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„Wer hilft, verdient Respekt.“

Wer hilft, verdient Respekt.

Landesweite Kampagne gestartet - Fokus auf Arztpraxen und öffentlichen Raum

 

Das Niedersächsische Gesundheitsministerium startete im September gemeinsam mit der Ärztekammer Niedersachsen, dem Marburger Bund Niedersachsen, der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen die landesweite Kampagne „Wer hilft, verdient Respekt“, um auf die wiederholte und zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im Gesundheitswesen aufmerksam machen und für einen respektvollen Umgang miteinander im Gesundheitswesen zu sensibilisieren. Gesundheitsminister Philippi sagte: „Respekt gegenüber den Beschäftigten im Gesundheitswesen ist Voraussetzung für ein funktionierendes Gesundheitswesen und eine sichere Versorgung der Bevölkerung.“

 

Gewalt und respektloses Verhalten gegenüber Beschäftigten im Gesundheitswesen stellen eine zunehmende Herausforderung dar. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Beschäftigten und die Einrichtungen, sondern letztlich auch auf die Versorgungssicherheit. Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, sagte hierzu: „In Praxen nimmt die Gewalt zu. Die meisten Praxen klagen über eine zunehmende Aggressivität und Respektlosigkeit von Patienten. Beschimpfungen und Beleidigungen gehören mittlerweile zum Praxisalltag. Einen Grund sehen wir in einem gestiegenen Anspruchsdenken, das teilweise von der Politik und den Krankenkassen geschürt wird. Patienten werden teilweise beleidigend und ausfallend, wenn sie nicht sofort drankommen oder nicht alles auf Rezept verordnet wird.“

 

Begleitende Bundesratsinitiative

Das Niedersächsische Gesundheitsministerium hat bereits im vergangenen Jahr eine Bundesratsinitiative zur Verbesserung des Schutzes der Mitarbeitenden im Gesundheitswesen eingereicht. Mit der Bundesratsinitiative wird die Bundesregierung aufgefordert, zeitnah einen Gesetzentwurf zur Verbesserung des Schutzes von Beschäftigten im Gesundheitswesen vorzulegen. Neben möglichen strafrechtlichen Anpassungen fordert Niedersachsen auch Maßnahmen zur Prävention von Gewalt, zur Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen und Deeskalationskonzepten sowie zur Verbesserung der Personalausstattung im Gesundheitswesen.

 

Fokus der Kampagne: Verteilung von Plakaten und Informationspostkarten an Praxen

Im Fokus der Kampagne steht die Verteilung von Plakaten und Informationspostkarten an niedersächsische Arztpraxen und Krankenhäuser, Media-Kits sowie eine niedersachsenweite Plakatierung im öffentlichen Raum und Kinowerbung.

Mehr unter: https://www.ms.niedersachsen.de/gemeinsam_fur_respekt_im_gesundheitswesen/gemeinsam-fur-respekt-im-gesundheitswesen-253066.html

 

Bildunterschrift: Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KVN (2.v.l.) präsentierte die Kampagne gemeinsam mit den Kooperationspartnern im Niedersächsischen Landtag. Mit dabei der Niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi (vorne Mitte).