Asymptomatische Patienten

MRE, MRSA

Testen von asymptomatischen Patienten (inkl. Abrechnung)

Abrechnung von Leistungen nach Coronavirus-Testverordnung ab dem 3. Quartal 2022 (Mitglieder)

Ab dem Quartal 3/2022 sind die unten aufgeführten Leistungen gemäß der Coronavirus-Testverordnung (TestV) über die Quartalsabrechnung via KVDT folgendermaßen abzurechnen.

 

Die Änderungen im Überblick:

 

  • Novellierung der Coronavirus-Testverordnung (TestV) mit Wirkung zum 30.06.2022. Der bisherige Abstrich im Rahmen der Bürgertestung gemäß GOP 88310B ist ab dem 01.07.2022 nicht mehr gültig und muss nach den unten aufgeführten GOPen 88310D bis 88310O differenziert abgerechnet werden (gemäß § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 TestV).
  • Die Vergütung für den Abstrich verringert sich ab dem 01.07.2022 auf
    • 7,00 Euro (keine Eigenbeteiligung durch die zu testende Person)
    • 4,00 Euro (mit Eigenbeteiligung durch die zu testende Person gemäß § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 6 und 7 TestV)
  • Die Sachkostenpauschale gemäß GOP 88312 / 88312B verringert sich ab dem 01.07.2022 auf 2,50 Euro pro Test (§ 11 TestV).

 

Die maximale Anzahl pro GOP/Tag ist gem. KVDT-Datensatzbeschreibung auf 999 beschränkt. Bei einer abzurechnenden Anzahl einer GOP von mehr als 999 pro Leistungsmonat muss daher auf dem Sammelfall „Peter Patient“ die entsprechende GOP auf mehrere „Behandlungstage“ desselben Leistungsmonats verteilt werden.

 

Im Einzelnen sind folgende GOP nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ab dem 01.07.2022 erbring- bzw. abrechenbar:

 

Für die GOP 88310 (Keine Testung nach § 4a) sowie die GOPen 88310D – 88310O (Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a Bürgertestung) gilt gleichermaßen:

  • Wenn eGK des Patienten eingelesen wird, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z.B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier

 

GOP 88310 (Keine Testung nach § 4a): Abstrich gem. § 12 Abs. 1 TestV (7,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310D: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Person unter 5 Jahre gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 1 TestV (7,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310E: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – medizinische Kontraindikation gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 2 TestV (7,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310F: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Teilnahme klinische Studie gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 3 TestV (7,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310G: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Beendigung Absonderung gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 4 TestV (7,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310H: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Besuch Pflegeheim, Krankenhaus, etc. gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 5 TestV (7,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310I: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Veranstaltung Innenraum – Eigenbeteiligung gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 6a TestV (4,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310J: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Personenkontakt ab 60 Jahre – Eigenbeteiligung gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 6b.aa TestV (4,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310K: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Personenkontakt Vorerkrankung/Behinderung – Eigenbeteiligung gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 6b.bb TestV (4,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310L: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Corona-Warn-App – Eigenbeteiligung gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 7 TestV (4,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310M: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Leistungsberechtige u. Beschäftigte Persönliches Budget gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 8 TestV (7,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310N: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Pflegeperson gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 9 TestV (7,00 Euro)

 

NEU ab 01.07.2022 GOP 88310O: Abstrich im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) – Kontakt mit infizierter Person im selben Haushalt gem. § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4a Abs. 1 Nr. 10 TestV (7,00 Euro)

 

GOP 88311: Schulung gem. § 12 Abs. 4 TestV (70,00 Euro)

  • Auf dem Sammelfall „Peter Patient“ abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier

 

GOP 88312 (Keine Testung nach § 4a): Sachkostenpauschale PoC-Antigen-Test/Antigen-Test zur Eigenanwendung gem. § 11 TestV (2,50 Euro pro Test)

  • Auf dem Sammelfall „Peter Patient“ abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier
  • KEINE Befüllung der Feldkennungen 5011 und 5012 mehr notwendig.

GOP 88312B: Sachkostenpauschale PoC-Antigen-Test im Rahmen der Testung nach § 4a (Bürgertestung) gem. § 11 TestV (2,50 Euro pro Test)

  • Auf dem Sammelfall „Peter Patient“ abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier
  • KEINE Befüllung der Feldkennungen 5011 und 5012 mehr notwendig.
  • Die GOP 88312B ist KEIN Teil der GOP 88312; d.h. entweder ist die GOP 88312 oder die GOP 88312B abzurechnen.

