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Was muss ich zur Anzahl der Impfstoffdosen und hierbei insbesondere für den für den COVID-19 Vaccine Janssen beachten?

Ab dem 15. Januar 2022 gelten für Impfnachweise im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und der Coronavirus-Einreiseverordnung geänderte Kriterien. Darauf weist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hin und listet die Kriterien zum Nachweis eines vollständigen Impfschutzes wie folgt auf:  

 

a) verwendete Impfstoffe,

b) die für einen vollständigen Impfschutz erforderliche Anzahl an Einzelimpfungen,

c) für einen weiterhin vollständigen Impfschutz erforderliche Auffrischimpfungen,

d) Intervallzeiten, die nach einer Impfung für einen vollständigen Impfschutz abgewartet werden müssen und die höchstens zwischen Einzelimpfungen oder Auffrischimpfungen liegen dürfen.

 

Auf der Internetseite des PEI sind für alle zugelassen Impfstoffe die Anforderungen für den vollständigen Impfschutz – unterteilt nach Verwendung nur eines Impfstoff (homologes Impfschema) oder mit verschiedenen Impfstoffen (heterologes Impfschema) – in einer tabellarischen Übersicht anschaulich dargestellt

https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-inhalt.html?nn=169730&cms_pos=3

 

Für den COVID-19-Impfstoff Janssen ist laut Fachinformation weiterhin nur eine Impfstoffdosis zur Grundimmunisierung erforderlich. Die STIKO empfiehlt jedoch allen Personen, die bisher eine Dosis COVID-19-Impfstoff Janssen erhalten haben, zur Optimierung der Grundimmunisierung eine zweite Impfstoffdosis mit einem mRNA-Impfstoff in einem Mindestabstand von 4 Wochen zur ersten Impfstoffdosis. Die STIKO empfiehlt darüber hinaus mindestens drei Monate nach erfolgter Grundimmunisierung eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Stand 21. Dezember 2021).

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

 

Gemäß den vom PEI im Benehmen mit dem RKI unter Berücksichtigung des aktuellen Stands der medizinischen Wissenschaft veröffentlichten Vorgaben beträgt die Anzahl der Impfstoffdosen für den COVID-19 Vaccine Janssen für eine vollständige Impfung damit aus einer zweimaligen Impfung. Dies gilt sowohl dann, wenn nur mit Janssen geimpft wird (homologes Zwei-Dosis-Regimes), als auch bei Anwendung eines heterologes Impfschemas. Janssen-Geimpfte gelten nur dann als geimpft, wenn sie zwei Impfungen erhalten haben und nur dann als geboostert, wenn sie insgesamt drei Impfungen erhalten haben. Gemäß STIKO-Empfehlung soll der Impfstoff Janssen ab 60 Jahren verwendet werden.

 

Eine einzelne Impfstoffdosis kann nur noch in den vom PEI genannten Ausnahmefällen ausreichend sein

https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-inhalt.html?nn=169730&cms_pos=3

 

Derzeit sind vom PEI noch keine Angaben zu Auffrischimpfungen und entsprechenden Intervallzeiten veröffentlicht.

 

Weitere Informationen zu einzelnen Impfstoffen finden sie bei der STIKO

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/02/Art_01.html

Besteht ein Anspruch auf „Freitestung“ zur Verkürzung der Absonderungszeit nach der Coronavirus-Testverordnung?

Sowohl Personen, bei denen in den letzten 14 Tagen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen worden ist und die abgesondert sind als auch asymptomatische Kontaktpersonen i. S. d. §2 Absatz 2 TestV, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten, haben einen Anspruch auf Testung.

 

Eine Übersicht über die derzeit bestehenden Möglichkeiten zur Abrechnung von SARS-CoV-2-Abstrichen finden Sie hier.

 

Die aktuellen Hinweise des Landes Nds zur Quarantäne finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/Quarantaene/hinweise-zur-quarantane-187498.html

Welches Impfzertifikat soll nach Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson ausgestellt werden?

