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Aktuelle STIKO-Empfehlung zur Corona-Impfung

Die STIKO aktualisiert ihre COVID-19-Impfempfehlung bezüglich Auffrischimpfungen sowie zugelassenen und verfügbaren Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoffen. Ein Beschlussentwurf ist in das vorgeschriebene Stellungnahmeverfahren gegangen, siehe Pressemitteilung der STIKO vom 20.9.2022. Änderungen sind möglich! Erst nachdem der Entwurf das Stellungnahmeverfahren durchlaufen hat, wird der STIKO-Beschluss gefasst.

Neue Abrechnungsziffern für bivalente Impfstoffe ab Oktober

 

Für Auffrischimpfungen mit einem an die Omikronvarianten angepassten COVID-19-Impstoff von BioNTech/Pfizer und Moderna gibt es ab 1. Oktober eigene Pseudo-Gebührenordnungspositionen. Bis dahin nutzen Arztpraxen die bekannten Pseudonummern für die Vakzine beider Hersteller. Die entsprechende Auflistung der Abrechnungsziffern finden Sie hier.

Wieso habe ich Vials der neuen angepassten Impfstoffe mit abweichendem Namen erhalten?

Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.  

Die abweichende Beschriftung der zunächst ausgelieferten Vials lautet wie folgt:

           

Produktbezeichnung Fachinformation

Comirnaty® 15/15 µg/Dosis (Original/Omicron BA.1)

Etikett auf Vial und Faltschachtel

COMIRNATY tozinameran/riltozinameran 15/15 mcg

 

Produktbezeichnung Fachinformation

Spikevax® 0,10 mg/ml (Original/Omicron BA.1)

Etikett auf Vial und Faltschachtel

spikevax 0,10 mg/mL 0 / O

 

Informationen der Firma Moderna zu der Beschriftung ihrer zunächst ausgelieferten Vials finden Sie hier.

Wie kann ich an die Omikronvariante angepassten Impfstoff bestellen?

Comirnaty Original/Omikron BA.4-5 ist seit 12. September 2022 in der Europäischen Union für Auffrischimpfungen bei geimpften (also mindestens grundimmunisierten) Personen ab 12 Jahren zugelassen.

 

Die an die BA.1-Variante angepassten bivalenten Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna wurden am 02.09.2022 ausschließlich für Auffrischimpfungen bei geimpften (also mindestens grundimmunisierten) Personen ab 12 Jahren zugelassen. Ärzte können diese neuen Vakzine bereits bestellen (Bestellfrist für die Folgewoche jeweils bis Dienstag, 12 Uhr).        

 

Die Bestellung erfolgt wie bei den anderen COVID-19-Impfstoffen auf Muster 16 („rosa Rezept“) zu Lasten des BAS. Die an Omikron angepassten Impfstoffe können in einer eigenen Zeile bestellt werden:
„XX Dosen Comirnaty Orig./BA.1 plus Impfzubehör“
„XX Dosen Spikevax Orig./BA.1 plus Impfzubehör“

„XX Dosen Comirnaty Original/Omikron BA.4-5 plus Impfzubehör.

 

1 Vial Moderna Orig./BA.1 enthält 5 Impfdosen, 1 Vial Comirnaty Orig./BA.1 bzw Comirnaty Original/Omikron BA.4-5 enthält je 6 Impfdosen. Ein beispielhaft ausgefülltes Muster 16 finden Sie hier.

 

Derzeit besteht sowohl für Comirnaty Orig./BA.1, Comirnaty Original/Omikron BA.4-5  als auch für Spikevax Orig./BA.1 jeweils eine Höchstbestellmenge von 240 Dosen je Arzt und Woche.

 

Bitte beachten Sie, dass die STIKO bisher keine Empfehlung zur Verwendung der neuen, an die Omikronvariante angepassten Impfstoffe veröffentlicht hat. Um haftungsrechtliche Risiken auszuschließen, sollte die Empfehlung der STIKO zum Einsatz dieser Impfstoffe für die Auffrischimpfung abgewartet werden. Mit einer Empfehlung der STIKO wird in Kürze gerechnet.  

 

Derzeit besteht sowohl für Comirnaty Orig./BA.1 als auch für Spikevax Orig./BA.1 jeweils eine Höchstbestellmenge von 240 Dosen je Arzt und Woche.