 

GOP 88313: Gespräch, für den Fall, dass keine Testung durchgeführt worden ist, gem. § 12 Abs. 5 TestV (5,00 Euro)

 

  • Wenn Patient mit eGK da, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z. B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier

 

GOP 88314: Überwachung eines Antigen-Tests zur Eigenanwendung gem. § 12 Abs. 2 TestV (5,00 Euro)

 

  • Wenn Patient mit eGK da, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z.B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier
  • Hinweis: Die GOP 88314 ist weder im Rahmen der Testung nach § 4a TestV noch zur Anwendung bei eigenem Praxispersonal zulässig

 

GOP 88317: Testungen mittels PoC-NAT-Testsystem gem. § 9 Satz 2 TestV (30,00 Euro)

 

  • Wenn Patient mit eGK da, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z. B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier
  • Voraussetzung zur gültigen Abrechnung ist eine Registrierung der Praxis anhand des Ausfüllens und Absendens eines entsprechenden Formulars im KVN-Portal im Bereich „COVID-19“.

 

GOP 88370: Ausstellung eines COVID-19-Genesenenzertifikats gem. § 12 Abs. 6 Satz 1 TestV (6,00 Euro)

 

  • Wenn Patient mit eGK da, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z.B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier

 

GOP 88371: Ausstellung eines COVID-19-Genesenenzertifikats - automatisiert mit Hilfe des PVS-Systems gem. § 12 Abs. 6 Satz 2 TestV (2,00 Euro)

 

  • Wenn Patient mit eGK da, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z. B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier


Abrechnung von Leistungen gemäß Coronavirus-Testverordnung über die Quartalsabrechnung (KVDT) ab dem Quartal 3/2022

Abrechnung von Leistungen nach Coronavirus-Testverordnung ab dem 1. Quartal 2022 (Mitglieder)

Ab dem Quartal 1/2022 sind die unten aufgeführten Leistungen gemäß der Coronavirus-Testverordnung (TestV) über die Quartalsabrechnung via KVDT folgendermaßen abzurechnen.

 

Die Änderungen im Überblick:

Novellierung der Coronavirus-Testverordnung (TestV) mit Wirkung zum 11. Januar 2022

 

  • U. a. Arztpraxen können gemäß §9 Satz 2 Testungen auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mittels PoC-NAT-Testsystemen durchführen und abrechnen. Wesentliche Merkmale von PoC-NAT-Testungen nach §9 Satz 2 TestV sind:
    • der Testende, die getestete Person und das PoC-NAT-Testsystem sind an einem Ort
    • eine Beauftragung mittels Muster OEGD ist für diese Fälle an Einzeltestungen nicht notwendig

 

Die maximale Anzahl pro GOP/Tag ist gem. KVDT-Datensatzbeschreibung auf 999 beschränkt. Bei einer abzurechnenden Anzahl einer GOP von mehr als 999 pro Leistungsmonat muss daher auf dem Sammelfall „Peter Patient“ die entsprechende GOP auf mehrere „Behandlungstage“ desselben Leistungsmonats verteilt werden.

 

Die Sachkostenpauschale gemäß GOP 88312 und 88312B beträgt für die Leistungsmonate Dezember 2021 und Januar 2022 4,50 Euro (Novellierung der TestV vom 16. Dezember 2021).

 

Im Einzelnen sind folgende GOP nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ab dem 1. Januar 2022 bzw. ab dem 11. Januar 2022 erbring- bzw. abrechenbar:

 

GOP 88310 (Keine Testung nach §4a): Abstrich gem. §12 Abs. 1 TestV (8 Euro)

  • Wenn eGK des Patienten eingelesen wird, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z. B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier.

 

GOP 88310B: Abstrich im Rahmen der Testung nach §4a gem. §12 Abs. 1 TestV (8 Euro)

  • Wenn eGK des Patienten eingelesen wird, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z. B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier.
  • Die GOP 88310B ist KEIN Teil der GOP 88310; d. h. entweder ist die GOP 88310 oder die GOP 88310B abzurechnen.

