Information zum Coronavirus (SARS-CoV2 COVID 19)

Coronavirus

Impfungen in Impfzentren

Derzeit finden Corona-Impfungen in Niedersachsen entsprechend der Priorisiering der Coronavirus-Impfverordnung statt. Details dazu finden Sie in der nachfolgenden FAQ-Liste.

Welche Informationen haben Vertragsärztinnen und Vertragsärzte bisher von der KVN erhalten, die ihre Bereitschaft zur Tätigkeit in einem Impfzentrum signalisiert haben?

E-Mail vom 12. Januar 2021:

 

 Aktuelles zur Corona-Pandemie

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

seit nahezu einem Jahr ist die Corona-Pandemie das beherrschende Thema. Sie haben in Ihren Praxen ein Großteil der Versorgung geschultert und tun dies noch immer. Dafür danken wir Ihnen sehr herzlich.

 

Seit dem 27.12.2020 steht in Europa ein Impfstoff bereit, der uns allen Hoffnung gibt die Pandemie in näherer Zeit eindämmen zu können. Wir möchten Sie heute über den aktuellen Stand der Impfungen in Niedersachsen informieren und Ihnen gleichzeitig versichern, dass wir die zügige Impfung der Vertragsärztinnen/-ärzte sowie ihre MitarbeiterInnen sowohl in den vergangenen Wochen eingefordert haben als auch jetzt und in Zukunft nachhaltig einfordern werden.

 

Nun aber zum aktuellen Stand. Am 27.12.2020 haben die beiden ersten mobilen Teams in Niedersachsen die Impfungen aufgenommen. Mittlerweile sind von allen 50 Impfstandorten in Niedersachsen ausgehend mobile Teams gestartet. Wir möchten herausstellen, dass die Organisation der Impfungen nach den Vorgaben des Sozial- und Innenministeriums durch die Landkreise und Kreisfreien Städte in Niedersachsen organisiert wird. Wir haben insofern keinen direkten Einfluss auf die Organisation der Impfungen vor Ort. Unsere Aufgabe war es, einen Vertrag zur Abrechnung der Leistungen für die impfenden Vertragsärztinnen/–ärzte sowie entsprechende Haftpflicht- und Unfallversicherungen abzuschließen. Alles Weitere einschließlich der Einteilung und konkreten Organisation erfolgt über die Landkreise und Kreisfreien Städte.

 

Die Reihenfolge der Impfungen bestimmt sich nach den Vorgaben der Rechtsverordnung aus dem Hause von Herrn Bundesgesundheitsminister Spahn. Zusätzlich haben wir vertraglich vereinbart, dass die Ärzte, die in Impfzentren tätig werden, die Möglichkeit zur Impfung erhalten. Aktuell werden in Niedersachsen die Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen geimpft. In dieser Woche sollen alle über 80-jährigen Personen angeschrieben werden, die dann in den stationären Impfzentren ab Anfang Februar geimpft werden sollen.

 

Der limitierende Faktor für die Impfungen ist aktuell die Verfügbarkeit des Impfstoffes. Neben dem Impfstoff von Biontech steht zwar nun der zweite Impfstoff von Moderna zur Verfügung. Dennoch sind die dem Land Niedersachsen bisher zur Verfügung gestellten Mengen so gering und werden leider noch nicht so zuverlässig geliefert, dass die Impfungen zügiger erfolgen können. Das Land Niedersachsen ist sich seiner Aufgabe bewusst und wird hoffentlich in den nächsten Wochen zuverlässig Impfstofflieferungen erhalten, um die Impfungen deutlich ausweiten zu können. Sobald wir hier nähere Informationen haben, werden wir diese selbstverständlich kommunizieren. Bitte schauen Sie dazu auch immer auf unsere Homepage (www.kvn.de), die tagesaktuelle Informationen bereit stellt. 

 

Aktuell geht das Thema Impfpriorisierung mittels ärztlicher Bescheinigungen durch die Laienpresse. Nach der Corona-Impfverordnung haben chronisch Kranke Anspruch auf eine ärztliche Bescheinigung, um mit hoher oder erhöhter Priorität geimpft zu werden. Da wir davon ausgehen mussten, dass dadurch erheblicher bürokratischer Aufwand auf Sie zukommt, haben wir Ihnen für Ihren Patientenstamm Bescheinigungen für die Patienten vorbereitet, welche die für die bevorzugte Impfung maßgebliche Erkrankungen haben. Diese Bescheinigungen werden wir Ihnen in den nächsten Tagen in Ihr E-Postfach einstellen. Bei Bedarf können Sie den Ausdruck patientenbezogen oder auch insgesamt nutzen. Für das Ausstellen der Bescheinigung können Sie die GOP 88320 (5 Euro) und ggf. GOP 88321 (0,90 Euro) für die Portokosten im Rahmen der Quartalsabrechnung abrechnen. Auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass man Ihnen diese Zusatzbelastung nicht auch noch aufbürdet, so hoffen wir, dass unser Angebot den Aufwand in Ihrer Praxis erträglich gestaltet.