 

Bitte beachten Sie, dass die STIKO bisher keine Empfehlung zur Verwendung dieser beiden Impfstoffe veröffentlicht hat. Um haftungsrechtliche Risiken auszuschließen, sollte die Empfehlung der STIKO zum Einsatz beider Impfstoffe für die Auffrischimpfung abgewartet werden. Mit einer Empfehlung der STIKO wird in Kürze gerechnet.  

Gibt es Therapie-Optionen zur Behandlung von COVID-19-Risikopatienten im ambulanten Bereich?

Ja, aktuell können zwei orale antivirale Medikamente zur Behandlung von COVID-19-Risikopatienten verordnet werden. Zum einen Lagrevio und zum anderen Paxlovid. Beide Arzneimittel sollten so früh wie möglich und innerhalb der ersten fünf Tage nach Symptombeginn verabreicht werden. Die Verordnung erfolgt auf dem Arzneimittelrezept (Muster 16). Als Kostenträger geben sie – wie beim COVID-19-Impfstoff – das Bundesamt für Soziale Sicherung mit dem IK 103609999 an. Die Rezepte sollen mit einer Gültigkeitsdauer von fünf Werktagen versehen werden. Die Apotheken dürfen die Arzneimittel nur auf Grund einer ärztlichen Verordnung beim Großhandel bestellen und an den Patienten zusammen mit der Gebrauchsinformation abgeben (auch per Botendienst). Es bestehen besondere Aufklärungs- und Dokumentationspflichten.

 

Weitere Informationen zu Lagrevio und Paxlovid finden Sie hier

 

Zusätzlich besteht seit Kurzem ausschließlich für Hausärztinnen und Hausärzte die Möglichkeit, bis zu 5 Packungen Paxlovid in der Praxis vorzuhalten und direkt an entsprechende Patientinnen und Patienten abzugeben. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Es besteht auch weiterhin die Möglichkeit, monoklonale Antikörper zu verabreichen (Link).

Aufgrund der neuesten Empfehlung der STIKO in Verbindung mit §1a der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung, der den Anspruch auf Versorgung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln mit monoklonalen Antikörpern zur präventiven Anwendung zum Schutz vor COVID-19 regelt, besteht außerdem die Möglichkeit, bei bestimmten Patienten Evusheld als Präexpoositionsprophylaxe zu verwenden.

 

Weitere Informationen zu Arzneimitteln gegen COVID-19 finden Sie auf den Seiten des RKI hier und auf der Seite der KBV hier.

Welche Änderungen gibt es ab dem 01.07.2022 bei den Bürgertests?

Die aktuelle Übersicht über die Abrechnung von SARS-CoV-2-Abstrichen finden sie hier. Dort finden Sie auch eine Übersicht über die Personen, die weiterhin Anspruch auf Bürgertestungen (ggf mit Selbstbeteiligung von 3€) haben. Details zur Abrechnung der Bürgertestungen ab Juli 2022 finden Sie im FAQ-Bereich „Testen von asymptomatischen Personen“.

 

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass Arztpraxen weiterhin Testungen nach Testverordnung durchführen können, aber keine Verpflichtung zur Durchführung dieser Testungen besteht.

Abstriche von symptomatischen Personen ab dem 01.07.2022

Ab dem 01.07.2022 kann die KVN-interne GOP 97123 für die Abstrichentnahme bei symptomatischen Personen wieder abgerechnet werden. Die GOP 97123 wird mit 10 Euro vergütet.

 

Eine Kennzeichnung der Corona-Fälle mit der GOP 88240 ist dagegen ab dem 01.07.2022 nicht mehr erforderlich, die entsprechende Vereinbarung auf Bundesebene ist ausgelaufen.

 

Eine Übersicht finden Sie hier.

Kann ich einen Patienten nach nur telefonischem Kontakt krankschreiben?

Für Patienten und Patientinnen mit leichten Atemwegserkrankungen kann nach telefonischer Anamnese eine AU-Bescheinigung (Muster 1) für bis zu sieben Kalendertage ausgestellt werden. Diese Regelung gilt seit dem 4. August 2022 und ist vorerst befristet bis zum 30. November 2022. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden.

