Rundschreiben

Praxisführung

Änderung der Anlage I (OTC-Übersicht) der Arzneimittel-Richtlinie, Zinkverbindungen

Mit Wirkung zum 4. Mai 2022 wurde die Anlage I der Arzneimittel-Richtlinie geändert und in Nummer 45 Zinkverbindungen das Wort „Haemodialysebehandlung“ durch das Wort „Dialysebehandlung“ ersetzt, so dass die Formulierung nun lautet:

 

Zinkverbindungen als Monopräparate nur zur Behandlung der enteropathischen Akrodermatitis und durch Dialysebehandlung bedingten nachgewiesenem Zinkmangel sowie zur Hemmung der Kupferaufnahme bei Morbus Wilson.

 

Die Anpassung erfolgte vor dem Hintergrund, dass neben der Hämodialyse inzwischen auch weitere Dialyseverfahren wie die Peritonealdialyse oder die Hämofiltration zur Anwendung kommen, so dass auch bei einem nachgewiesenen Zinkmangel durch andere Verfahren der Dialyse Zinkverbindungen ebenso ausnahmsweise verordnungsfähig sind.

 

Die in Anlage I aufgeführten apothekenpflichtigen, nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel sind für die dort genannten Indikationen für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit zu Lasten der GKV verordnungsfähig.

 

Den vollständigen Beschluss des G-BA sowie die vollständige Anlage I der Arzneimittel-Richtlinie finden Sie im Internet unter www.g-ba.de/Richtlinien/Arzneimittel-Richtlinie/Anlage I.