Aufgrund der Änderung der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung müssen ab dem 15. Januar 2022 die Zertifikate wie folgt ausgestellt werden:

  1. Impfung (Impfstoff von Janssen): Impfung 1 von 2
  2. Impfung (mRNA-Impfstoff): Impfung 2 von 2 (Patient gilt als „vollständig geimpft“ im Sinne der o.g. Verordnung)
  3. Impfung (mRNA-Impfstoff; „Auffrischimpfung“): Impfung 3 von 3

 

Personen, die bereits vollständig geimpft sind, benötigen also das Zertifikat „Impfung 2 von 2“ um ihren vollständigen Impfschutz nachweisen zu können. Ist die Auffrischungsimpfung die dritte Impfung, dann muss auf dem Zertifikat Impfung 3 von 3 stehen.

 

Informationen zur notwendigen Anzahl an Impfdosen sind auf den Internetseiten des Paul-Ehrlich-Instituts zu finden

https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-inhalt.html?nn=169730&cms_pos=3

           

Informationen des RKI zum Impfzertifikatsservice inkl. Kontaktmöglichkeiten zum dortigen Support bei technischen Problemen finden Sie hier.

Wie rechne ich die Abstrichentnahme bei symptomatischen Patienten ab?

Seit dem 1. Januar 2022 kann die KVN-​interne Sonderziffer 97123 für die Abstrichentnahme nicht mehr abgerechnet werden. Die Abstrichentnahme kann in diesen Fällen weiterhin über die GOP 02402 abgerechnet werden. Falls im entsprechenden Behandlungsfall keine Versicherten-​, Grund-​ oder Konsiliarpauschale und keine Gebührenordnungspositionen des Kapitels 1.2 EBM zur Abrechnung kommt, kann zusätzlich zur GOP 02402 auch die GOP 02403 abgerechnet werden.

 

Eine Übersicht über die derzeit bestehenden Möglichkeiten zur Abrechnung der Abstrichentnahme findet sich hier

Darf ich von gesetzlich Versicherten eine Hygienepauschale verlangen wie sie für Privatpatienten möglich ist?

Eine Hygienepauschale darf von Patienten nicht verlangt werden.

Laut Beschluss des GBA ist seit dem 1. Januar 2022 für alle Praxen ein Zuschlag für allgemeinen Hygieneaufwand vorgesehen. Diese wird von der KVN im Rahmen der Abrechnung allen entsprechenden Fällen automatisch zugesetzt. Nähere Informationen zum Zuschlag finden Sie hier

Gibt es Therapie-Optionen zur Behandlung von COVID-19-Risikopatienten im ambulanten Bereich?

Ja, das erste orale antivirale Medikament zur Behandlung von COVID-19-Risikopatienten kann verordnet werden. Verordnende Ärztinnen und Ärzte sollen bis zur Zulassung der Arzneimittel die Empfehlungen der Fachgesellschaften beachten (abrufbar unter www.bfarm.de/covid-19-arzneimittel). Zudem sollen die Rezepte mit einer Gültigkeitsdauer von fünf Werktagen versehen werden. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter folgendem Link: https://www.kbv.de/html/1150_56209.php

 

Es besteht auch weiterhin die Möglichkeit, monoklonale Antikörper zu verabreichen. Die entsprechenden Vorgaben finden Sie hier.

 

Demnächst steht zudem ein weiterer monoklonaler Antikörper, Xevudy®, zur Verfügung, nähere Informationen finden Sie hier.

Welche Empfehlungen bestehen für eine Auffrischimpfung ?

Die Coronavirus-Impfverordnung schreibt vor, dass die Verabreichung des Impfstoffes im Rahmen der arzneimittelrechtlichen Zulassung erfolgen soll. Eine davon abweichende Verabreichung kann erfolgen, wenn sie nach dem Stand der Wissenschaft medizinisch vertretbar ist. Speziell für die Auffrischimpfungen wurde hierzu am 27. Dezember 2021 eine Klarstellung des BMG veröffentlicht, die Rechtssicherheit bringen soll.

