Rundschreiben

Praxisführung

Lieferengpass Tamoxifen - Großhandel muss vorrangig importiertes Tamoxifen aufbrauchen

Um den bestehenden versorgungsrelevanten Lieferengpasses von tamoxifenhaltigen Arzneimitteln zu überbrücken, ordnet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) an, dass der pharmazeutische Großhandel eine bevorzugte Abgabe der tamoxifenhaltigen Importarzneimittel vorzunehmen hat.

 

Arzneimittel, die im Rahmen einer Gestattung zur Überbrückung des Lieferengpasses importiert wurden, sind durch den Großhandel vorrangig abzugeben. Dies schließt auch Fälle ein, in denen sich die Bestellung von Apotheken beim Großhandel auf ein anderes und verfügbares tamoxifenhaltiges Fertigarzneimittel bezieht.

Hintergrund des Beschlusses: nach der Aufhebung des Versorgungsmangels ist eine kontinuierliche Bereitstellung tamoxifenhaltiger Arzneimittel sicherzustellen.

 

Daher ist es notwendig, dass die auf der Grundlage von Ausnahmegenehmigungen importierten und verkehrsfähigen tamoxifenhaltigen Importarzneimittel aufzubrauchen sind. Die tamoxifenhaltigen Arzneimittel mit deutscher Zulassung sollen erst dann dem Markt zugeführt werden, wenn die importierten Arzneimittel aufgebraucht sind.

 

Alle wesentlichen Informationen zu dem aktuellen Bescheid des BfArM über die Anordnung für tamoxifenhaltige Arzneimittel finden Sie auf der Internetseite des BfArM unter dem folgendem Link: https://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Arzneimittelinformationen/Lieferengpaesse/Tamoxifen/_node.html