Grundlegendes zur Testung von Patienten und zu den Praxisabläufen

Coronavirus

Grundlegendes zur Testung von Patienten und zu den Praxisabläufen

Was soll ich tun, wenn ich Symptome einer Coronavirus-Infektion bei mir oder meinem Kind feststelle?

Bitte gehen Sie nicht einfach direkt in eine Arztpraxis oder Bereitschaftsdienstpraxis, sondern melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Arzt. Außerhalb von dessen Praxisöffnungszeiten wenden Sie sich bitte telefonisch an die 116 117. Teilen Sie dort Ihre Befürchtung mit und besprechen Sie das weitere Vorgehen.


Der (Haus-)Arzt oder der Bereitschaftsdienstarzt wird dann telefonisch eine Befragung mit Ihnen durchführen und beurteilen, wie wahrscheinlich eine Coronavirus-Infektion bei Ihnen ist. Falls notwendig, führt die Praxis den Abstrich selbst durch oder vermittelt Sie an eine entsprechend ausgestattete Praxis.


Nach der Durchführung des Abstrichs sollten Sie bis zum Eintreffen des Ergebnisses im häuslichen Umfeld bleiben. Der (Haus-)Arzt oder der Bereitschaftsdienstarzt unterrichtet Sie über das Testergebnis. Sollten Sie tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert sein, legt der Arzt gemeinsam mit Ihnen unter Beteiligung des zuständigen Gesundheitsamtes die weiteren Maßnahmen fest.

Kann ich mich auch testen lassen, wenn ich keine Symptome habe? Wer bezahlt das?

Im Rahmen der sogenannten Bürgertestung hat jeder Anspruch auf mindestens einmal wöchentliche Testung im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazitäten. Aktuelle Informationen zum Thema finden Sie  hier

Wie kann ich bei mir oder meinem Kind die kostenlose Bürgertestung durchführen lassen?

Ärzte, die an der kostenlosen Bürgertestung teilnehmen, finden Sie in der Arztauskunft Niedersachsen. Bitte wählen Sie hierzu in den Suchkriterien unter „Besonderheiten“ das Kriterium „Corona-Schnelltests“ aus.

 

Bitte beachten Sie, dass im Rahmen der kostenlosen Bürgertestung Anspruch auf sogenannte Point-of-Care-Antigentests besteht, also auf vor Ort durchgeführte Antigen-Schnelltests. Ein Anspruch auf PCR-Testungen besteht im Rahmen der Bürgertestung nicht.

Kann ich einen Coronavirus-Test verweigern?

Kontaktieren Sie hierzu bitte die Corona-Hotline des Landes Niedersachsen.

Wie läuft das mit der Quarantäne nach einem positiven Test?

Informationen dazu finden Sie hier

Falls Sie während der Quarantäne Symptome einer COVID-19-Erkrankung entwickeln sollten und/oder es Ihnen gesundheitlich schlechter geht, setzen Sie sich bitte umgehend telefonisch mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Können U-Untersuchungen von Kindern in der derzeitigen Situation auch auf außerhalb der vorgegebenen Zeiträume verschoben werden?

Ab sofort können U-​Untersuchungen ab der U6 auch bei Überschreitung der Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten durchgeführt und abgerechnet werden. Die Zeiträume für die Kinder-​Früherkennungsuntersuchungen sind in der Kinder-​ Richtlinie geregelt und entsprechend im EBM festgelegt. Für die U6, U7, U7a, U8 und U9 werden diese festen Zeiträume ausgesetzt. Diese Sonderregelung gilt solange, wie der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt – und bis zu drei Monate darüber hinaus.

 

Der GBA hat eine Verlängerung dieser Frist bis zum 30. Juni 2022 mitgeteilt. Die eigentlich vorgegebenen Untersuchungszeiträume können somit weiterhin überschritten werden.

Kann mein Arzt das Tragen einer Maske in seiner Praxis vorschreiben?

Patientinnen und Patienten müssen aufgrund der aktuellen Vorgaben in Arztpraxen in der Regel eine Maske tragen. Auch Ärzte und Psychotherapeuten sind grundsätzlich zum Tragen einer Maske verpflichtet. Dabei muss es sich nach den derzeitigen gesetzlichen Regelungen um medizinische Masken handeln.

Ist das ärztliche Attest über die Befreiung der Maskenpflicht eine Kassenleistung?

Nein, das Ausstellen eines ärztlichen Attests über die Befreiung der Maskenpflicht ist keine vertragsärztliche Leistung. Vielmehr ist eine derartige Bescheinigung privat zu bezahlen.

Welche Personen sind nach der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus von der Verpflichtung, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, ausgenommen?

Personen, für die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, zum Beispiel einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und die dies glaubhaft machen können, und Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres sind von der Verpflichtung ausgenommen.

Was mache ich, wenn ich aufgrund der Pandemie psychotherapeutische Unterstützung benötige?

Wenden Sie sich während der telefonischen Erreichbarkeit an einen Psychotherapeuten Ihrer Wahl. Die in der jeweiligen Region tätigen Psychotherapeuten und die telefonischen Sprechzeiten entnehmen Sie bitte der Internetseite www.arztauskunft-niedersachsen.de. Für die erstmalige Inanspruchnahme einer psychotherapeutischen Sprechstunde können Sie sich auch an die Terminservicestelle der KVN unter www.116117.de oder der Telefonnummer 117117 wenden.