 

In dem Schreiben vom 27. Dezember 2021 wird mitgeteilt:

wer im Rahmen der CoronaImpfV geimpft wird, hat im Falle eines Impfschadens Anspruch auf Versorgung nach dem Infektionsschutzgesetz (§60 IfSG). Die Impfung kann im Rahmen der arzneimittelrechtlichen Zulassung oder aber auch zulassungsüberschreitend erfolgen, wenn dies nach ärztlicher Einschätzung für die zu impfende Person und nach dem Stand der Wissenschaft medizinisch vertretbar ist. Konkret für die derzeit empfohlene Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff wurde klargestellt, dass unabhängig von den Empfehlungen der STIKO ein Versorgungsanspruch besteht für:

 

  • Alle Personen ab 12 Jahren, soweit mit für diese Personengruppe grundsätzlich zugelassenen mRNA-Impfstoff geimpft wird, auch bei Auffrischimpfungen. Die grundsätzliche Zulassung für diese Personengruppe besteht für die Pfizer-BioNTech- und Moderna-mRNA-Impfstoffe. Unter Berücksichtigung der Empfehlung der STIKO soll der Impfstoff von Moderna erst ab 30 Jahren verwendet werden.
  • Für die Personengruppe ab 5 Jahren können nach Empfehlung der STIKO alle Personen mit Immunschwäche eine Auffrischimpfung erhalten.

 

Ausdrücklich wird auch darauf hingewiesen, dass Kinder unter 5 Jahren derzeit nicht gegen COVID-19 geimpft werden können.

 

Haftungsrechtlich ist die Auffrischimpfung nach § 60 IfSG abgesichert, wenn sie auf der Grundlage dieser Empfehlung und damit der Coronavirus-Impfverordnung erfolgen. 

 

Die Empfehlungen der STIKO stellen nach der Rechtsprechung aber den medizinischen Standard dar und bieten den Vorteil, dass das Verhältnis zwischen Nutzen und Schadensrisiko für den Impfling bereits abgewogen worden ist.

 

Die STIKO empfiehlt, dass die Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff für Personen ab  ≥ 18 Jahre bereits ab dem vollendeten 3. Monat nach Abschluss der Grundimmunisierung verabreicht werden kann. Ältere oder vorerkrankte Personen, Personen mit einer Immundefizienz sowie Personen mit einem erhöhtem arbeitsbedingten Expositionsrisiko (auch Jugendliche) sollen bevorzugt berücksichtigt werden. Es soll möglichst der mRNA-Impfstoff verwendet werden, der bei der Grundimmunisierung zur Anwendung kam. Wenn dieser nicht verfügbar ist, dann kann bei ≥ 30-Jährigen der jeweils andere Impfstoff verwendet werden. Bei unter 30-Jährigen soll nur Cormirnaty eingesetzt werden.

 

Allen Personen ab 12 Jahren mit Immundefizienz (ID) soll frühestens 3 Monate nach einer COVID-19-Grundimmunisierung eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden. Für Personen ab 12 Jahren mit ID ist Comirnaty als 3. Impfstoffdosis zugelassen. Die Dosierung (30 μg) für die Auffrischimpfung ist dieselbe wie für die Grundimmunisierung. Spikevax ist für die 3. Impfstoffdosis von PatientInnen mit ID mit der für die Grundimmunisierung verwendeten Dosierung (100 μg) ab einem Alter von 12 Jahren zugelassen; die STIKO empfiehlt den Einsatz jedoch erst ab dem Alter von 30.

 

Detaillierte Informationen der STIKO (u. a. zu Personen, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, Schwangere oder Personen mit Immundefizienz) finden Sie im Epidemiologischen Bulletin 2/2022. Darin ist das empfohlene Vorgehen zur Auffrischimpfung tabellarisch abgebildet.