 

GOP 88311: Schulung gem. §12 Abs. 4 TestV (70 Euro)

  • Auf dem Sammelfall „Peter Patient“ abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier.

 

GOP 88312 (Keine Testung nach §4a):  Sachkostenpauschale PoC-Antigen-Test/Antigen-Test zur Eigenanwendung gem. §11 TestV (3,50 bzw. 4,50 Euro pro Test)

  • Auf dem Sammelfall „Peter Patient“ abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier.
  • KEINE Befüllung der Feldkennungen 5011 und 5012 mehr notwendig.

 

GOP 88312B: Sachkostenpauschale PoC-Antigen-Test im Rahmen der Testung nach §4a  gem. §11 TestV (3,50 bzw. 4,50 Euro pro Test)

  • Auf dem Sammelfall „Peter Patient“ abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier.
  • KEINE Befüllung der Feldkennungen 5011 und 5012 mehr notwendig.
  • Die GOP 88312B ist KEIN Teil der GOP 88312; d.h. entweder ist die GOP 88312 oder die GOP 88312B abzurechnen.

 

GOP 88313: Gespräch, für den Fall, dass keine Testung durchgeführt worden ist, gem. §12 Abs. 5 TestV (5 Euro)

  • Wenn Patient mit eGK da, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z. B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier.

 

GOP 88314: Überwachung eines Antigen-Tests zur Eigenanwendung gem. §12 Abs. 2 TestV (5 Euro)

  • Wenn Patient mit eGK da, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z. B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier.
  • Hinweis: Die GOP 88314 ist weder im Rahmen der Testung nach §4a TestV noch zur Anwendung bei eigenem Praxispersonal zulässig

 

NEU ab 11. Januar 2022 GOP 88317: Testungen mittels PoC-NAT-Testsystem gem. §9 Satz 2 TestV (30 Euro)

  • Wenn Patient mit eGK da, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z. B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier.
  • Voraussetzung zur gültigen Abrechnung ist eine Registrierung der Praxis anhand des Ausfüllens und Absendens eines entsprechenden Formulars im KVN-Portal im Bereich „COVID-19“.

 

GOP 88370: Ausstellung eines COVID-19-Genesenenzertifikats gem. §12 Abs. 6 Satz 1 TestV (6 Euro)

  • Wenn Patient mit eGK da, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z. B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier.

 

GOP 88371: Ausstellung eines COVID-19-Genesenenzertifikats - automatisiert mit Hilfe des PVS-Systems gem. §12 Abs. 6 Satz 2 TestV (2 Euro)

  • Wenn Patient mit eGK da, dann auf diesem Fall abrechnen
  • Wenn KEINE eGK des Patienten eingelesen wird (z. B. PKV-Versicherter, GKV-Versicherter ohne eGK) dann Sammelfall „Peter Patient“ anlegen und auf diesem abrechnen. Hinweise zum Sammelfall finden Sie hier.

 

Abrechnung von Leistungen gemäß Coronavirus-​Testverordnung über die Quartalsabrechnung (KVDT) ab dem Quartal 1/2022

Welche Änderungen gibt es ab dem 01.07.2022 bei den Bürgertests?

Die aktuelle Übersicht über die Abrechnung von SARS-CoV-2-Abstrichen finden sie hier. Dort finden Sie auch eine Übersicht über die Personen, die weiterhin Anspruch auf Bürgertestungen (ggf mit Selbstbeteiligung von 3€) haben. Details zur Abrechnung der Bürgertestungen ab Juli 2022 finden Sie ganz oben im FAQ-Bereich „Testen von asymptomatischen Personen“.

 

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass Arztpraxen weiterhin Testungen nach Testverordnung durchführen können, aber keine Verpflichtung zur Durchführung dieser Testungen besteht.

Haben Ukraine-Flüchtlinge auch ohne amtliches Ausweisdokument Anspruch auf Bürgertestung?

Asymptomatische geflüchtete Menschen aus der Ukraine können grundsätzlich einen Anspruch auf eine PoC-Antigen-Testung haben, sofern sie unter eine der in der Coronavirus-Testverordnung (TestV) aufgezählten Personengruppen fallen (vgl. § 4a TestV). Hierzu gehören etwa Kinder, die das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, oder Personen mit medizinischer Kontraindikation, etwa einer Schwangerschaft im ersten Trimester. Der Anspruch begründet sich nach § 1 Abs. 2 TestV. Die aktuelle Übersicht über die Abrechnung von SARS-CoV-2-Abstrichen finden Sie hier.

