Assistenten

Assistenten

Sicherstellungs- und Entlastungsassistenten

 

Nach § 32 Abs. 2 Satz 2 der Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV) darf ein Vertragsarzt einen Assistenten beschäftigen, wenn dies aus Gründen der Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung erfolgt und von der Kassenärztlichen Vereinigung vorher genehmigt wurde. Die Dauer der Beschäftigung ist zu befristen und darf nicht der Vergrößerung der Kassenpraxis oder der Aufrechterhaltung eines übergroßen Praxisumfangs dienen.

 

Die Anstellung eines Sicherstellungs- oder Entlastungsassistenten ist unter folgenden Umständen denkbar:

 

Von einem Sicherstellungsassistenten spricht man, wenn der Antrag auf Anstellung eines Arztes mit allgemeinen Sicherstellungsgründen (Versorgungsbedarf) begründet wird. Es muss sich hierbei um einen vorübergehenden (zeitlich befristeten Bedarf) handeln.

 

Der Begriff des Entlastungsassistenten ist dagegen einschlägig, wenn ein Vertragsarzt vorübergehend an der Erfüllung seiner Pflichten gehindert ist. Denkbar sind hierbei etwa Krankheitsgründe, die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen, die die vertragsärztliche Tätigkeit zwar nicht komplett ausschließen (in diesen Fällen ist ein Vertreter zu beschäftigen), aber zeitlich oder hinsichtlich wesentlicher Tätigkeiten einschränken. Auch hier kann eine Genehmigung nur erfolgen, wenn absehbar ist, dass die Beschäftigung eines Entlastungsassistenten nur für einen begrenzten, zeitlich absehbaren, Zeitraum erforderlich ist. Die Genehmigung eines Sicherstellungs- oder Entlastungsassistenten ist bei der für Sie zuständigen Bezirksstelle der KVN zu beantragen.

 

Wenn Sie über die MS Office Programme verfügen, können Sie sich das Antragsformular auf Ihren PC herunterladen und in Microsoft Word ausfüllen. Anschließend drucken Sie den Antrag aus und unterschreiben ihn. Wenn Sie den Antrag "per Hand" ausfüllen möchten, drucken Sie sich das Formular einfach aus. Sollten Sie dies nicht wünschen, sendet Ihnen die zuständige Bezirksstelle der KVN den Antrag auch gerne per Post zu. Die Adressen der Bezirksstellen erhalten Sie hier

 

Weiterbildungsassistenten

 

Auch die Beschäftigung eines Assistenten zum Zwecke der Weiterbildung setzt die vorherige Genehmigung durch die KVN voraus. Das unten aufgeführte Antragsformular bezieht sich allerdings nur auf die Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten, der eine Schwerpunktkompetenz, eine zusätzliche Weiterbildung oder eine Zusatzbezeichnung nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachsen erlangen will. Soweit eine Weiterbildungsassistenz zur Erlangung einer Fachgebiets- bzw. Facharztbezeichnung genehmigt werden soll, verwenden Sie bitte unser Antragsformular für die gleichzeitige Genehmigung der Weiterbildungsassistenz und finanziellen Förderung der Weiterbildung. Die entsprechenden Formulare finden Sie hier

 

Die Genehmigung zur Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten ist bei der für Sie zuständigen Bezirksstelle der KVN zu beantragen. Die Adressen der Bezirksstellen erhalten Sie hier

 

Überbrückungsassistenten

 

Auch nach Abschluss der Weiterbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen die Tätigkeit als Weiterbildungsassistent für einen (kurzen) Übergangszeitraum weitergeführt werden. Voraussetzung für die Genehmigung einer solchen "Überbrückungsassistenz" ist, dass der Weiterbildungsassistent nach Abschluss der Weiterbildung einen Antrag auf Teilnahme zur vertragsärztlichen Versorgung (Zulassungsantrag, Antrag auf Anstellungsgenehmigung oder Ermächtigung) stellt. In diesem Fall ist es zur Vermeidung von Ausfallzeiten zulässig, dass ein Weiterbildungsassistent auch nach Abschluss der Weiterbildung noch bis zur Entscheidung des Zulassungsausschusses über den Antrag auf Zulassung, Anstellung oder Ermächtigung weiterbeschäftigt werden kann. Die Genehmigung einer solchen "Überbrückungsassistenz" ist bei der für Sie zuständigen Bezirksstelle der KVN zu beantragen.

 

Es  wird darauf hingewiesen, dass für einen "Überbrückungsassistenten", der seine Weiterbildung bereits abgeschlossen hat, keine Weiterbildungsförderung gewährt werden kann und auch kein eigenes "Budget" zur Verfügung steht.