Pressemitteilung

KVN kritisiert Impfungen in den Apotheken

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat sich heute in Hannover ablehnend gegen den Modellversuch “Grippeschutzimpfung in Apotheken“ ausgesprochen.

 

„Ein gesundheitspolitisch unausgereifter Schnellschuss mit fatalen Folgen für die Gesundheitsversorgung in Niedersachsen“, bewertet der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVN, Dr. Jörg Berling, die Öffnung der Apotheken für Grippeimpfungen.  Eine Grippeimpfung könne nicht im Vorbeigehen ohne ärztliche Beratung erfolgen.

 

„Impfen ist eine originär ärztliche Tätigkeit. Die Ausbildung zur Ärztin und zum Arzt rechtfertigt das in diese Berufsgruppe gesetzte Vertrauen. Ärztinnen und Ärzte wissen, was im Zusammenhang mit Impfungen zu tun ist. Bei jeder Impfung kann es zu Komplikationen kommen. Diese werden dann adäquat eingeordnet und behandelt. Daher sollten sich Bürgerinnen und Bürger vertrauensvoll an ihre Ärztin oder ihren Arzt wenden“, so der KVN-Vize.

 

Die KVN bewertet den Modellvertrag als „Schlag ins Gesicht der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte“. Dr. Berling macht das auch an der Vergütung fest: Eine Kassenarztpraxis erhalte für die Impfung weniger als die Apotheke.