Pressemitteilung

2. eHealth-Kongress in Hannover - KI im Praxisalltag

KVN_eHealthKongress260926_Fotos-AndreaSeifert-2-106

Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen richtet Fokus auf Künstliche Intelligenz in der ambulanten Versorgung

 

Am 26. September 2026 fand in Hannover der 2. eHealth-Kongress der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) statt. Rund 180 Vertreterinnen und Vertreter des niedersächsischen Gesundheitswesens sowie aus Politik und Verwaltung informierten sich und diskutierten gemeinsam zum Thema „KI im Praxisalltag“.

 

 

e-Health Kongress 2026

KVN-Vorständin Nicole Löhr eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit dem Niedersächsischen Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi. Löhr sagte zur Begrüßung: „Der 2. eHealth-Kongress der KVN legt den Fokus auf die Zukunft der ambulanten medizinischen Versorgung: Künstliche Intelligenz. Während KI beispielsweise in der Radiologie bereits etabliert ist, hält sie nun auch Einzug in die haus- und fachärztliche Versorgung.“ Löhr richtete beim Kongress den Blick auch stark auf rechtliche Rahmenbedingungen, Datenschutz und regulatorische Anforderungen. „Die Frage, wie innovative Technologien sicher und verantwortungsvoll in den Alltag integriert werden könnten, ist für die Praxen entscheidend und bestimmt letztendlich den Erfolg der KI in der ambulanten Versorgung.“

 

Dr. Kristina Spöhrer, Hausärztin in Winsen an der Luhe und Vorsitzende des Digitalisierungsausschusses der KVN, bestätigte, dass KI von den Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten immer stärker in den Praxisalltag integriert wird – zum Nutzen vor allem auch der Patientinnen und Patienten. „KI-gestützte Sprachmodelle können Patientengespräche im Hintergrund erfassen und daraus innerhalb kurzer Zeit strukturierte Gesprächsprotokolle oder Entwürfe für Arztbriefe erstellen. Ärztinnen, Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten müssen während der Anamnese weniger dokumentieren. Sie gewinnen Zeit für das Gespräch und für die Beziehung zu ihren Patientinnen und Patienten“, sagte die Hausärztin. Neben Bürokratieabbau und schnelleren Prozessen sieht Spöhrer vor allem bei der Unterstützung der KI in medizinischen Fragen großes Potenzial. „Doch auch wenn uns KI im Alltag immer stärker unterstützt, die Ärztin, der Arzt oder die jeweiligen Psychotherapeuten müssen am Ende das letzte Wort behalten“, so Spöhrer.

 

Unter den weiteren Referentinnen und Referenten des Tages waren unter anderem Dr. Sibylle Steiner, Vorständin der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Florian Fuhrmann, Geschäftsführer der gematik und Prof. Dr. med. Sylvia Thun, Direktorin der Core Unit eHealth und Interoperabilität am Berlin Institute of Health in der Charité.