Pressekonferenz in der KVN-Bezirksstelle Aurich
Die Botschaft der Pressekonferenz war klar: Das am 10. Juli 2026 beschlossene Beitragssatzstabilisierungsgesetz trifft die ambulante Versorgung in Niedersachsen aus unserer Sicht überproportional. Nach Berechnungen der KVN stehen damit jährlich rund 380 Millionen Euro für die ambulante Versorgung in Niedersachsen auf dem Spiel.
Was hinter diesen Zahlen steht, wird vor Ort besonders deutlich. Niedergelassene
Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sind gerade in Ostfriesland für die Menschen häufig die erste und wichtigste Anlaufstelle. Sie sichern wohnortnahe Versorgung, begleiten chronisch Erkrankte und übernehmen tagtäglich Verantwortung für ihre Patientinnen und Patienten.
Wenn gleichzeitig die finanziellen Spielräume der Praxen weiter eingeschränkt werden, ist die entscheidende Frage deshalb nicht nur, was eine einzelne Praxis leisten kann. Es geht darum, ob wir auch künftig genügend Ärztinnen und Ärzte und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten dafür gewinnen können, sich niederzulassen und bestehende Praxen fortzuführen.
Umso wichtiger ist es, dass wir über diese Entwicklungen informieren und den Dialog mit Politik, Öffentlichkeit und den Menschen vor Ort suchen. Im Anschluss an die Pressekonferenz bot daher das Sommerfest der KVN-Bezirksstelle Aurich Gelegenheit für zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Gesundheitswesen, der Politik und der Region. Der persönliche Austausch bleibt ein wichtiger Baustein, um gemeinsam Lösungen für die ambulante Versorgung der Zukunft zu entwickeln.
Foto: Sprachen mit der Presse vor Ort (von links): Die Vorsitzende des Bezirksausschusses Mareike Grebe, der KVN-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch und der Geschäftsführer der KVN-Bezirksstelle Aurich Dieter Krott.

