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Pflanzen in Praxisräumen
Grünpflanzen sind optisch ein angenehmer Farbtupfer und sind nicht nur dekorativ, sie können auch eine beruhigende Wirkung auf Patienten und das Personal entfalten.
Aber: Bei allen Topfpflanzen besteht die Gefahr, dass die Blumenerde von Bakterien und Pilzen oder Insekten befallen werden kann. Sporenbildende Erreger und Bakterien können im Extremfall schwere Lungenentzündungen und Wundinfektionen hervorrufen. Des Weiteren muss dringend auf Übertöpfe mit stehendem Wasser geachtet werden, denn hier kann eine hohe Keimzahl von gramnegativen Stäbchenbakterien entstehen, die dringend zu vermeiden ist. Die Pflanze Ficus Benjamin kann häufig Allergien (Heuschnupfen) auslösen.
Der richtige Standort von Pflanzen ist entscheidend. Im Eingangs- und Flurbereich und im Schreibzimmer können Sie Hydrokulturen aufstellen, aber auch nur dann, wenn diese regel-mäßig gepflegt, gereinigt und auf Schimmelbefall geachtet wird. Hydrokulturen sind deutlich weniger belastet, aber nicht völlig keimfrei. Künstliche Blumen und Trockengestecke müssen engmaschig feucht entstaubt werden; Schnittblumen sind tolerabel.
In Behandlungsräumen und Laboren sollte aus genannten Gründen gänzlich auf künstliche oder echte Pflanzen verzichtet werden.
Nicht vergessen: Nach Kontakt mit Pflanzen ist die Händehygiene zu beachten!
Hygiene-Berater der KV-Niedersachsen
Frau Marlen Hilgenböker
Telefon: 0511 380-33 11
Frau Sandra Dombrowsky
Telefon: 0511 380-3637
E-Mail: Hygiene@kvn.de