TSVG-Vergütung: KBV und Krankenkassen erzielen Einigung

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TSVG-Vergütung: KBV und Krankenkassen erzielen
Einigung

Bei den Verhandlungen zur Umsetzung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband  am 19. Juni im Bewertungsausschuss auf konkrete Eckpunkte geeinigt.

Zunächst wurden Eckpunkte zur Änderung des einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) in Hinblick auf den Terminservicestellenterminfall, den Terminservicestellenakutfall sowie die Zuschlagsregelung für den Hausarzt bei der Vermittlung eines dringenden Termins beim Facharzt festgelegt. Diese Eckpunkte sollen in einem Beschluss der Änderung des EBM spätestens im August mit Wirkung zum 1. September 2019 erfolgen.

 

Darüber hinaus wurden Regelungen zur extrabudgetären Vergütung nach dem TSVG getroffen. Nachdem auf der Bundesebene zunächst die Ausgestaltung streitig war, haben sich die Partner im Bewertungsausschuss nun darauf verständigt, in allen vier TSVG-Konstellationen alle Leistungen im Arztgruppenfall extrabudgetär zu vergüten. Der Arztgruppenfall bedeutet: Leistungen, die von derselben Arztgruppe in derselben Arztpraxis innerhalb desselben Kalendervierteljahres an demselben Versicherten ambulant zu Lasten der selben Krankenkasse durchgeführt worden sind.

 

Eine Übersicht über die möglichen Konstellationen gibt die folgende Tabelle:

TSVG Fallkonstellationen