Information zum Coronavirus (SARS-CoV2 COVID 19)

Coronavirus
Wie sichert die KVN das Honorar in Ihrer Praxis?​ - Schutzschirm in der vertragsärztlichen Versorgung ​

Schutzschirm in der vertragsärztlichen Versorgung – die gezahlten Abschläge als Honorargarantie

 

Liquidität sichern

Mit der Fortschreibung der bisherigen Abschläge hat der Vorstand noch vor dem Rettungsschirm der Bundesregierung zunächst die Liquidität der Praxen gesichert.

 

Honorar garantieren

Nun gilt es den nächsten Schritt zu machen: Wir wollen unseren Mitgliedern garantieren, dass die gezahlten Abschläge trotz Lockdown den Praxen dauerhaft verbleiben.

 

Hierfür hat der Vorstand der Vertreterversammlung ein Modell zu einer entsprechenden Finanzierung vorgeschlagen, das überdies noch Leistungszulagen insbesondere für die im Zusammenhang mit Corona stehenden Tätigkeiten vorsieht.

 

Ziel ist es, jeder Praxis ein Honorar zu garantieren, das mindestens der Höhe der Abschläge für das laufende Quartal (85 Prozent des durchschnittlichen Quartalsumsatzes) entspricht.

 

Tonnenmodell

Das Honorar soll sich wie folgt zusammensetzen:

 

  • Abrechnung von Leistungen der Regelleistungsvergütung(RLV/QZV/Vorabvergütung)
  • Abrechnung von extrabudgetären Leistungen
  • Ausgleich der extrabudgetären Leistungen über den Rettungsschirm
  • verlorener Zuschuss auf die Summe der Abschläge (85 Prozent)
  • Leistungszulage über Punktwertzuschläge

 

oder in der schematischen Darstellung des Tonnenmodells:

 

Leistungszulage (aus Honorar zu Regelleistungen)

- Grenze Abschläge 85 Prozent -

Verlorener Zuschuss (aus Honorar für Regelleistungen)

Ausgleich für extrabudgetäre Leistungen

Abrechnung extrabudgetäre Leistungen

Abrechnung Leistungen der Regelleistungsvergütung

 

Während die Vertreterversammlung über Regelungen zum verlorenen Zuschuss und der Leistungszulage im Honorarverteilungsmaßstab (HVM) autonom beschließen kann, bedarf es für den Block „Ausgleich für extrabudgetär vergütete Leistungen“ einer Abstimmung mit den niedersächsischen Kassen.

 

Extrabudgetäre Leistungen hochfahren

Hier könnten sich größere Rückgänge im Vergleich zum Vorjahresquartal ergeben, da die Kassen die Einbrüche bei den extrabudgetär vergüteten Leistungen maximal auf 90 Prozent angleichen und wesentliche Bereiche hiervon ausnehmen wollen, insbesondere Einnahmen aus DMP, HZV, Schutzimpfungen und anderen Sonderverträgen. Sollten die Kassen von dieser Haltung nicht abgehen, lässt sich u. U. die angestrebte Honorargarantie nicht erreichen, wenn es dem Einzelnen nicht gelingt, die maßgeblichen Bereiche in der eigenen Praxis wieder hochzufahren. Dafür bleiben jetzt noch sieben Wochen im laufenden Quartal.

 

Sobald der Schutzschirm im HVM durch die Vertreterversammlung beschlossen und Einigung mit den Kassen erzielt ist, werden wir nähere Einzelheiten hierzu veröffentlichen.


Im Video erläutert der KVN-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch, wie die KVN in Zeiten der Corona-Krise das Honorar in Ihrer Praxis sichert:

Die KVN hat für unsere Mitglieder eine Hotline sowie eine E-​Mail Adresse zum Coronavirus eingerichtet. Bitte rufen Sie dort an, wenn Sie Fragen zur Vorgehensweise bei Verdacht auf eine SARS-​CoV-2-Infektion, zum Labortest, zur Meldepflicht sowie zur Abrechnung der ärztlichen Leistungen haben.

Die Durchwahl finden Sie exklusiv im KVN-Portal

Zentrale Informationsseite zur Corona-Pandemie

 

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11. März 2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch Institut (RKI)  erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Tagesaktuelle Informationen sind auf den Internetseiten des RKI zu finden.

 

Nachfolgend geben wir Ihnen Auskünfte zu wesentlichen Fragen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Wichtig: Persönliche Schutzausrüstung

Zu Beginn der Corona-Krise hatten viele Praxen mit Versorgungsengpässen und/oder überteuerten Preisen für PSA zu kämpfen. Erst langsam lief die Versorgung über das Bundesbeschaffungsamt und die KVN an. Deshalb dürfte die ein oder andere Rechnung für selbstbeschaffte PSA zu höheren als im EBM kalkulierten Preisen angefallen sein.

 

Die Verhandlungen mit den niedersächsischen Krankenkassen zur (anteiligen) finanziellen Beteiligung der GKV für selbstbeschaffte PSA stehen kurz vor dem Abschluss, so dass wir Ihnen heute einen kurzen Zwischenbericht geben möchten.

