Routineversorgung in Kassenarztpraxen wieder möglich

Routineversorgung in Kassenarztpraxen wieder möglich

Unbehandelte Erkrankungen können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben

 

Aufgrund der COVID-19-Pandemie ist auch in Niedersachsen die ärztliche Versorgung in den rund 13.800 Arzt- und Psychotherapeutenpraxen in den vergangenen Wochen heruntergefahren worden. Vor dem Hintergrund des Lockdowns  waren diese Einschränkungen nötig und sinnvoll.

 

„Mit Blick auf die abnehmenden Patientenkontakte in den Praxen, die bisherige Entwicklung der Pandemie und die Ausstattung der Ärztinnen und Ärzte mit Schutzkleidung ist es an der Zeit, die Risiken einer nicht ausreichenden Vorsorge und Behandlung stärker in den Blick zu nehmen. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen hat daher den Ärztinnen und Ärzten empfohlen, die reguläre Versorgung der Patientinnen und Patienten schrittweise und mit allen notwendigen Schutzmaßnahmen wiederaufzunehmen“, sagte Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KVN heute in Hannover.

 

In den vergangenen Wochen seien viele planbare Operationen und medizinische Vorsorgeuntersuchungen aufgeschoben worden. Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen hätten nur in dringenden Fällen ärztliche Hilfe in Anspruch genommen. „Dies sei der richtige Schritt gewesen, um die Patientinnen und Patienten nicht dem Risiko einer COVID-19-Erkrankung auszusetzen und das Gesundheitssystem vor einer befürchteten Überlastung zu schützen. Mittlerweile werden die Patientenströme so gelenkt, dass ein Infektionsrisiko in den Praxen minimiert werden kann. Daher kann das ambulante Gesundheitssystem wieder zur Regelversorgung übergehen“, so Barjenbruch.