 

Gemäß TestV ist für eine Bürgertestung ein amtlicher Lichtbildausweis zum Nachweis der Identität vorzulegen (§ 6 Abs. 3 Nr. 4 der TestV). Teilweise verfügen vor dem Krieg flüchtende Menschen jedoch nicht über einen Personalausweis oder einen Reisepass. Dies gilt insbesondere für Kinder aus den Kriegsgebieten. Angesichts der aktuellen Situation gebietet sich ein pragmatischer Umgang mit den Nachweisanforderungen der TestV. Eine unbürokratische Handhabung bei Vorlage eines Nachweises, der die Identitätsfeststellung der zu testenden Person zulässt (z. B. Führerschein oder Ankunftsnachweis etc.), wird empfohlen. Aus dem Dokument sollte der behördliche Aussteller hervorgehen. Zudem sollte eine klare Zuordnung mit Name und Lichtbild der zu testenden Person möglich sein, um die Identität zu sichern. Liegt kein Papiernachweis vor, können elektronische Identitätsnachweise auch mittels Diia-App ersatzweise anerkannt werden (Diia-App: ermöglicht es ukrainischen Bürgerinnen und Bürgern, digitale Dokumente in ihren Smartphones anstelle physischer Dokumente zur Identifizierung und Weitergabe zu verwenden).

 

[Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/faq-medizinische-hilfe-ukraine.html ]

Muss ich für Testungen nach Testverordnung an die Corona-Warn-App angeschlossen sein?

Da der Anspruch auf Testung im Rahmen der TestV nicht nur die Testung selbst, sondern auch die Erstellung eines COVID-19-Testzertifikats i. S. d. § 22a Abs. 7 Infektionsschutzgesetz umfasst, ist für alle Testungen aufgrund der TestV die Möglichkeit einer Übermittlung von Daten an die Corona-Warn-App erforderlich.

 

Sie nutzen dazu das CWA-Schnelltestportal, das die Firma T-Systems im Auftrag der Bundesregierung kostenfrei bereitstellt. Das Schnelltestportal finden Sie hier.

 

Sofern die Möglichkeit der Übermittlung von Daten an die Corona-Warn-App ausnahmsweise nicht möglich ist, schließt das die Abrechnung der Leistungen nach der TestV jedoch nicht aus.

Kann ich PoC-NAT-Tests in meiner Praxis durchführen und dies abrechnen?

Arztpraxen sind aufgrund der letzten Änderung der Testverordnung berechtigt, PoC-NAT-Tests zu erbringen und abzurechnen. Bitte beachten Sie, dass zur Durchführung von PoC-NAT-Tests nach der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (§ 9) ein Qualitätssicherungssystem erforderlich ist, das von den zuständigen Landesbehörden überwacht werden kann.

 

Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen kann die KVN keine Liste verkehrsfähiger PoC-NAT-Testgeräte zur Verfügung stellen. Auch von Seiten der Landesregierung oder den Staatlichen Gewerbeaufsichtsämtern wird keine solche Liste vorgehalten. Verkehrsfähig sind die Produkte, wenn sie ordnungsgemäß CE-gekennzeichnet sind.

 

Im KVN-Portal wurde eine Registrierungsmöglichkeit eingerichtet. Wenn Sie PoC-NAT-Tests erbringen und abrechnen möchten, ist es erforderlich das im Portal hinterlegte Formular auszufüllen und abzuschicken. Ohne das Ausfüllen und Absenden dieses Formulars ist die entsprechende GOP 88317 (auf HBSNR-Ebene) nicht vergütungsfähig. Die Registrierung ermöglicht auch die rückwirkende Abrechnung der GOP 88317 ab dem 11. Januar 2022.

Besteht eine Testpflicht für Arbeitgeber, Beschäftigte und/oder Besucher in Arztpraxen?

Nein! Die Regelung im Infektionsschutzgesetzt, die dezidiert regelte, wann Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher in Arzt- und Psychotherapeutenpraxen welche Tests zu erbringen haben, ist durch die aktuellste Änderung des Infektionsschutzgesetzes zum 20. März 2022 entfallen. Es ist demnach nicht mehr vorgesehen, dass Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher Arztpraxen und Psychotherapeutenpraxen nur betreten oder in diesen nur tätig werden dürfen, wenn sie getestete Personen sind und einen Testnachweis mit sich führen bzw. dass geimpfte oder genesenen Arbeitgeber und Beschäftigte mindestens zweimal die Woche einen Antigen-Test zur Eigenanwendung durchführen.

