Rundschreiben

Praxisführung

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) wird zum 1. Juli 2022 verpflichtend

Zum 1. Juli 2022 wird die elektronische Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Form der „eAU“ an die Krankenkassen verpflichtend.

 

Das bedeutet, dass ab dem 1. Juli 2022 Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nur noch digital via KIM-Dienst an die zuständige Krankenkasse übermittelt werden dürfen. Praxen, die noch nicht über einen KIM-Dienst verfügen oder hier technische Installationsprobleme haben, müssen über ihr Praxisverwaltungssystem (PVS) mit dem bis dahin installierten eAU-Modul das im Bundesmantelvertrag vorgesehene Ersatzverfahren anwenden.

 

Die AU-Bescheinigung wird dabei über ein Stylesheet in mehrfacher Ausfertigung für den Patienten, die Krankenkasse und den Arbeitgeber ausgedruckt. Die bisherige Übergangsregelung für Praxen (Nutzung des „gelben Scheins“ (Muster 1), solange die technischen Voraussetzungen für die eAU in der Praxis noch nicht vorliegen) läuft zum 30. Juni 2022 aus. Dies bedeutet auch, dass seitens der gesetzlichen Krankenkassen keine Finanzierung der Muster 1-Formulare über den 30.Juni 2022 hinaus besteht und es daher keine Bestellmöglichkeit mehr beim Paul-Albrecht-Verlag gibt.

 

Die KVN empfiehlt dringend, sich mit dem TI-Ansprechpartner (Dienstleister vor Ort, PVS Anbieter) in Kontakt zu setzen, um ggf. versäumte Installation des eAU-Moduls sowie die Einrichtung des KIM-Dienstes in der Praxis-Software bis Ende Juni vorzunehmen.