 

Auch die Ausstellung einer „Ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes“ (Muster 21) ist derzeit wieder telefonisch möglich. Die KBV hat dazu eine entsprechende Vereinbarung mit dem GKV-​Spitzenverband getroffen. Diese Regelung gilt ebenfalls seit dem 4. August 2022 und ist befristet bis zum 30. November 2022.

 

Für den Versand der AU-Bescheinigungen an die Versicherten kann auch wieder das Porto abgerechnet werden. Die Abrechnung erfolgt über die GOP 88122 (90 Cent).

Was ist bei der SARS-CoV-2-Impfung von Kindern im Alter 5 bis 11 Jahren zu beachten?

Bislang hatte die STIKO für 5-​11-jährige Kinder ohne Vorerkrankungen keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen. Seit dem 24. Mai 2022 gibt es nun eine geänderte Impfempfehlung der STIKO für Kinder dieser Altersgruppe:

 

  • Gesunde Kinder sollen eine Grundimmunisierung mit 2 Impfstoffdosen bekommen, wenn sich in ihrem Umfeld enge Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die durch eine Impfung selbst nicht sicher geschützt werden können
  • Zusätzlich empfiehlt die STIKO allen anderen Kindern zunächst nur eine COVID-19 -Impfstoffdosis.
  • Seit der neuen STIKO-Empfehlung vom 18. August 22 sollen Personen mit Vorerkrankungen inkl. Immundefizienz ab einem Alter von 5 Jahren eine Grundimmunisierung mit 2 Impfungen und eine 1. Auffrischimpfung sowie eine 2. Auffrischimpfung erhalten.

 

Die Impfung der 5 bis 11-jährigen Kinder soll vorzugsweise mit Comirnaty (10 μg) durchgeführt werden. Die Verwendung von Spikevax (50 μg) ist für 6 bis 11-jährige Kinder alternativ möglich. Die STIKO empfiehlt präferenziell dennoch die Impfung mit Comirnaty in altersgemäß zugelassener Dosierung.

 

Gesunde Kinder, bei denen noch keine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen wurde, sollen zunächst nur eine Impfstoffdosis erhalten. Gesunde Kinder, die bereits eine zweimalige Impfung erhalten haben, sollen zunächst nicht erneut geimpft werden. Die STIKO hat eine erneute Überprüfung dieser Empfehlung im Spätsommer bzw. bei Anstieg der Infektionszahlen angekündigt.  Detailliertere Informationen der STIKO finden Sie hier

 

Die Empfehlungen der STIKO stellen nach der Rechtsprechung den medizinischen Standard dar und bieten den Vorteil, dass das Verhältnis zwischen Nutzen und Schadensrisiko für den Impfling bereits abgewogen worden ist. Bei Beachtung der STIKO-​Vorgaben, ordnungsgemäßer Aufklärung und korrekter Verabreichung des Impfstoffs tragen Ärzte kein Risiko.

RÜCKRUF der Charge XD955 des Impfstoff COVID-19 Vaccine Janssen

Das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson ruft eine Charge seines COVID-19-Impfstoffes zurück. Der Rückruf erfolgt, weil bei der Herstellung vorgegebene Standards nicht eingehalten wurden, wie das Bundesgesundheitsministerium und das Paul-Ehrlich-Institut mitteilten.

 

Bei den betroffenen Impfstoffdosen handelt es sich um die Charge XD955, die vergangenes Jahr in einem Werk in den USA produziert und auch in Niedersachsen ausgeliefert wurde. Arztpraxen, die solche Dosen eventuell noch vorrätig haben, werden aufgefordert, diese zu vernichten. Etwaige Restbestände der Charge XD955 können nicht mehr weiterverwendet werden. Laut PEI bestehe aber weder „ein konkreter Qualitätsdefekt noch gibt es einen Hinweis auf den Verdacht zu erwartender Gesundheitsbeeinträchtigungen bei geimpften Personen.

 

Der Hersteller bittet darum mitzuteilen, wie viele Vials aus der Charge XD955 vernichtet wurden. Die Meldung erfolgt an: Covid19VaccineJanssen@its.jnj.com. Praxen nutzen dazu den Rückmeldebogen.