 

Die Kosten für selbstbeschaffte PSA werden grundsätzlich zu 90% erstattet. Der 10%ige Selbstbehalt ist für den PKV-Bereich vorgesehen. Erstattungsfähig ist die PSA, die im Zeitraum vom 10. März 2020 bis zum 30. April 2020 bestellt wurde. Der Zeitpunkt der Auslieferung oder Rechnungsstellung ist unbeachtlich. Die Liste der erstattungsfähigen Artikel befindet sich noch in Abstimmung, ebenso die finanzielle Obergrenze für die Gesamtaufwendungen, die ggf. eine Quotierung erforderlich machen könnte.

 

Wichtig ist, dass die Belieferung nach dem 30. April 2020 durch die KVN sichergestellt ist und danach kassenseitig kein Raum für weitere Selbstbeschaffungen und Abrechnungen mehr gesehen wird. Bestellen Sie insofern bitte nur noch bei der KVN über das KVN-Portal. Die Ausgabemenge ist begrenzt. Zum KVN-Portal kommen Sie hier.

 

Die weiteren Einzelheiten zur Abrechnung der selbstbeschafften PSA werden wir Ihnen nach Abschluss der Verhandlungen mit der GKV mitteilen.

Warnung vor Fakemasken

In den letzten Tagen wurde bekannt, dass es zur Einschleusung von Schutzmasken gekommen ist, die nicht den geforderten medizinischen Standards entsprechen und fälschlicher Weise als FFP2-Masken deklariert waren („Fakemasken“).

 

Wir können aufgrund regelmäßig durchgeführter Stichprobenkontrollen der an Sie ausgelieferten Materialien mit größter Sicherheit ausschließen, dass durch sie derartige Fakemasken in Umlauf gekommen sind.

 

Sollten Sie auf anderem Wege Atemschutzmasken bezogen haben und nunmehr Zweifel haben, ob die an Sie gelieferten Masken den geforderten Normen entsprechen, können Sie in unserem Mitgliederportal weitere Informationen abrufen und sich ggf. mit uns in Verbindung setzen.

 

Achtung: Sofern Masken mit dem Aufdruck „KN 95“ versehen sind, ist dies per se kein Hinweis auf ein Fakeprodukt. KN 95 ist ein medizinischer Standard und dem FFP2-Standard vergleichbar.


Rahmenkonzept COVID-19 der KVN für den ambulanten vertragsärztlichen Bereich

Für Ihren immensen Einsatz möchten wir Ihnen sehr herzlich danken und Sie bitten, auch in den nächsten aufreibenden Wochen und Monaten weiter für die Versorgung zur Verfügung zu stehen.

Brief des KVN-Vorstands zur aktuellen Versorgungslage und zur Situation der Arztpraxen

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

das Coronavirus hat von China ausgehend mittlerweile die ganze Welt erfasst und auch uns in Niedersachsen fest im Griff. Die dynamische Situation ist eine riesige Herausforderung für uns alle. In Ihren Praxen müssen Sie mit großer Umsicht vorgehen und neben den Corona-Verdachtsfällen die reguläre Versorgung soweit wie möglich aufrechterhalten.


Für Ihren immensen Einsatz möchten wir, der Vorstand der KVN, Ihnen sehr herzlich danken und Sie bitten, auch in den nächsten aufreibenden Wochen und Monaten weiter für die Versorgung zur Verfügung zu stehen. Wir benötigen in der anstehenden nächsten Phase jeden Einzelnen von Ihnen, insbesondere in der hausärztlichen Versorgung, um die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen zu können.


Viele von Ihnen machen sich sicherlich Sorgen um die finanzielle Situation in Ihrer Praxis, insbesondere wenn aufgrund der Infektionsgefahr die regulären Patienten ausbleiben. Wir haben uns daher dafür entschieden, die Abschlagszahlungen bis auf Weiteres in der bisherigen Höhe fortzuführen, gleiches gilt für die Restzahlung. Dies sichert Ihnen zunächst Liquidität. Zudem haben wir bei der Politik einen Rettungsschirm auch für Arztpraxen gefordert. Dazu gibt es seit dem Wochenende einen ersten Gesetzentwurf, der möglichst schnell die Bedingungen für finanzielle Hilfen regeln soll. Zudem sind wir auf die Finanzbehörden zugegangen, um einen Verzicht auf die Steuervorauszahlungen zu erreichen. Die Antwort darauf steht allerdings noch aus. Weitere und stetig aktualisierte Informationen zu den wirtschaftlichen Hilfen finden Sie unter www.kvn.de


Die in den letzten Tagen exponentiell steigende Zahl der Infektionsfälle und die zu erwartende Entwicklung werden zwangsläufig dazu führen, dass Sie alle in Ihren Praxen Covid-19-Patienten versorgen müssen, unabhängig von den eingerichteten Testzentren. Wer welchen Part in der Versorgung übernehmen muss, haben wir in einem Konzept bereits skizziert und möchten Sie eindringlich bitten, sich auf diese Situation schon jetzt einzustellen und Ihren Versorgungsbeitrag zu leisten. Das Konzept finden Sie auf unserer Homepage www.kvn.de. Zunächst wird es noch möglich sein wechselseitig die Covid19-Patienten zu versorgen. Stimmen Sie sich dazu bitte mit Ihren Kolleginnen und Kollegen vor Ort ab. Mit der steigenden Zahl der infektiösen Patienten wird aber jeder Einzelne von Ihnen nicht umhin kommen seine Praxis so zu organisieren, dass die Sprechzeiten für reguläre und infektiöse Patienten getrennt werden müssen. Ihre Patienten brauchen Sie alle jetzt in ihren Praxen.


