IT in der Arztpraxis

IT in der Praxis

Sicherheit und Haftung

Software-Update für den Secunet-Konnektor zwingend notwendig

 

Für den Konnektor der Firma Secunet steht nun eine solches Update zur Verfügung. Damit können Praxen auch neueste Versionen der elektronischen Gesundheitskarte zuverlässig eingelesen werden. Verschiedene Krankenkassen, u.a. die DAK als eine der ersten Krankenkassen, statten ihre Versicherten bereits mit elektronischen Gesundheitskarten (eGK) aus, die die Nahfeldkommunikation (NFC) ermöglichen. Diese Karten können Daten ohne direkten Kontakt etwa zu einem Lesegerät übertragen. Bei Secunet-Konnektoren gibt es jedoch aktuell Probleme beim Einlesen der NFC-fähigen eGK.

 

Die neuen eGK´s u. a. der DAK können in Praxen mit Secunet-Konnektoren nicht eingelesen werden.  Secunet stellt dafür bereits seit Ende April ein Update bereit, das dieses Problem beheben soll.  Praxen mit Secunet-Konnektoren müssen dieses Update unbedingt schnellstens einspielen, sofern noch nicht geschehen.  Das Update steht kostenfrei zur Verfügung.

 

Nach Angaben der gematik steht das Update auf die aktuelle Version 2.0.47 auf dem Softwareserver (KSR) bereit und lässt sich direkt über die Benutzeroberfläche des Konnektors herunterladen und aktivieren. Damit sei das Gerät weiter nutzbar und müsse nicht ausgetauscht werden. Bei Fragen zur Umsetzung von Software-Updates sollten sich Praxen an ihren zuständigen IT-Dienstleister vor Ort wenden. Hier fallen dann gegebenenfalls Kosten an.

 

Wie andere IT-Komponenten benötigen auch Konnektor und Kartenterminal regelmäßige Software-Updates, um das System auf dem höchsten Sicherheitsniveau zu halten, mögliche Fehler zu korrigieren oder eine bessere Funktionalität zu ermöglichen. Hinzu kommt, dass die gematik für Komponenten der Telematikinfrastruktur (TI) nur eine befristete Zulassung erteilt. Nur mit einem Update dürfen diese Geräte weiter in der TI genutzt werden. Vertragsärzte und -psychotherapeuten müssen diese Updates in jedem Fall und möglichst zeitnah einspielen.

 

Generell empfiehlt die KVN den niedersächsischen Praxen, ihre IT-Systeme mittels Updates immer aktuell zu halten. Neben den TI-Komponenten gilt das insbesondere für Betriebssysteme, Webbrowser und Antivirensysteme.