 

Bitte gestatten Sie uns noch ein Wort zur persönlichen Schutzausrüstung. Seit Beginn der Pandemie haben Sie die Möglichkeit, persönliche Schutzausrüstung über unser Mitgliederportal zu bestellen. Diese Möglichkeit werden wir auch weiter fortführen. Ende letzten Jahres haben wir Ihnen die Bestellung von Antigen-Schnelltests ermöglicht, da der Erstattungspreis zunächst die tatsächlichen Kosten nicht abgedeckt hat. Zwischenzeitlich wurde der Erstattungspreis auf 9 Euro erhöht und die Marktsituation hat sich insoweit beruhigt als auch kleine Mengen unterhalb von 9 Euro über die regulären Beschaffungswege zu beziehen sind. Dementsprechend werden wir nur noch die verfügbaren Antigen-Schnelltests auf Bestellung ausliefern und keine Nachbestellungen vornehmen. Diese können Sie über Ihren gewohnten Vertriebsweg selbst bestellen.

 

Zum Abschluss möchten wir Ihnen sehr herzlich für Ihr riesiges Engagement im vergangenen Jahr danken und wünschen uns für das Jahr 2021 weiterhin eine konstruktive Zusammenarbeit, sowohl zwischen den Arztgruppen untereinander als auch zwischen unserem Haus und Ihnen. Vor allem aber: bleiben Sie gesund!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Mark Barjenbruch                                         Dr. Jörg Berling

Vorstandsvorsitzender                                 stellv. Vorstandsvorsitzender

 

E-Mail vom 19. Dezember 2020:

 

Bereitschaft zur Tätigkeit im Impfzentrum

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zunächst möchten wir Ihnen sehr herzlich dafür danken, dass Sie sich bereit erklärt haben, in einem Corona-Impfzentrum in Niedersachsen tätig zu werden. Ohne Ihre Bereitschaft wird die enorme Aufgabe, die Bevölkerung gegen Corona zu impfen, nicht zu bewältigen sein.

 

Nachdem die Inbetriebnahme der Impfzentren am 15. Dezember 2020 erfolgt ist, wird es durch die Verzögerung bei der Zulassung des Impfstoffes und der zunächst nur begrenzt verfügbaren Impfdosen noch etwas dauern, bis Ihre konkrete Einsatzbereitschaft zum Tragen kommt.

Dennoch möchten wir Sie schon jetzt über die Aufgaben im Impfzentrum und die Konditionen der Beschäftigung informieren. Ihre Aufgabe im Impfzentrum wird es sein, die Aufklärung der zu impfenden Personen vorzunehmen, Kontraindikationen zu klären und im Falle von Impfkomplikationen einzugreifen. Daneben wird es voraussichtlich für jedes Impfzentrum einen leitenden Arzt geben, der den organisatorisch verantwortlichen Landkreis medizinisch berät und als Ansprechpartner fungiert.

 

Für Ihre Tätigkeit im Impfzentrum ist eine Vergütung in Höhe von 37,50 Euro für eine Zeiteinheit von 15 Minuten vorgesehen, umgerechnet auf eine Stunde damit 150 Euro. Für den leitenden Arzt wird es einen Zuschlag je Zeiteinheit in Höhe von 10 Euro geben. Für evtl. anfallende Wegstrecken und -zeiten bei Nutzung des eigenen Fahrzeugs in mobilen Teams wird eine Kostenpauschale in Höhe von 50 Euro je Einsatzort gezahlt.

 

Wie geht es nun weiter? Sie müssen zunächst nichts tun. Wir leiten Ihre Kontaktdaten an den Landkreis Ihres Praxissitzes weiter. Der Landkreis nimmt mit Ihnen Kontakt auf, um die Einsatzplanung abzustimmen. Dazu gehören sowohl die Einsatzzeiten und -schichten als auch die weiteren organisatorischen Abläufe im Impfzentrum. Die Abrechnung Ihrer Tätigkeitszeiten im Impfzentrum erfolgt im Rahmen der regulären Honorarabrechnung. Wir werden die Details noch einmal in einem Merkblatt zusammenstellen und Ihnen per Mail zuleiten.