Dies alles setzt natürlich voraus, dass Sie selbst und Ihre Mitarbeiter geschützt sind. Ein großer Engpass ist aktuell neben den Testkapazitäten die Verfügbarkeit von Schutzmaterial. Auch wenn landauf, landab insbesondere von der Bundesebene berichtet wird, dass Schutzmaterial im Anflug sei, entspricht dies nicht der Realität. Bislang haben wir nur in einem geringen Umfang Schutzbekleidung aus der Bestellung des Bundesgesundheitsministeriums erhalten. Dies reichte nicht einmal, um die Testzentren über das Wochenende auszustatten. Wir selbst haben über verschiedenste Quellen deutlich mehr Schutzausrüstung beschafft, indes unterliegen auch wir den beschränkten Lieferkapazitäten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir zunächst nur die Testzentren mit Schutzmaterial ausgestattet haben und zunächst nur die Praxen mit Schutzmaterial versorgen werden, die es am dringendsten benötigen. Mit jeder eingehenden Lieferung werden wir selbstverständlich versuchen, Sie alle in Ihren Praxen mit Schutzmaterialien auszustatten.


Bitte schauen Sie mindestens einmal täglich auf unsere Homepage, auf der wir permanent alle neuen Informationen zur Thematik einstellen. Dies umfasst den Umgang mit den Patienten, Antworten zu wirtschaftlichen Fragestellungen, den Umgang mit Schutzmaterial und Abrechnungsfragen. Hier sind sicherlich noch nicht alle Fragen geklärt, insbesondere fehlen uns lockernde Entscheidungen von der Bundesebene. Dies gilt z.B. im Hinblick auf nicht einzuhaltende Fristen für z. B. DMP- oder Fortbildungsverpflichtungen. Bitte nutzen Sie die Homepage, um sich in der dynamischen Situation aktuell zu informieren.


Zum Schluss möchten wir Sie ausdrücklich bitten, sich solidarisch mit Ihren Kollegen zu zeigen, in der Versorgung zu bleiben und zu versuchen, die Corona-Pandemie gemeinsam einzudämmen. Wir danken Ihnen dafür sehr herzlich.


Bleiben Sie gesund!


Mark Barjenbruch
Vorsitzender

 

Dr. Jörg Berling

stellv. Vorsitzender


Die folgenden Maßnahmen dienen dem verbesserten Infektionsschutz von Risikogruppen und medizinischen Personal in der derzeitigen dynamischen Situation. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Trennung von Patientenströmen.

 

Voraussetzung für das Erreichen dieser Ziele ist das Vorhandensein und die korrekte Anwendung von persönlicher Schutzausrüstung und die Durchführung der angemessenen Hygienemaßnahmen. Wir verweisen dazu auf die Vorgaben des RKI

Hinweise für Hausärzte (Allgemeinmediziner und hausärztliche Internisten) und Kinder/Jugendärzte​
  1. Es erfolgt in den o. g. Praxen eine zeitliche Trennung der Versorgung von Patienten mit akuten infektiösen Atemwegserkrankungen in einer Infektionssprechstunde (z. B. nachmittags) und allen anderen Patienten (z. B. Vormittagssprechstunde). Entsprechende Sprechstunden müssen vorgehalten werden.
  2. Auch für andere Arztgruppen als die oben genannten wird eine zeitliche Trennung der Versorgung von Patienten mit akuten infektiösen Atemwegserkrankungen ebenfalls in separaten Infektionssprechstunden dringend empfohlen (beispielsweise HNO, Augenärzte und MKG).
  3. Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen dürfen nicht außerhalb der Infektionssprechstunde in der Praxis erscheinen. Kontakte sollten auch abgesehen davon soweit möglich telefonisch oder auf andere Weise indirekt erfolgen. (siehe hierzu Aussetzung der Obergrenze von 20 Prozent für Videosprechstunden für Quartal II/2020)
  4. Abstriche für die Testung auf COVID-19 erfolgen auch in der jeweiligen Hausarzt/Kinderarztpraxis.
  5. Patienten in häuslicher Quarantäne werden angewiesen, sich bei Verschlechterung ihres klinischen Zustands sofort mit ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen. Dieser entscheidet über die Notwendigkeit eines Hausbesuchs.
  6. Komplexer erkrankte Patienten mit akuten infektiösen Atemwegserkrankungen/ COVID-19-Patienten bzw -Verdachtsfälle ohne eindeutige Indikation zur sofortigen stationären Einweisung werden nach telefonischer Anmeldung an die Infektionssprechstunde eines Pulmologen überwiesen. Für COVID-19-Patienten unter Quarantäne muss dies vorher mit dem regionalen Gesundheitsamt abgestimmt werden.

