auf Erfolg hat die Aktion.
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"Die Versorgung der Patienten wird sich verschlechtern"

KVN übt scharfe Kritik am Referentenentwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

31. August 2018 - Die KVN-Kreisstellensprecher haben in Verden den Referentenentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn für ein Terminservice- und Versorgungsgesetz scharf kritisiert und das Gesetz einstimmig abgelehnt: "Die angekündigten Maßnahmen sind reiner Etikettenschwindel und werden nicht zu einer Verbesserung führen. Ganz im Gegenteil: Besonders chronisch Kranke, alte und gebrechliche Menschen müssen mit einer Verschlechterung ihrer ärztlichen Versorgung rechnen", fasst der Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch die Stimmung während der Sitzung zusammen.
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Wenn beim Hausbesuch die Telemedizin zum Einsatz kommt

Gesundheitsministerin Carola Reimann und KVN-Vorstandsvorsitzender Mark Barjenbruch stellen neues Digitalisierungsprojekt vor: Patientenversorgung auf dem Land und Notfallversorgung werden verbessert - "Niedersachsen ist Vorreiter"

Delmenhorst, den 2. August 2018 - Die neuen technischen Möglichkeiten im Rahmen der Digitalisierung werden in Niedersachsen dazu genutzt, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten auf dem Land zu verbessern. Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann hat gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Mark Barjenbruch, ein neues innovatives Projekt aus dem Raum Oldenburg vorgestellt. Notfallsanitäter der Johanniter-Unfall-Hilfe führten vor, wie sie bei einem Hausbesuch per Telemedizin von einem Arzt am Klinikum Oldenburg beraten werden können. Das von der KVN initiierte Projekt "116 117 - neues Versorgungsmodell für den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst mit telemedizinischer Unterstützung von Gesundheitsfachkräften" wurde am Josef-Hospital Delmenhorst präsentiert.
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Benennung Datenschutzbeauftragter: Praxisinhaber sind mitzuzählen

2. Juli 2018 - Die Landesdatenschutzbehörden haben gemeinsam beschlossen, dass auch die Praxisinhaber bei der Ermittlung der 10 Personengrenze zur Benennungspflicht eines Datenschutzbeauftragten mitzuzählen ist. Die bisherige Aussage der KVN, dass die Praxisinhaber als Verantwortliche selbst nicht mitgezählt werden müssen, kann daher nicht mehr aufrecht erhalten bleiben. Damit dürfte eine Vielzahl von Praxen unter die Benennungspflicht eines Datenschutzbeauftragten gem. § 38 BDSG fallen.
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