 

Das Bundesgesundheitsministerium bittet ebenfalls um eine entsprechende Information. Die Rückmeldung an den Hersteller sollte daher „Cc“ auch an die E-Mail-Adresse 113@bmg.bund.de oder COVID-19-vaccines@bmg.bund.de erfolgen.

 

Zusätzliche Informationen finden Sie hier.

Haben Ukraine-Flüchtlinge einen Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung?

Asymptomatische geflüchtete Menschen aus der Ukraine können grundsätzlich einen Anspruch auf eine PoC-Antigen-Testung haben, sofern sie unter eine der in der Coronavirus-Testverordnung (TestV) aufgezählten Personengruppen fallen (vgl. § 4a TestV). Hierzu gehören etwa Kinder, die das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, oder Personen mit medizinischer Kontraindikation, etwa einer Schwangerschaft im ersten Trimester. Der Anspruch begründet sich nach § 1 Abs. 2 TestV. Die aktuelle Übersicht über die Abrechnung von SARS-CoV-2-Abstrichen finden Sie hier.

 

Gemäß TestV ist für eine Bürgertestung ein amtlicher Lichtbildausweis zum Nachweis der Identität vorzulegen (§ 6 Abs. 3 Nr. 4 der TestV). Teilweise verfügen vor dem Krieg flüchtende Menschen jedoch nicht über einen Personalausweis oder einen Reisepass. Dies gilt insbesondere für Kinder aus den Kriegsgebieten. Angesichts der aktuellen Situation gebietet sich ein pragmatischer Umgang mit den Nachweisanforderungen der TestV. Eine unbürokratische Handhabung bei Vorlage eines Nachweises, der die Identitätsfeststellung der zu testenden Person zulässt (z. B. Führerschein oder Ankunftsnachweis etc.), wird empfohlen. Aus dem Dokument sollte der behördliche Aussteller hervorgehen. Zudem sollte eine klare Zuordnung mit Name und Lichtbild der zu testenden Person möglich sein, um die Identität zu sichern. Liegt kein Papiernachweis vor, können elektronische Identitätsnachweise auch mittels Diia-App ersatzweise anerkannt werden (Diia-App: ermöglicht es ukrainischen Bürgerinnen und Bürgern, digitale Dokumente in ihren Smartphones anstelle physischer Dokumente zur Identifizierung und Weitergabe zu verwenden).

 

[Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/faq-medizinische-hilfe-ukraine.html ]

Haben Ukraine-Flüchtlinge auch ohne amtliches Ausweisdokument Anspruch auf Bürgertestung?

Die aktuelle Übersicht über die Abrechnung von SARS-CoV-2-Abstrichen finden sie hier. Dort finden Sie auch eine vorläufige Übersicht über die Personen, die weiterhin Anspruch auf Bürgertestungen (ggf mit Selbstbeteiligung von 3€) haben. Bitte beachten Sie, dass sich aufgrund der derzeitigen Verhandlungen auf Bundesebene Änderungen an diesen Angaben ergeben können. Außerdem stehen derzeit noch keine Details zur Abrechnung der Bürgertestungen durch Arztpraxen fest.

 

Wir werden über den jeweils aktuellen Stand informieren, sobald uns Informationen vorliegen.

 

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass Arztpraxen weiterhin Testungen nach Testverordnung durchführung können, aber keine Verpflichtung zur Durchführung dieser Testungen besteht.

 

Muss ich für Testungen nach der Testverordnung an die Corona-Warn-App angeschlossen sein?

Da der Anspruch auf Testung im Rahmen der TestV nicht nur die Testung selbst, sondern auch die Erstellung eines COVID-19-Testzertifikats i. S. d. §22a Abs. 7 Infektionsschutzgesetz umfasst, ist für alle Testungen aufgrund der TestV die Möglichkeit einer Übermittlung von Daten an die Corona-Warn-App erforderlich.

 

Sie nutzen dazu das CWA-Schnelltestportal, das die Firma T-Systems im Auftrag der Bundesregierung kostenfrei bereitstellt. Das Schnelltestportal finden Sie hier .

 

Sofern die Möglichkeit der Übermittlung von Daten an die Corona-Warn-App ausnahmsweise nicht möglich ist, schließt das die Abrechnung der Leistungen nach der TestV jedoch nicht aus.