Hinweise für Fachärzte für Pulmologie
  1. Pulmologen sollen ebenfalls zeitlich getrennte Infektionssprechstunden für Patienten mit akuten infektiösen Atemwegserkrankungen /COVID-19-Patienten vorhalten.

  2. Hausärzte überweisen ihnen in diese Infektionssprechstunden komplexer erkrankte Patienten mit akuten infektiösen Atemwegserkrankungen/ COVID-19-Patienten bzw -Verdachtsfälle ohne eindeutige Indikation zur sofortigen stationären Einweisung. Der Pulmologe führt ggf. weiter erforderliche Diagnostik durch und entscheidet über den weiteren Verlauf (ambulante oder stationäre Behandlung). Dadurch Vermeidung der Überweisung an radiologische Praxen mit Vermischung von Patientenströmen.

Siehe auch das Ablaufschema für Pulmologen

Andere Fachärzte (als Hausärzte und Pulmologen)​
  • Auch andere Fachärzte sollten zeitlich getrennte Infektionssprechstunden für Patienten mit akuten infektiösen Atemwegserkrankungen /COVID-19-Patienten vorhalten.
  • Wenn möglich sollte eine schnelle Terminvergabe ermöglicht werden, um Hausärzte von der Behandlung von Patienten ohne Atemwegserkrankungen zu entlasten

 

Siehe auch das Ablaufschema für Fachärzte

Anstellung von Medizinstudenten

Nach Empfehlung der Deutschen Hochschulmedizin und nach Wunsch des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur soll angesichts der dynamischen Entwicklung des Corona-Pandemiegeschehens eine Einbindung der Medizinstudierenden in die medizinische Versorgung im erforderlichen Umfang erfolgen.

 

Über eine kürzlich gegründete Initiative - "Medizinstudierende im Kampf gegen COVID-19" (https://www.medis-vs-covid19.de/) - und die Plattform "Match4healthcare" soll eine Verteilung der Ressourcen nach Bedarf auf bundesweiter Ebene in Zusammenarbeit mit den Fachschaften und der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V. (bvmd) erfolgen. Über die App und Website "match4healthcare" werden in der nächsten Zeit die Medizinstudierenden, die sich als freiwillige Helfende zur Verfügung stellen wollen, registriert. Mittels eines automatischen Matchingalgorithmus wird das Angebot der Helfenden mit dem Bedarf der Hilfesuchenden abgeglichen. Dadurch wird eine schnelle, einfache und direkte Vermittlung geschaffen. Sie finden diese unter www.match4healthcare.eu Hier können Sie sich als Praxis dann über eine eigene Maske registrieren und Ihren Bedarf angeben.

 

Sollten Sie über die Plattform akuten Bedarf an Medizinstudierenden haben, können Sie sich nach folgender Aufteilung der Landkreise direkt an die Fachschaften unter unten stehenden Adressen wenden. Wir versuchen, Ihnen über die uns zur Verfügung stehenden Kanäle zu helfen. Hierzu geben Sie bitte bei Kontaktaufnahme die Anzahl der benötigten Personen, Anforderungen an die Person, Aufgaben, Ansprechpartner*in vor Ort mit Email und Telefonnummer, vertragliche Rahmenbedingungen und ggf. Übernachtungsmöglichkeit und Anrechenbarkeit als Famulatur/ Pflegepraktikum an.

 

Empfehlungen zur vertraglichen Regelung der Studierenden-Aushilfen können Sie der Seite der Deutschen Hochschulmedizin unter https://medizinische-fakultaeten.de/medien/presse/information-aus-aktuellem-anlass/ entnehmen.

 

Aufteilung der Landkreise:

 

Für die Landkreise Aurich, Bremerhaven, Cloppenburg, Diepholz, Emsland, Friesland, Grafschaft Bentheim, Leer, Oldenburg, Osnabrück, Vechta und Wittmund sowie die Städte Bremen, Delmenhorst, Emden und Osnabrück steht die Fachschaft Oldenburg zur Verfügung.

 

Die Region Hannover, Celle, Nienburg, Verden, Osterholz, Cuxhaven, Heidekreis, Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Harburg, Rotenburg und Stade werden von dem AStA der Medizinischen Hochschule Hannover betreut. Achtung: Für den Landkreis "Region Hannover" wenden Sie sich bitte mit allen Anfragen bis inklusive 31. März an den AStA der MHH, da schon ein Pool mit hilfsbereiten Personen aufgebaut wurde, auf den wir kurzfristig zugreifen können. Ab dem 1. April können die Anfragen dann über die Website gestellt werden.

 

Für die Regionen Braunschweig, Gifhorn, Göttingen, Goslar, Hameln-Pyrmont, Helmstedt, Hildesheim, Holzminden, Northeim, Peine, Schaumburg, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg ist die Fachschaft Göttingen zuständig.

