Pressemitteilung

Corona-Tests für medizinisches Personal und Risikogruppen sind wichtiger als für Reiserückkehrer

Medizinisches Personal erhält im Regelfall keine kostenfreien Testungen

 

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) kritisiert die Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn, Reiserückkehrern aus dem Ausland nach Deutschland kostenlos Corona-Tests anzubieten.

 

Türkei, USA, aber auch Luxemburg: Wer aus einem der etwa 130 Risikogebiete nach Deutschland reist, muss einen Corona-Test an Flughäfen oder Seehäfen machen. Einreisende aus anderen Ländern können einen Test in Arztpraxen wahrnehmen. Dies sehen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor. Entsprechende Verordnungen sollen nächste Woche in Kraft treten.

 

„Die Testung von medizinischem Personal in ambulanten Arztpraxen, die mit einer Vielzahl von chronischen Kranken und alten Menschen intensiv in Berührung kommen, ist nicht vorgesehen. Gleiches gilt für die Risikogruppen selbst. Bevor Reisende massenhaft getestet werden, sollte das Praxispersonal, das sich täglich für die Gesundheit der Bevölkerung einsetzt, eher einen kostenfreien Test angeboten bekommen.“, sagte der KVN-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch, heute in Hannover. Wer in ein Risikogebiet reist, muss wissen, was er da tut, und sich über die Konsequenzen bewusst sein – auch über die Bezahlung der Testungen aus eigener Tasche.“