Besteht ein Anspruch auf „Freitestung“ zur Verkürzung der Absonderungszeit nach der Coronavirus-Testverordnung?

Sowohl Personen, bei denen in den letzten 14 Tagen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen worden ist und die abgesondert sind als auch asymptomatische Kontaktpersonen i. S. d. §2 Absatz 2 TestV, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten, haben einen Anspruch auf Testung.

 

Eine Übersicht über die derzeit bestehenden Möglichkeiten zur Abrechnung von SARS-CoV-2-Abstrichen finden Sie hier.

 

Die aktuellen Hinweise des Landes Nds zur Quarantäne finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/Quarantaene/hinweise-zur-quarantane-187498.html

Welche Empfehlungen bestehen für eine Auffrischimpfung ?

Bei der Auffrischungsimpfung handelt es sich um eine zusätzliche Verabreichung einer Dosis eines zugelassenen mRNA-Impfstoffs. Als „geboostert“ gilt man laut BMG ab dem Tag der Auffrischungsimpfung (3. Impfung/Booster)

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung.html#c23765

 

Empfehlungen der STIKO zur 1. Auffrischimpfung

Die STIKO empfiehlt Kindern im Alter von 5-11 Jahren mit Vorerkrankung eine Auffrischimpfung im Abstand von ≥6 Monaten nach abgeschlossener Grundimmunisierung.

 

Im Alter ≥12 Jahren wird allen Personen eine COVID-19-Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen, wobei bei 12- bis 17-Jährigen die 1. Auffrischimpfung in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach erfolgter Grundimmunisierung empfohlen wird. Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen sollen frühzeitig ihre Auffrischimpfung bekommen, für 12-17-Jährige ohne Vorerkrankungen wird ein längerer Abstand von bis zu 6 Monaten empfohlen.

 

Bei ≥18-Jährigen ist die 1. Auffrischimpfung in einem Mindestabstand von 3 Monaten empfohlen.

 

Für die Auffrischimpfung soll möglichst der mRNA-Impfstoff verabreicht werden, der bei der Grundimmunisierung zur Anwendung gekommen ist. Die STIKO empfiehlt altersabhängig für Personen <30 Jahren ausschließlich den Einsatz von Comirnaty, während für Personen im Alter ≥30 Jahren Comirnaty und Spikevax als gleichermaßen geeignet angesehen werden.

 

Die Dosierabgaben der jeweiligen Fachinformationen sind zu beachten.

 

Details und Einzelheiten zur 1. Auffrischimpfung u. a. zu Personen, die mit dem COVID-19 Vaccine Janssen geimpft wurden oder die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, zu Schwangeren und Stillenden oder Personen mit Immundefizienz sowie empfohlene Impfstoffe und Impfabstände finden Sie hier

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Impfempfehlung-Zusfassung.html

 

Empfehlungen der STIKO vom 18.08.2022 zur 2. Auffrischimpfung für Indikationsgruppen

Die STIKO empfiehlt nach abgeschlossener COVID-19-Grundimmunisierung und erfolgter 1. Auf-frischimpfung eine 2. Auffrischimpfung für

 

  • Menschen ab dem Alter von 60 Jahren
  • Personen im Alter ab 5 Jahren mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung
  • BewohnerInnen in Einrichtungen der Pflege sowie für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Menschen mit Immundefizienz (ID) ab dem Alter von 5 Jahren
  • Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, insbesondere Personal mit direkten Kontakten zu Patienten und Bewohnern.

 

Die gesamte STIKO-Empfehlung finden Sie unter: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/33/Art_01.html

 