 

Wir werden Ihnen auch nach Freischaltung der Website weiterhin als Ansprechpartner gemäß der Aufteilung der Landkreise zur Seite stehen, damit möglich Fragen und Probleme kurzfristig gelöst werden können. Zögern Sie deshalb bitte nicht, uns zu kontaktieren. Das Engagement unter der Studierendenschaft ist groß!

 

Fachschaft Medizin Göttingen corona@um-goe.de

AStA Medizin Hannover corona@mhh-asta.de

Fachschaft Medizin Oldenburg coronahilfe.medizin@uni-oldenburg.de

Ablaufschemata

 

Für Ihren immensen Einsatz möchten wir Ihnen sehr herzlich danken und Sie bitten, auch in den nächsten aufreibenden Wochen und Monaten weiter für die Versorgung zur Verfügung zu stehen.

Optionales Modul Infektionspraxen​

Die folgenden Maßnahmen dienen dem verbesserten Infektionsschutz von Risikogruppen und medizinischen Personal in der derzeitigen dynamischen Situation. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist weiterhin die Trennung von Patientenströmen.

 

Im weiteren Verlauf der Pandemie rechnen wir damit, dass alle Praxen eine Infektionssprechstunde anbieten müssen. Es bestehen aber keine Bedenken, wenn sich Haus-, Kinder- und HNO-Ärzte sowie Pulmologen auf lokaler Ebene abstimmen, um temporär regionale Infektionssprechstunden in einer oder in wechselnden Arztpraxen anzubieten. 

 

Voraussetzung für das Erreichen dieser Ziele ist das Vorhandensein und die korrekte Anwendung von persönlicher Schutzausrüstung und die Durchführung der angemessenen Hygienemaßnahmen. Wir verweisen dazu auf die Vorgaben des RKI

Triagierung von Patienten mit akutem infektiösem Atemwegsinfekt durch den Hausarzt

  1. Die Triagierung der Patienten zur passenden Behandlung bleibt in der Verantwortung des jeweiligen Hausarztes.
  2. Patienten mit akutem infektiösem Atemwegsinfekt müssen sich telefonisch bei ihrem Hausarzt melden. Dieser stellt durch eine ausführliche Befragung fest, in welchen Behandlungszweig der Patient geleitet wird.
  3. Wenn der Patient einer stationären Behandlung bedarf, erfolgt nach telefonischer Rücksprache mit dem Krankenhaus durch den Hausarzt die stationäre Einweisung. Dies ist notwendig, um Zeitverzögerungen in der Einleitung einer indizierten stationären Behandlung z.B. durch eine Vorstellung des Patienten in einer der lokalen Diagnostik- und Behandlungseinheiten zu vermeiden.
  4. Wenn der Patient an einem akuten infektiösen Atemwegsinfekt leidet und keiner stationären Behandlung bedarf, sollte ein Termin in der lokalen Diagnostik- und Behandlungseinheit ("Infektionspraxis") vereinbart werden. Dieser werden zusätzlich alle relevanten Befunde des Patienten sowie Informationen über die aktuelle Medikation und Allergien übermittelt.

 

Behandlung von Patienten mit akutem infektiösem Atemwegsinfekt in der lokalen Diagnostik- und Behandlungseinheit ("Infektionspraxis") - Ermöglichung regionaler Absprachen der Praxen zur koordinierten Versorgung

  1. Patienten sollten die Einheit nur nach Anmeldung durch ihren Hausarzt aufsuchen.
  2. Der Arzt der Infektionspraxis entscheidet basierend auf dem RKI-Flussschema über die Indikation für Abstriche/Testung auf COVID-19 und ggf über die weitere notwendige Diagnostik. Er ist verantwortlich für die Meldungen an das lokale Gesundheitsamt bei begründeten Verdachtsfällen/bestätigter COVID-19-Erkrankung.
  3. Für nicht mobile Patienten und solche mit bestätigter COVID-19-Erkrankung, die nicht stationär aufgenommen werden und vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wurden, ist zusätzlich zu den o.g. Sprechstunden die Versorgung über Hausbesuche sicher zu stellen. Diese Hausbesuche können ggf. in Absprache mit dem Hausarzt des Patienten durch diesen erfolgen. Der Arzt hält regelmäßigen telefonischen Kontakt mit den Patienten in Quarantäne und den nicht mobilen Patienten. Diese werden zusätzlich angewiesen, sich bei gesundheitlicher Verschlechterung mit ihm in Verbindung zu setzen. Der Arzt entscheidet aufgrund eingehender Befragung in diesen Fällen, ob ein Hausbesuch aus medizinischen Gründen erforderlich ist und führt diesen durch.
  4. Falls ein Patient stationär eingewiesen werden muss, erfolgt dies nach telefonischer Rücksprache mit dem Krankenhaus durch den Arzt. Alle relevanten Befunde sind zu übermitteln.