 

Ein weiteres elementares Thema ist die Haftung. Für Impfschäden als solche greift die Staatshaftung. Für Ihre Tätigkeit im Impfzentrum wird unsererseits eine Gruppenhaftpflichtversicherung abgeschlossen, so dass Sie für Ihre Tätigkeit im Impfzentrum haftpflichtversichert sind.

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unter den genannten Voraussetzungen für eine Tätigkeit im Impfzentrum zur Verfügung stehen und bitten Sie ausdrücklich um Ihre Unterstützung. Nur mit Ihrer Unterstützung und durch Ihren Einsatz in den nächsten Monaten kann diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe erfolgreich bewältigt werden. Sollten Sie sich unter den genannten Bedingungen gegen einen Einsatz im Impfzentrum entscheiden, genügt eine Mail an corona@kvn.de. Wir hoffen natürlich, dass Sie davon nicht Gebrauch machen.

Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihren Einsatz und verbleiben

mit freundlichen Grüßen


Dr. Carola Reimann
Gesundheitsministerin


Mark Barjenbruch
Vorstandsvorsitzender der KVN

 

 

Presseinformation vom 3. Dezember 2020

 

Aufruf zur ärztlichen Unterstützung der Impfzentren

 

Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen rufen gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Ärztinnen und Ärzte dazu auf, die Impfzentren zu unterstützen.

 

Nach neun Monaten Pandemie könnte jetzt endlich Besserung in Sicht sein. Verschiedene Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus stehen derzeit vor der Zulassung, und die Niedersächsische Landesregierung arbeitet daran, bis zu 60 Impf-zentren aufzubauen. Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) und die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) unterstützen das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung jetzt bei der Rekrutierung des ärztlichen Personals für die Impfstationen.

 

ÄKN und KVN bitten in einem gemeinsam mit dem Ministerium verfassten Brief an mehr als 43.000 Ärzte in Niedersachsen um personelle Unterstützung beim Betrieb der Impfzentren. Gesucht werden sowohl Freiwillige für die Impfzentren als auch für mobile Teams. In den Impfzentren wird es Aufgabe der ärztlichen Vertreter sein, die Impfteams zu leiten und die zu impfenden Personen aufzuklären. Schutzbekleidung wird vor Ort gestellt.

 

Für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ist für die Anmeldung seit dem 27. November im KVN-Portal (www.kvn.de) eine eigene Meldemaske frei geschaltet. Approbierten Ärztinnen und Ärzten, die nicht Mitglied der KVN sind, steht schon jetzt auf der Homepage der Ärztekammer Niedersachsen unter www.aekn.de/detail/freiwilligenregister eine Einwilligungserklärung zur Aufnahme in das Freiwilligenregister zur Verfügung.

Wie können Nicht-Vertragsärztinnen und –Vertragsärzte (Ruheständler, Klinikärzte) dem Vertrag beitreten?

Nicht-Vertragsärztinnen und –Vertragsärzte (Ruheständler, Klinikärzte) müssen der KVN eine Beitrittserklärung ausgefüllt senden.

 

Die Beitrittserklärung finden Sie hier.

Können Ärztinnen und Ärzte, die in Impfzentren arbeiten, zuerst geimpft werden, bevor die Bevölkerung dort geimpft wird? ​​

Laut Vertrag zwischen KVN und dem Land wird sichergestellt, dass alle am Vertrag teilnehmenden Ärzte auf deren Wunsch im Impfzentrum geimpft werden.

Besteht für die Ärztinnen und Ärzte, die im Impfzentrum arbeiten wollen, eine Impflicht? ​

Eine Impfpflicht besteht derzeit für keine Bevölkerungsgruppe, auch nicht für in Impfzentren arbeitende Personen.

Muss ich für die Tätigkeit im Impfzentrum meine persönliche Schutzausrüstung mitbringen?​

Die Konzeption der Impfzentren des Landes Niedersachsen sieht vor, dass für das gesamte Personal der Impfzentren jeweils ausreichend Infektionsschutzbekleidung vorzusehen ist.

Kann ich für die unterstützende Tätigkeit im Impfzentrum meine MFA mitbringen?

Die Rekrutierung des nichtärztlichen Personals der Impfzentren liegt im Aufgabenbereich der jeweiligen Landkreise/kreisfreien Städte.  Es muss deshalb in jedem Einzelfall im Voraus eine dortige Klärung des möglichen Bedarfs und ggf. der Modalitäten erfolgen.

Muss ich die Impftätigkeit in einem Impfzentrum meiner Berufshaftpflichtversicherung melden?