Vorzugsweise soll der mRNA-Impfstoff verwendet werden, der bei der Grundimmunisierung bzw. der 1. Auffrischimpfung zur Anwendung kam. Immundefiziente Menschen ab einem Alter von 30 sollen bei der Verwendung von Spikevax die hohe Dosierung des Impfstoffs (100μg) erhalten. Bei ≥70-Jährigen in Einrichtungen der Pflege sowie bei Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und bei immundefizienten Menschen ist die 2. Auffrischimpfung frühestens 3 Monate nach der 1. Auffrischimpfung empfohlen. Bei Tätigen in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen wird die 2. Auffrischimpfung frühestens 6 Monate nach der 1. Auffrischimpfung empfohlen. Die STIKO geht davon aus, dass bei immungesunden Personen der Impfschutz nach der 1. Auffrischimpfung besser und ein längerer Impfabstand für den Langzeitschutz immunologisch günstiger ist. In begründeten Einzelfällen kann die 2. Auffrischimpfung auch bereits nach frühestens 3 Monaten erwogen werden. Bei Personen der o. g. Gruppen, die nach erfolgter Grundimmunisierung und 1. Auffrischimpfung eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird vorerst keine weitere Impfung empfohlen. (Stand 18. Aktualisierung der Impfempfehlung 14.02.2022, unter folgendem Link)

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Impfempfehlung-Zusfassung.html

 

Die Empfehlungen der STIKO stellen nach der Rechtsprechung den medizinischen Standard dar und bieten den Vorteil, dass das Verhältnis zwischen Nutzen und Schadensrisiko für den Impfling bereits abgewogen worden ist.

 

Für die Abrechnung der 2. Auffrischimpfung gibt es keine neuen Pseudonummern. Ärzte verwenden für zweite Boosterimpfungen die bekannten Ziffern für Auffrischimpfungen – zum Beispiel bei einem Pflegeheimbewohner, der mit dem Vakzin von BioNTech-Pfizer geimpft wird, die 88331K.

 

Sind Impfschäden bei Auffrischungsimpfungen abgesichert?

Laut BMG besteht auf der Grundlage des § 60 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1a IfSG für alle gesundheitlichen Schäden im Zusammenhang mit Schutzimpfungen auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung seit dem 27. Dezember 2020 bundeseinheitlich ein Anspruch auf Entschädigung unabhängig von den öffentlichen Empfehlungen der Landesbehörden. Der Anspruch besteht für alle Impfungen, die mit einem in Deutschland zugelassenen Impfstoff erfolgen. „Der Entschädigungsanspruch nach § 60 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1a IfSG besteht somit bei Impfungen im Rahmen der Grundimmunisierung und auch bei Auffrischungsimpfungen. Insbesondere liegt eine Zulassung durch die EU-Kommission auch für die Auffrischungsimpfung, auch Booster-Impfung genannt, für den Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ab 5 Jahren und für Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna für alle Personen ab 18 Jahren vor. Aufgrund der aktualisierten COVID-19-Impfempfehlung der STIKO vom November 2021 sollten Personen unter 30 Jahren und Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel ausschließlich mit dem Impfstoff von Comirnaty® von BioNTech/Pfizer geimpft werden (Stand: 27.01.2022)

https://www.zusammengegencorona.de/impfen/aufklaerung-zum-impftermin/auffrischungsimpfung/

 

Erläuterung der Unterschiede zwischen einer Optimierung der Grundimmunisierung, einer Drittimpfung, einer Auffrischungsimpfung und einer Booster-Impfung sowie weitere Antworten des BMG auf Fragen zur Auffrischungsimpfung finden Sie auf

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung.html sowie

https://www.zusammengegencorona.de/impfen/aufklaerung-zum-impftermin/auffrischungsimpfung/

 

Ob und ggf. wann in Zukunft für die Allgemeinbevölkerung weitere Auffrischimpfungen empfohlen werden, kann laut STIKO derzeit noch nicht gesagt werden.

Besteht eine Testpflicht für Arbeitgeber, Beschäftigte und/oder Besucher in Arztpraxen?

Nein! Die Regelung im Infektionsschutzgesetzt, die dezidiert regelte, wann Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher in Arzt- und Psychotherapeutenpraxen welche Tests zu erbringen haben, ist durch die Änderung des Infektionsschutzgesetzes zum 20. März 2022 entfallen. Es ist demnach nicht mehr vorgesehen, dass Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher Arztpraxen und Psychotherapeutenpraxen nur betreten oder in diesen nur tätig werden dürfen, wenn sie getestete Personen sind und einen Testnachweis mit sich führen bzw. dass geimpfte oder genesenen Arbeitgeber und Beschäftigte mindestens zweimal die Woche einen Antigen-​Test zur Eigenanwendung durchführen.