 

Siehe auch das Ablaufschema für Infektionspraxen

Was ist eine Infektionspraxis? ​

Definition

Einzelner Vertragsarzt oder Zusammenschluss von Vertragsärzten (Hausärzte, Kinderärzte, Lungenfachärzte und ggf. ergänzend HNO-Ärzte - einzeln oder in beliebiger Kombination) zur Diagnostik und Behandlung von Patienten mit akuten infektiösen Atemwegsinfekten zur Entlastung und Freihaltung der umliegenden Praxen.

 

Ort der Leistungserbringung

Der Ort der Leistungserbringung wird von der Infektionspraxis festgelegt (z. B. Praxis eines Teilnehmers, zusätzlich angemietete Räume, Container oder ähnliches), wobei der Ort für die Erbringung ärztlicher Leistungen geeignet sein muss. Die Räumlichkeiten von Bereitschaftsdienstpraxen stehen für Infektionspraxen nicht zur Verfügung.

 

Umfang der Sprechstunden

Dies wird von den teilnehmenden Ärzten festgelegt. Der Umfang sollte dem lokalen Bedarf angemessen sein, soweit leistbar.

 

Anerkennung

Die Bezirksstelle prüft, ob die jeweilige Praxis oben genannte Mindestvoraussetzungen erfüllt und bestätigt ggf. formlos.

 

Ausstattung mit Schutzausrüstung

Die Ausstattung erfolgt gemäß Vorstandsbeschluss vom 25. März 2020 im definierten Umfang. Bei weniger als vollem Wochenumfang der Sprechstunden erfolgt ggf. eine Reduktion der zugeteilten Schutzausrüstungen.

 

Nicht ärztliche Mitarbeiter

Die Infektionspraxis stellt sicher, dass die erforderlichen Personalressourcen vorhanden sind. Es erfolgt keine Mitarbeitergestellung seitens der KVN.

 

Hygienemaßnahmen

Die erforderlichen Hygienemaßnahmen sind einzuhalten (Link zu RKI-Empfehlungen). Entsprechend angepasste Desinfektions-/Reinigungspläne müssen vorgehalten werden.

 

Überweisungsverfahren

Infektionspraxen werden -sofern es sich nicht um eigene Patienten der beteiligten Ärzte handelt- ausschließlich auf Überweisung tätig. Zur Abrechnung werden demgemäß Überweisungsscheine - keine Vertreterscheine - genutzt. Überweisungen von umliegenden Hausärzten zu einem Hausarzt in die Infektionspraxis sind zulässig.

 

Abrechnung

Jeder Arzt der Infektionspraxis rechnet die in der Praxis erbrachten Leistungen unter seiner regulären BSNR/LANR nach den regulären Vorgaben des EBM als kurativ-ambulanter Fall (kein organisierter Bereitschaftsdienst) ab. Es erfolgt keine separate oder eigenständige Abrechnung durch die Infektionspraxis. Die Fälle sind mit der GOP 88240 zu kennzeichnen.

 

Vertretung

Lässt sich ein Arzt der Infektionspraxis im Einzelfall vertreten, rechnet der Vertreter über den vertretenen Arzt ab.

Wo gibt es Infektionspraxen?​

Eine Liste der Infektionspraxen, die sich bei der KVN gemeldet haben,  finden Sie im KVN-Portal.

Modul 2 „Ärztliche Versorgung in Senioren- und Pflegeeinrichtungen“ ​

Rahmenkonzept COVID-19 der KVN für den ambulanten vertragsärztlichen Bereich zur individuellen Nutzung entsprechend der lokalen Gegebenheiten:

Modul 2 „Ärztliche Versorgung in Senioren- und Pflegeeinrichtungen“

 

Die folgenden Maßnahmen dienen dem verbesserten Infektionsschutz von Risikogruppen und medizinischen Personal in der derzeitigen dynamischen Situation.

Voraussetzung für das Erreichen dieses Ziels ist das Vorhandensein und die korrekte Anwendung von persönlicher Schutzausrüstung und die Durchführung der angemessenen Hygienemaßnahmen. Wir verweisen dazu auf die Empfehlungen des RKI.

Konkrete Hinweise insbesondere zu Indikationen für eine COVID-19-Diagnostik und zu empfohlenen Hygienemaßnahmen in den o. g. Einrichtungen finden sich zusätzlich im entsprechenden Schreiben des NLGA vom 6. April 2020.

 

1.) Grundsätzliche Organisation

 