Bitte klären Sie das mit Ihrer Versicherung. Wir weisen darauf hin, dass laut Vertrag zwischen KVN und dem Land für alle am Vertrag teilnehmenden Ärzte eine (zusätzliche) Berufshaftpflicht abgeschlossen wird, die auch die Tätigkeit im Impfzentrum umfasst.

Wie muss oder  kann ich mich fachlich auf die Impfung bzw. den Impfstoff vorbereiten?

Offizielle Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit zu diesem Thema finden Sie hier. Dort findet sich auch das aufgrund der Vorgaben der EMA aktualisierte Aufklärungsblatt zu den Vektorimpfstoffen.

 

Informationen zu bereits zugelassenen Impfstoffen finden Sie auf der Webseite des PEI.

 

Die aktuelle Einschätzung der STIKO wurde im  auf der Internetseite des RKI veröffentlicht.

Wie rechnen  Vertragsärzte und Nichtvertragsärzte die in Impfzentren erbrachten Leistungen ab?

Merkblatt für Vertragsärzte zur  Abrechnung von in Impfzentren erbrachten Leistungen.

Die im Merkblatt erwähnte Webanwendung finden Sie hier. Bitte beachten Sie, dass hierfür ein Einloggen in das KVN-Portal  erforderlich ist.  

 

Merkblatt für Nicht-Vertragsärzte zur  Abrechnung von in Impfzentren erbrachten Leistungen.

Muss ich zum Einsatz im mobilen Impfteam meinen eigenen Notfallkoffer mitbringen?

Die KVN geht davon aus, dass die mobilen Impfteams mit einer Notfallausstattung ausgerüstet werden. Konkrete Fragen dazu sowie zu den enthaltenen Medikamenten u.ä. müssten Ärztinnen und Ärzte mit dem jeweiligen Landkreis bzw der kreisfreien Stadt klären. Im Zweifelsfall können Sie Ihren eigenen Notfallkoffer mitführen.

Kann ich für meine Tätigkeit als ärztlicher Leiter im Impfzentrum auch Leistungen abrechnen, die ich im Zusammenhang mit der Aufnahme der Tätigkeit bereits vor Öffnung des Impfzentrums abgeleistet habe?

Ja. In dem Vertrag zwischen KVN und dem Land Niedersachsen wurde konkretisiert, dass auch Leistungen / Zuschläge für die ärztliche Leitung für die Tätigkeit in einem Impfzentrum bereits ab dem 15. Dezember 2020 möglich sind.

Bin ich im Rahmen meiner ärztlichen Tätigkeit im Impfzentrum versichert?

Ja. Für Impfschäden greift ohnehin die Staatshaftung. Des Weiteren hat die KVN gemäß vertraglicher Regelung im Vertrag mit dem Land Niedersachsen für alle im Impfzentrum tätigen Ärzte eine Gruppenhaftpflichtversicherung sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen. Eine entsprechende Versicherung für Berufskrankheiten bzgl. berufsgenossenschaftliche Leistungen ist im Rahmen einer solchen Haftpflichtversicherung für Dritte nicht möglich. Diese muss individuell, falls gewünscht, seitens des Arztes persönlich abgeschlossen werden.

Kann ich die Fahrtkostenpauschale für meine Fahrt zu und von meinem Einsatz im Impfzentrum abrechnen?​

Nein. Die Fahrtkostenpauschale ist nur bei Nutzung des eigenen Fahrzeugs im Rahmen des mobilen Impfteams abrechenbar und wird dann als Kostenpauschale je Einsatzort gewährt. Eine Abrechnung für in einem Impfzentrum eingesetzte Ärzte oder solche Ärzte, die im Rahmen der Tätigkeit im mobilen Impfteam nicht ihr eigenes Fahrzeug nutzen, ist deshalb nicht möglich. Die Abrechnung der Pauschale ist für Ärzte aus mobilen Impfteams auch dann nicht möglich, wenn zunächst eine Anfahrt im eigenen PKW zu einer Sammelstelle (z. B. dem Impfzentrum) erfolgt und von dort aus mit einem gestellten Fahrzeug zu den Einsatzorten.

Wo können sich Bürgerinnen und Bürger über die Corona-Schutzimpfungen informieren?

Bürgerinnen und Bürger im Land Niedersachsen haben die Möglichkeit, sich mit ihren Fragen rund um die Covid-19-Impfung an die Hotline des Landes unter der Rufnummer 0800 9988665 zu richten. Außerdem bietet das Land weitere Information im Internet unter

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/hinweise-zur-corona-schutz-impfung-195357.html  an.