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/02/Art_01.html

 

Weitere Informationen u. a. zur erneuten Aufklärung vor der Auffrischimpfung mit Verlinkung auf ein Informationsschreiben der Bundesärztekammer vom 03.12.2021 finden Sie hier:

https://www.kbv.de/html/1150_55784.php

 

Weitere Antworten des BMG auf wichtige Fragen zur Auffrischungsimpfung finden Sie auf

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-auffrischungsimpfung-faq-1970900

Sind die Zuschläge zur Impfvergütung von mir als Arzt zuzusetzen oder erfolgt dies automatisch?

Ab dem 16. November 2021 wurde die Impfvergütung um 8,00 Euro erhöht und ein zusätzlicher Zuschlag von 8,00 Euro für die Impfung am Wochenende, gesetzlichen Feiertagen und am 24. Und 31.12. eingeführt. Sie müssen die neuen Gebührenordnungspositionen für das Quartal 4/2021 nicht selbst abrechnen, diese werden automatisiert von der KVN zugesetzt. Auch im Quartal 1/2022 ist die GOP 88325 für den Zuschlag am Wochenende, gesetzlichen Feiertagen und am 24. und 31. 12. nicht durch Sie abzurechnen, sondern wird automatisch gesetzt.

 

Dies gilt auch für die Vergütungserhöhung auf generell 36 Euro, die für die Zeit vom 24.12. bis 09.01. Ab dem 10. Januar 2022 wurde die Impfvergütung auf 28 Euro erhöht, so dass der Zuschlag der GOP 88326 wegfällt.

Gilt die Impfpflicht auch in Arzt- und Psychotherapeutenpraxen und wenn ja ab wann?

Ab dem 15. März 2022 müssen in Arzt- und Psychotherapeutenpraxen tätige Personen geimpft oder genesen sein oder ein ärztliches Zeugnis über das Bestehen einer Kontraindikation gegen eine Impfung gegen COVID-19 besitzen. Bis zu diesem Datum muss ein entsprechender Nachweises (Impf- oder Genesenenzertifikat oder Nachweis über eine Kontraindikation vorgelegt werden. Die Details regelt Paragraf 20a Infektionsschutzgesetz. Nach Ablauf der Gültigkeit des Nachweise muss dem Arbeitgeber innerhalb eines Monats ein neuer Nachweis vorgelegt werden. Wird kein Nachweis erbracht oder bestehen Zweifel an der Echtheit, muss der Arbeitgeber das Gesundheitsamt informieren. Personen, die keinen Nachweis vorlegen, dürfen in der Arzt- oder Psychotherapeutenpraxen nicht beschäftigt werden bzw. dort nicht tätig werden. Das Gesundheitsamt kann einer Person, die keinen Nachweis vorlegt, untersagen, die Räume einer Praxis zu betreten oder dort tätig zu werden. Für weitere Informationen zu dem Thema bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Kammer zu wenden.

Neues zu DMP-Schulungen und Dokumentationspflichten nach Beendigung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite

Wir möchten Sie darüber informieren, dass die bisher geltenden Sonderreglungen in den DMP nicht über den 31. Dezember 2021 hinaus verlängert wurden. Trotz des weiterhin bestehenden pandemischen Geschehens hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)  eine Verlängerung der Sonderreglungen in den DMP aus medizinischer Sicht kritisch eingeschätzt, da die in den DMP vorgesehenen regelmäßigen Konsultationen und Schulungsteilnahmen bei chronisch erkrankten Menschen von hoher medizinischer Relevanz sind.

 

Dies bedeutet, dass seit dem 1. Januar 2022, die Patientinnen und Patienten wieder verpflichtend an den DMP-Schulungen teilnehmen müssen.  Ebenso sind die quartalsbezogenen Dokumentationen wieder erforderlich, um eine Ausschreibung aus einem DMP zu vermeiden.

 

Seit dem 1. Januar 2022 tritt wieder die Regelung in Kraft, dass bei Fehlen von zwei aufeinanderfolgenden Dokumentationen eine Ausschreibung der Versicherten aus dem DMP erfolgt. Für Patientinnen und Patienten, bei denen aufgrund der Corona-Sonderregelung in den Jahren 2020 und 2021 keine oder unregelmäßige DMP-Dokumentationen vorliegen, ist bei quartalsweiser Dokumentation spätestens im zweiten Quartal 2022 eine Konsultation mit entsprechender Dokumentation erforderlich.

