Pressemitteilung

Corona-Impfungen müssen wie Grippeschutzimpfungen in den Praxisalltag integriert werden

Rund 9.000 niedersächsische Praxen können impfen

 

Bund und Länder haben am 3. März vereinbart, dass Arztpraxen möglichst schnell mit den Corona-Impfungen beginnen können. Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat auf ihrer Sitzung am Freitag, dazu klare Forderungen an die Politik in einer Resolution formuliert.

 

„Die Politik scheint verstanden zu haben, dass Corona-Impfungen in die Praxen gehören. Impfungen sind ein zentraler Bestandteil der kassenärztlichen Tätigkeit. Tagtäglich werden eine Vielzahl von Impfungen in den Arztpraxen von den Kolleginnen und Kollegen vorgenommen. Über 9.000 Kassenärztinnen und Kassenärzte mit ihren Praxisteams im Land Niedersachsen haben der KVN signalisiert, dass sie Corona-Impfungen in ihren Praxen vornehmen können und wollen. Nur so ist das politische Ziel zu erreichen, eine Herdenimmunität bis zum Ende des Sommers aufzubauen. Gleichzeitig ergeben sich durch die dezentrale Struktur und die kurzen Wege Vorteile für alle Menschen im Land. Die 50 Impfzentren sollen weiterhin in klar definierten Priorisierungsstrukturen ihre Tätigkeit weiterführen.

 

Mit neun am 26. Januar und 1. März gestarteten Pilotpraxen in Niedersachsen testet die KVN und das Land Niedersachsen ein bestmögliches flächendeckendes Ausrollen der Impfungen. Jetzt ist der Bundesgesundheitsminister gefordert. Die neue Impfverordnung darf kein Bürokratiemonster für die Praxen werden. Die Impfungen müssen sich problemlos in den Praxisalltag integrieren lassen. Denn die Kolleginnen und Kollegen müssen auch weiterhin für ihre Patienten da sein.“

 

Daher fordert die KVN-Vertreterversammlung:

  1. Problemlose Belieferung der Arztpraxen mit Impfstoffen.
  2. Einfache Lagerungsmöglichkeiten für die Impfstoffe.
  3. Unbürokratische Patientenaufklärung, Dokumentation und Meldewege der Impfungen
  4. Unbürokratisches Einladungsverfahren der zu Impfenden.
  5. Keine Priorisierung der zu Impfenden durch die Ärztinnen und Ärzte in den Praxen.
  6. Gerechte Honorierung der Impfleistungen.