Heilmittel

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Verordnungen außerhalb des Regelfalles

Reichen die im Heilmittelkatalog definierten möglichen Therapieeinheiten im Einzelfall nicht aus, um das angestrebte Therapieziel zu erreichen, kann der Vertragsarzt eine Verordnung außerhalb des Regelfalls ausstellen.

Bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls ist eine besondere Begründung mit prognostischer Einschätzung auf dem Verordnungsblatt anzugeben. Die Verordnungsmenge ist abhängig von der Behandlungsfrequenz so zu bemessen, dass mindestens eine ärztliche Untersuchung innerhalb einer Zeitspanne von zwölf Wochen nach der Verordnung gewährleistet ist. Verordnungen außerhalb des Regelfalls sind grundsätzlich von der Krankenkasse zu genehmigen, es sei denn, die Krankenkasse verzichtet auf die Vorlage (§ 8 Abs. 4 HeilM-RL). Im Downloadbereich finden Sie eine Übersichtsliste der Krankenkassen zum Genehmigungsverzicht.

 

Langfristige Genehmigung von Verordnungen außerhalb des Regelfalls
(§ 32 Abs. 1a SGB V / § 8 Abs. 5 HeilM-RL)

 

Die Krankenkasse kann gem. § 8 Abs. 5 der Heilmittel-Richtlinie bei besonderer Schwere von funktionellen/strukturellen Schädigungen auf Antrag des Versicherten langfristige Genehmigungen für Verordnungen außerhalb des Regelfalls ausstellen. Mehr darüber erfahren Sie auf der Seite Langfristdiagnosen/Besondere Verordnungsbedarfe