  1. Prinzipiell können in der Versorgung von Patienten Risiken z. B. durch den Informations- und Vertrauensverlust entstehen, wenn nicht mehr der mit der Anamnese vertraute bisherige Hausarzt, sondern andere Ärzte (z. B. ein Arzt oder ein kleines ärztliches Kernteam pro Einrichtung) die Betreuung übernehmen. Deshalb sollte grundsätzlich soweit möglich die Betreuung von Bewohnern der o. g. Einrichtungen durch die jeweils selbst gewählten Hausärzte geleistet werden.
  2. Im Verlauf einer Pandemie kann es jedoch erforderlich werden, diese Risiken der Versorgung aller Bewohner einer Einrichtung durch einen Arzt oder ein kleines Kernteam gegen potentielle Vorteile abzuwägen. Hier sind insbesondere die mögliche Kapazitätsfreisetzung, die durch die Durchführung der ansonsten für den einzelnen Arzt vergleichsweise zeitaufwändigen Pflegeheimbesuche durch kleine Kernteams entsteht (Reduktion von Wegezeiten u. ä.) sowie die Ressourcenschonung und Reduktion von Sekundärkontakten durch den Einsatz dieser Teams zu nennen Diese Argumente für eine Versorgung aller Heimbewohner durch Kernteams können insbesondere bei ggf. im Verlauf der Pandemie stark ansteigenden Patientenzahlen zunehmende Priorität erlangen. Die genannte Risikoabwägung sollte aufgrund des derzeit dynamischen Verlaufs der Pandemie deshalb regelmäßig wiederholt und überprüft werden.
  3. Lokale Absprachen im Sinne einer Konzentration von Infektionspraxen oder –sprechstunden in bestimmten Praxen, während andere gezielt die Versorgung von Heimbewohnern übernehmen, können je nach konkreter Situation ebenfalls zusätzliche Kapazitäten für die Behandlung von steigenden Patientenzahlen in der ambulanten Versorgung freisetzen.
  4. Auch regelmäßige telefonische Besprechungen mit dem Pflegepersonal sowie eine bewusste Indikationsstellung für persönliche Arzt-Patienten-Kontakte können zur Kapazitätssteigerung beitragen. Dabei ist jedoch die besondere Vulnerabilität der Bewohner von Einrichtungen gegenüber COVID-19-Erkrankungen zu beachten, die je nach Situation aus medizinischen Gründen sogar häufigere Besuche erfordern könnte.
  5. Da auch in der Versorgung durch mit dem Patienten und seiner Anamnese nicht vertrauten Ärzten im Bereitschaftsdienst Informationsverluste entstehen können, ist in Kooperation mit dem Pflegepersonal auf eine gute Dokumentation von Vorerkrankungen, Risikofaktoren und Besonderheiten wie z.B. Allergien zu achten. Eine generelle Überprüfung der im Heim vorgehaltenen Informationen kann besonders bei Infektionsausbrüchen mit hohen Patientenzahlen helfen, die ärztliche Versorgung auch während der Bereitschaftsdienstzeiten zu optimieren.
  6. Grundsätzlich empfehlenswert sind in diesem Zusammenhang eine Überprüfung bereits vorliegender Patientenverfügungen sowie entsprechende Gespräche mit Bewohnern, die eine solche Verfügung festlegen möchten. Es sollte zusätzlich geklärt werden, ob diese auch in den Unterlagen der Pflegeeinrichtung hinterlegt sind, falls Entscheidungen durch den Bereitschaftsdienst getroffen werden müssen.
  7. Im Hinblick auf die bestmögliche supportive Therapie bei schweren Verläufen, in denen eine Entscheidung gegen eine stationäre Einweisung getroffen wird, kann je nach Konstellation eine Abstimmung mit dem lokalen SAPV-Team indiziert sein. Gegebenenfalls kann eine generelle vorsorgliche Absprache mit diesem Team z.B. bezüglich der Planung des Vorgehens bei erhöhtem Bedarf an palliativer Versorgung hilfreich sein. Dies hängt u. a. von den lokalen Gegebenheiten und den Beteiligten ab.

 

2.) COVID-19-(Verdachts)fälle

 

  1. Im Fall des Verdachts auf eine COVID-19-Infektion bei einem Bewohner sind die o. g. Hinweise des NLGA zu beachten.
  2. Falls eine Testung des Bewohners für indiziert erachtet wird, kann der Abstrich durch den betreuenden Arzt, zur Unzeit durch den Bereitschaftsdienst durchgeführt werden. Falls lokal verfügbar, ist auch der Einsatz von mobilen Abstrich-Fahrdiensten der KVN möglich.
  3. Bezüglich der Einschaltung eines Abstrich-Fahrdienstes verweisen wir auf die entsprechenden lokalen Anmeldeverfahren. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Testergebnis direkt dem veranlassenden Arzt zugeleitet wird.
  4. Im Fall eines positiven Befunds sollte bei der vorgeschriebenen Meldung an das Gesundheitsamt unbedingt mitgeteilt werden, dass es sich um den Bewohner einer Pflegeeinrichtung handelt. Zusätzlich ist die zeitnahe Information der Einrichtung über den positiven Befund dringend zu empfehlen, damit die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können. Falls der Test nicht durch den Hausarzt des Patienten initiiert wurde, sollte das Heim diesen über die Testdurchführung informieren. Grundsätzlich sollten durch den Hausarzt auch andere mitbehandelnde Ärzte (z. B. in Dialyseeinrichtungen) immer zeitnah über einen Verdachts- oder bestätigten Fall sowie Testergebnisse informiert werden.
  5. Zur medizinischen Betreuung von an COVID-19 erkrankten Personen verweisen wir auf die oben verlinkten Empfehlungen des RKI.