 

Ebenfalls zum 31. Dezember 2021 endete die mit den gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen getroffene Regelung zur digitalen Durchführung von Schulungen.

In einem Brief der "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie" heißt es ich hafte für Impfschäden. Stimmt das?

Aktuell kursieren unter niedergelassenen Ärzten Schreiben der sog. "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie" in denen Aussagen zur Haftung des impfenden Arztes für Impfschäden und zur Gefährlichkeit der Impfstoffe getroffen werden. Diese Schreiben haben bisher leider bereits für große Verunsicherung gesorgt. Bitte beachten Sie zu diesem Thema Folgendes:

 

  • In Deutschland werden die COVID-19-Impfstoffe mit der notwendigen und gebotenen Sorgfalt geprüft und bewertet, bevor deren Einsatz empfohlen wird. Das Paul-Ehrlich-Institut und das Robert Koch-Institut verfolgen das Impfgeschehen sehr aufmerksam und passen sämtliche Impfempfehlungen regelmäßig der aktuellen Datenlage an.

 

  • Die Ausführungen in den uns vorliegenden Schreiben sind unzutreffend und entsprechen nicht dem derzeitigen Stand der Wissenschaft. Der Nutzen sowie die Wirksamkeit und Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe sind belegt. Die Bundesregierung selbst hat klargestellt, dass der Prozess bei der Entwicklung des Impfstoffes zwar schneller ging als üblich, jedoch genauso sorgfältig verlief. Quelle:  https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-informationen-impfung/mythen-impfstoff-1831898

 

  • Die Empfehlungen der STIKO stellen nach der Rechtsprechung den medizinischen Standard dar. In diesen Empfehlungen wurde das Verhältnis zwischen Nutzen und Schadensrisiko für den Impfling bereits abgewogen. Sie dürfen, wenn sie im Rahmen der öffentlichen Empfehlungen handeln, von einem überwiegenden Nutzen der Impfung gegenüber dem Risiko ausgehen. Wenn sie eine staatlich empfohlene Schutzimpfung entsprechend der Impfempfehlung auf der Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung durchführen, haften Sie nicht für Impfschäden. 

 

  • Im Falle eines Impfschadens ist die Frage der Haftung durch eine gesetzliche Änderung im Infektionsschutzgesetz (IfSG) geklärt: In § 60 IfSG ist klargestellt, dass für alle gesundheitlichen Schäden, die im Zusammenhang mit Schutzimpfungen eingetreten sind, die auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung seit 27. Dezember 2020 vorgenommen wurden, bundeseinheitlich ein Anspruch auf Entschädigung besteht. Ärzte und Ärztinnen tragen somit bei korrekt durchgeführter Schutzimpfung unter Beachtung der ärztlichen Sorgfaltspflichten bei der Aufklärung und Verabreichung des Impfstoffs kein Haftungsrisiko.

 

  • Neben der staatlichen Haftung kann auch eine Haftung des pharmazeutischen Unternehmens in Betracht kommen. Sollte im Einzelfall eine Schädigung eintreten, die nicht auf dem Impfstoff beruht, sondern durch ein eigenmächtiges Abweichen von den öffentlichen Empfehlungen oder einen Anwendungsfehler des Arztes beim Impfen entstanden sein können, dann greifen wie bei jeder anderen Impfung auch, die Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs.      

 

Weitere Informationen zu häufig gehörten Impfmythen finden Sie beim BMG,

https://www.zusammengegencorona.de/impfen/basiswissen-zum-impfen/impfmythen/

 

Aktuelle Informationen zur Impfung und den Impfstoffen bei der STIKO

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/COVID-19.html;jsessionid=E692ED671804BE90AC4F2B45F1074C23.internet051?nn=2386228