Pressemitteilung

Patienten können zentrale Testeinrichtungen von Verdachtsfällen auf COVID-19 nur nach Anmeldung durch Hausärzte oder Bereitschaftsdienstärzte aufsuchen

Zentrale Einrichtungen zur Testung von Verdachtsfällen auf COVID 19 gestartet

 

Die erste zentrale Testeinrichtung von Verdachtsfällen auf COVID-19 ist heute in Niedersachsen gestartet. Weitere Einrichtungen werden morgen und in den kommenden Tagen folgen. Darauf macht die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) heute in Hannover aufmerksam.

 

Die KVN unterstreicht, dass die zentralen Einrichtungen die Abstriche nur bei klassifizierten Patienten durchführen. Sie arbeiten nur auf direkte Anmeldung von konkreten Patienten durch deren Hausärzte oder durch die Ärzte des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes. Der Hausarzt ist weiter für die Behandlung des Patienten inklusive gegebenenfalls notwendiger Einweisung in ein Krankenhaus, Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und Meldung an das Gesundheitsamt verantwortlich. Durch die Durchführung der Testung in der zentralen Einrichtung wird der persönliche Kontakt von möglicherweise Erkrankten mit den anderen Patienten und den Mitarbeitern von Hausarztpraxen eingeschränkt - und damit die mögliche Verbreitung der Erkrankung. Außerdem erfolgt ein effektiverer Umgang mit den Schutzutensilien.

 

Das Ablaufschema sieht so aus: Patienten melden sich in begründeten Fällen telefonisch bei ihrem Hausarzt oder nach Sprechstundenschluss beim kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116117). Der Hausarzt oder der Bereitschaftsdienstarzt führt telefonisch eine Befragung des Patienten durch und klassifiziert den Fall. Falls der Patient getestet werden muss, organisiert der Arzt telefonisch einen Termin bei der zentralen Testeinrichtung für den Abstrich. Nach der Durchführung des Abstrichs in der zentralen Einrichtung sollte der Patient bis zum Eintreffen des Ergebnisses sich im häuslichen Umfeld aufhalten. Der Hausarzt beziehungsweise Bereitschaftsdienstarzt unterrichtet den Patienten über das Testergebnis. Bei einem positiven Ergebnis erörtert der Arzt gemeinsam mit dem Patienten unter Beteiligung des zuständigen Gesundheitsamtes die weiteren Maßnahmen.