Information zum Coronavirus (SARS-CoV2 COVID 19)

Coronavirus

Krankschreibung von Patienten

Änderung: Kann ich einen Patienten nach nur telefonischem Kontakt krankschreiben?

Nein, diese Regelung wurde nicht verlängert. Seit dem 1. Juni 2020 gilt dann wieder, dass für die ärztliche Beurteilung, ob ein Patient arbeitsunfähig ist, eine körperliche Untersuchung erforderlich ist.

Gilt sie auch für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Muster 21)?

Ja, die o. g. Regelung gilt auch für die Ausstellung des Muster 21.

Was mache ich, wenn ein Arbeitgeber von einem Arbeitnehmer fordert, vorsorglich zu Hause zu bleiben, obwohl kein Infektionsverdacht vorliegt, und er dafür eine AU-Bescheinigung verlangt?

Voraussetzung für die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist das Vorliegen eines entsprechenden Krankheitszustandes. Dies sollte im Einzelfall geprüft werden. Die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus betrieblichen Gründen des Arbeitgebers ist nicht möglich.

Sie sollten in jedem Fall prüfen, ob aus medizinischen Gründen die Abklärung des Verdachts auf eine COVID-19 erforderlich erscheint - als Entscheidungshilfe kann hierbei das Flussschema des RKI dienen. Zusätzlich wird in entsprechenden Fällen ggf durch das lokale Gesundheitsamt entschieden, ob eine häusliche Quarantäne angebracht ist.

Was gilt für beschwerdefreie Patienten mit positivem SARS-CoV-2-Nachweis? Wer ordnet eine Quarantäne an?

Die Quarantäne wird laut Infektionsschutzgesetz von der zuständigen Behörde angeordnet, hier dem Gesundheitsamt.

Kann ich einen beschwerdefreien Patienten krankschreiben, wenn er sich in behördlich angeordneter Quarantäne befindet?

Wenn bei einem Patienten in behördlich angeordneter Quarantäne keine Symptome bestehen, ist das Ausstellen einer AU-Bescheinigung nicht möglich. Dies gilt auch dann, wenn der Patient positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde. In diesem Fall ist die Entgeldfortzahlung durch den Arbeitgeber über die Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz gesichert. Der Patient reicht dazu den behördlichen Bescheid über die Anordnung der Quarantäne beim Arbeitgeber ein. Der Arbeitgeber wiederum kann sich die Lohnfortzahlung über die zuständigen Behörden, in die Niedersachsen das zuständige Gesundheitsamt, erstatten lassen.