Pressemitteilung

Uni-Medizin in Oldenburg muss ausgebaut werden

Fortbildung

Für die Gewinnung von Ärztenachwuchs ist der Ausbau der European Medical School unerlässlich

 

Das Land Niedersachsen stoppt die finanziellen Mittel für die notwendige Erweiterung der Universitätsmedizin in Oldenburg. „Eine fatale Fehlentscheidung“, bedauert der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Mark Barjenbruch, heute in Hannover.

 

„Wir sind enttäuscht darüber, dass sich das Land nicht zu eine klaren und langfristigen Finanzierung der European Medical School in Oldenburg durchringen konnte. Hier spart das Land eindeutig an der falschen Stelle“, so Barjenbruch.

 

Der Bezirksausschussvorsitzende der KVN-Bezirksstelle Oldenburg und Vorsitzende der KVN-Vertreterversammlung, Dr. Christoph Titz, ergänzt: ,,Zur Gewinnung von ärztlichen Nachwuchs für eine flächendeckende hausärztliche und fachärztliche Versorgung ist der Ausbau der EMS unerlässlich. Alle Förderprogramme für den ärztlichen Nachwuchs sind zum Scheitern verurteilt, wenn es keine zusätzlichen Kapazitäten für Studienanfängerinnen und -anfänger der Humanmedizin in Niedersachsen gibt. Diese zusätzlichen Kapazitäten sind im niedersächsischen Koalitionsvertrag von SPD und CDU vereinbart und müssen eingehalten werden. Ich fordere die Landesregierung auf, die Entscheidung zu überdenken.“

 

„Die KVN setzt sich für die flächendeckende Sicherstellung der ärztlichen Versorgung ein. Gleiches erwarten wir vom Land. Alle Beteiligten müssen jetzt ihrer Verantwortung für die ärztliche Nachwuchsförderung bewusst werden und die nötigen finanziellen Mittel bereitstellen. Wenn die Politik eine verbesserte und umfassendere Versorgung der Bevölkerung fordert, dann müssen sie die zusätzlichen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Wir dürfen keine Zeit mehr vergeuden", so Barjenbruch.