FAQs zu wichtigen Themen

2 Änderungen am 1. Juli 2020, 1 neue FAQ am 30. Juni 2020, 1 Änderung am 30. Juni 2020, 1 neue FAQ am 23. Juni 2020, 4 Änderungen am 23. Juni 2020, 3 Änderungen am 19. Juni 2020, 2 neue FAQ am 16. Juni 2020

1 Änderung am 29. Juni 2020, 1. Änderung am 23. Juni 2020

5 Änderungen am 30. Juni 2020, 1 neue FAQ am 29. Juni 2020, 1 Änderung am 29. Juni 2020, 1. Änderung am 23. Juni 2020, 2 Änderungen am 19. Juni 2020, 1 neue FAQ am 16. Juni 2020

1. Änderung am 24. Juni 2020

Arbeitsrechtliche Fragestellungen

Wo finde ich Hinweise zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellt Informationen zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen hier bereit.

 

Es wird behauptet,  dass Arbeitgeber ihren Angestellten eine bezahlte Freistellung für einige Tage ermöglichen müssen, wenn dies infolge der Schulschließungen zur Kinderbetreuung erforderlich ist. In den meisten Fällen trifft dies nicht zu: es gibt zwar eine entsprechende gesetzliche Regelung (§ 616 BGB), die jedoch in den meisten Arbeitsverträgen und Tarifverträgen ausgeschlossen ist (auch im Mantel-TV für MFA, § 17 Abs. 3 MTV - hier). Das ist zulässig. Weitere Informationen bei der Bundesärztekammer


Pressemitteilungen

 

Wichtige Links

 

 

Corona-Tipps von Kollege zu Kollege

 

Für den Inhalt der übermittelten Tipps wird von der KVN keine Verantwortung und Haftung übernommen.

Testung richtig durchführen​

In Gesprächen mit Patienten, Ärztlichen Kolleginnen und Kollegen und medizinischen Fachangestellten stelle ich immer wieder fest, dass die COVID 19 – Abstriche häufig nicht technisch korrekt durchgeführt werden.

 

Vor allem die richtige Durchführung des tiefen Nasenabstriches scheint fehleranfällig zu sein. Z. B. wird nur der Nasenvorhof abgestrichen oder der Tupfer wird nach cranial geschoben, statt horizontal einführt. Solche Fehler können für den Patienten schmerzhaft, ggf. sogar gefährlich sein.

 

Ich habe daher eine kurze bebilderte Anleitung entwickelt, die noch einmal die richtige Probenentnahme illustrieren soll.

 

Marc Potinius

Facharzt für Allgemeinmedizin

Notfallmedizin

Sportmedizin

A und B Team bilden

Seit rund zehn Tagen habe ich in unserer Praxisgemeinschaft ein A und ein B-Team gebildet, das strikt getrennt arbeitet. Sollte ein Mitglied des A- oder B-Teams selbst infiziert werden, könnte somit das andere Team noch weiter arbeiten. Auch  die Patienten werden in mindestens zwei Gruppen aufgeteilt.  So hoffe ich, die Funktionsfähigkeit unseres Praxisstandortes länger aufrechterhalten zu können. Patienten mit Infektionen werden in beiden Teams natürlich, wie von der KVN schon vorgeschlagen, in gesonderten Sprechstunden behandelt.

 

Dr. Detlef Risch, Facharzt für Allgemeinmedizin, Worpswede

Nähanleitung für Behelf-Mund-Nasen-Schutz​

Der Deutsche Hausärzteverband - Landesverband Niedersachsen e. V. hat eine Nähanleitung für Behelf-Mund-Nasen-Schutz ins Netz gestellt.

Krankenhauseinweisung bei folgenden Parametern

In unseren Hausarztqualitätszirkel ist kommuniziert worden, dass bei folgenden Parametern eine Krankenhauseinweisung sinnvoll ist:

 

  • AF> 25/min
  • RR<90/60mmHg
  • Sp02 < 92%
  • Vigilanzminderung, Konfusion

 

Der RTW und das Krankenhaus sollen direkt informiert werden, wenn es sich um einen COVID-19 Patienten handelt, um die Vorlaufzeit  zu nutzen.

 

Doris Waller, Ärztin für Allgemeinmedizin, Stade 

Notfallbogen für Corona-Management​

Die Betreuung von Patienten, gerade solchen, die Anzeichen einer möglichen Corona-Infektion aufweisen, erfordert, dass der behandelnde Arzt möglichst umfassend über Krankheitserscheinungen, Vorerkrankungen, Medikation und mögliche Gesundheitsrisiken informiert ist. Zu diesem Zweck hat Dr. med. Enno Giencke, Allgemeinmediziner im Ruhestand, einen "Notfallbogen" entwickelt. Er soll es einem behandelnden Arzt erleichtern, den Status eines Patienten umfassend zu erheben und zu beobachten, ohne ihn Datenschutzrisiken auszusetzen. Interessierte Kolleginnen und Kollegen können sich die Formularvorlage hier herunterladen und für ihre Behandlungszwecke kostenlos einsetzen.