Soll ich allen meinen Patienten eine Bescheinigung über ein ggf bestehendes hohes bzw erhöhtes Risiko entsprechend der Impfpriorisierungsgruppen zuschicken?​

Nein. Die Bescheinigung soll nur auf Anforderung des jeweiligen Patienten ausgestellt werden. Die KVN weist darauf hin, dass auch nur in diesem Fall die Kosten für die Bescheinigung von 5 Euro abgerechnet werden können. Die Anforderung durch den Patienten kann auch telefonisch erfolgen. Für den ggf. notwendigen postalischen Versand können 90 Cent abgerechnet werden.

Ist für Schwangere eine Bescheinigung auszustellen, die die Schwangere berechtigt, zwei Kontaktpersonen zu benennen, die priorisiert geimpft werden dürfen?

Der Gynäkologe oder die Gynäkologin ist nicht verpflichtet, eine Bescheinigung für Schwangere über die Wahl von zwei priorisiert zu impfenden Kontaktpersonen auszustellen. Es ist nach der Impfverordnung vielmehr an der Schwangeren, ggf. selber eine formlose Bestätigung auszufüllen, auf der sie zwei von ihr benannte Kontaktpersonen aufführt.

Kann ich Patienten für die Fahrt zum und vom Impfzentrum einen Transportschein ausstellen?​

Zur Verordnung einer Krankenbeförderung zur Corona-Impfung wurde zwischen den GKV-Verbänden in Niedersachsen und der Niedersächsischen Landesregierung das unten verlinkte Schreiben des Landes dargelegte Vorgehen abgestimmt.

 

 

Das Land Niedersachsen bittet Ärzte, die Transportscheine zu Lasten des Landes ausstellen, zusätzlich die ergänzenden Hinweise und die Ausfüllhilfe zu beachten:

 

Wie gehe ich vor, wenn sich ein Geimpfter mit einer über das übliche Maß hinausgehenden Nebenwirkung in meiner Praxis vorstellt?​

Die Behandlung von über das übliche Maß hinausgehenden Nebenwirkungen, die erst im weiteren Verlauf nach der Impfung auftreten (nicht direkt nach der Impfung) erfolgt nicht im Impfzentrum, sondern durch die/den feststellende/n Ärztin/Arzt, es sei denn, die Nebenwirkungen sind so schwerwiegend, dass eine fachärztliche Behandlung bzw. eine Krankenhauseinweisung erforderlich ist. Nur unmittelbar während oder direkt nach der Impfung auftretende Nebenwirkungen können im Impfzentren behandelt werden, diese sind nicht dafür ausgerüstet, auch ggf. erforderliche weitere Therapien durchzuführen.

 

Die Aufklärungsmerkblätter zur Schutzimpfung gegen COVID-19 mit mRNA- und Vektor-basierten Impfstoffen enthalten ausführliche Angaben über typische Impfreaktionen, die lediglich Ausdruck der Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff sind, aber auch über echte Komplikationen im Zusammenhang mit der Impfung. Diese Aufklärungsmerkblätter finden Sie hier.

 

Die Abrechnung der Behandlung von über das übliche Maß hinausgehenden Nebenwirkungen durch niedergelassene Ärztinnen/Ärzte erfolgt als kurativer Fall.

 

Meldung des Verdachts einer Impfnebenwirkung

Nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der Verdacht einer über das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung namentlich meldepflichtig. Darunter sind z.B. allergisch/anaphylaktische Reaktionen auf die Impfung, aber auch ungeklärte Komplikationen in einem direkten zeitlichen Zusammenhang mit der Applikation zu verstehen.

 

Die Meldung erfolgt vom feststellenden Arzt/Ärztin namentlich an das Gesundheitsamt.

 

Die Gesundheitsämter sind nach § 11 Abs. 3 IfSG verpflichtet, die gemeldeten Verdachtsfälle der zuständigen Landesbehörde und der zuständigen Bundesoberbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut, im Einklang mit den Bestimmungen des Datenschutzes in pseudonymisierter Form (personenbezogene Angaben sind unkenntlich zu machen) zu melden.

 

Die Meldepflicht nach IfSG gilt in jedem Fall. Unabhängig davon besteht die Möglichkeit, dass direkt an den Hersteller oder online direkt an das PEI gemeldet wird.

 

Meldeformulare

 

Die Meldung eines Verdachtsfalles einer unerwünschten Impfreaktion ist an das zuständige Gesundheitsamt zu richten. Das für Sie zuständige Gesundheitsamt finden Sie hier.

 

Die Formulare zur Meldung (schriftlich oder online) finden sich auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts.