Pressemitteilung

Flexible Nutzung der Videosprechstunde weiterhin erforderlich

KVN fordert Verlängerung der Corona-Sonderregelungen

 

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat heute in Hannover das Auslaufen von Corona-Sonderregelungen für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zum 31. März 2022 kritisiert.

 

„Die Inzidenz-Höchststände zeigen: Die Pandemie ist nicht vorbei. Um Patientinnen und Patienten optimal zu schützen, müssen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten weiterhin flexibel per Videosprechstunde behandeln dürfen“, forderte Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KVN. „Eine weitere Verlängerung der Corona-Sonderregelungen zur Videobehandlung ist  unverzichtbar. Auch auf die erweiterten Möglichkeiten der telefonischen Beratung kann in vielen Regionen angesichts schlechter Internetverbindungen nicht verzichtet werden“, so Barjenbruch.

 

Mit dem Auslaufen der Corona-Sonderregelungen Ende März wird der zulässige Umfang von Videobehandlungen wieder auf maximal 20 Prozent der jeweiligen Leistung und 20 Prozent der Patientinnen und Patienten pro Quartal begrenzt. „Diese Begrenzung der Videobehandlung gefährdet in der weiterhin angespannten Lage, die durch die Versorgung der Geflüchteten aus der Ukraine verschärft worden ist, die psychotherapeutische Versorgung“, sagte der KVN-Vorsitzende.

 

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten müssten auch in Zukunft eigenverantwortlich entscheiden können, ob und wie oft eine Videobehandlung erforderlich und angemessen ist. Grundsätzlich sollten die Regelungen zum Einsatz von Videobehandlungen für gesetzlich Krankenversicherte weiterhin flexibel eingesetzt werden können.

 

„Gerade die Pandemiesituation erlaubt es aber vielen Patientinnen und Patienten aus verschiedenen Gründen nicht, eine psychotherapeutische Praxis aufzusuchen. Quarantäne und die Infektionsgefahr auf dem Weg in eine Praxis stehen dem Praxisbesuch entgegen“, so der KVN-Chef.