Darf ich meinem Praxispersonal ein negatives Testergebnis bescheinigen?

Ja, Sie dürfen ein negatives Testergebnis bescheinigen. Voraussetzung ist, dass entsprechend qualifiziertes Personal den Test durchführt oder der/die Zu-testende den Test unter Aufsicht einer offiziell kontrollierenden Person durchführt. Das Land Niedersachsen hat einen Vordruck zur Ausstellung eines negativen Testergebnisses für Arbeitgeber zur Verfügung gestellt. Das Formular finden Sie hier.

Diese Bescheinigung kann für 24 Stunden überall dort verwendet werden, wo nach der Corona-Verordnung des Landes ein aktueller Testnachweis erforderlich ist.

 

Bitte beachten Sie, dass seit Juli 2022 der Anspruch auf Testung nach der TestV  nur noch auf solche Antigen-Tests beschränkt ist, die in der vom Gesundheitssicherheitsausschuss der Europäischen Union beschlossenen Gemeinsamen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests verzeichnet sind. Diese Liste ist auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts unter www.pei.de/sars-cov-2-ag-tests abrufbar.

Kann ich die in meiner Praxis Tätigen regelmäßig testen?

Die Verpflichtung, ein Testkonzept vorzuhalten, besteht nicht.

 

Asymptomatische Personen, die in Arztpraxen oder psychotherapeutischen Praxen tätig werden sollen oder tätig sind, haben wenn es die Praxen oder der ÖGD zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-​CoV-2 verlangen, grds. einen Anspruch auf eine Diagnostik mittels Antigentest. Die Praxen rechnen die Sachkosten für die selbstbeschafften POC Antigen-​Test nach §11 TestVO mit der KV ab. Arztpraxen und psychotherapeutische Praxen können bis zu 10 PoC-​Antigen-Tests je in der Praxis tätigen Person pro Monat in eigener Verantwortung beschaffen und nutzen. Die Erstattung der Sachkosten erfolgt ab dem 1. Juli 2022 nur noch über eine Pauschale von 2,50 Euro/Test.

 

Bitte beachten Sie, dass seit Juli 2022 der Anspruch auf Testung nach der TestV  nur noch auf solche Antigen-Tests beschränkt ist, die in der vom Gesundheitssicherheitsausschuss der Europäischen Union beschlossenen Gemeinsamen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests verzeichnet sind. Diese Liste ist auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts unter www.pei.de/sars-cov-2-ag-tests abrufbar.

Wann kann das Personal einer Arztpraxis nach dem Auftreten von Infektionen mit dem       Coronavirus in der Arztpraxis oder psychotherapeutischen Praxis nach der TestVO       getestet werden?

Nach dem Auftreten von Infektionen mit dem Coronavirus in einer Arztpraxis oder psychotherapeutischen Praxis können die Mitarbeiter der Praxis getestet werden, wenn sie gegenüber dem Arzt darlegen, dass die Einrichtung oder der ÖGD in der Einrichtung einen Ausbruch festgestellt haben. Der Anspruch auf eine Testung besteht bis zu 21 Tage, wenn eine Quarantäne vom ÖGD angeordnet wurde und die Testung damit zur Aufhebung der Quarantäne dient. Nach der Nationalen Teststrategie wird ein PCR-Test aufgrund der hohen Sensitivität als geeignetes Verfahren empfohlen. Die Beauftragung des Labors erfolgt über das Formular OEGD. Die Abrechnung erfolgt nach der TestVO über die KVN. Eine derartige Testung kann gem. §5 Abs. 1 S. 1 TestVO für jeden Einzelfall einmal pro Person wiederholt werden.

 

Bitte beachten Sie, dass seit Juli 2022 der Anspruch auf Testung nach der TestV  nur noch auf solche Antigen-Tests beschränkt ist, die in der vom Gesundheitssicherheitsausschuss der Europäischen Union beschlossenen Gemeinsamen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests verzeichnet sind. Diese Liste ist auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts unter www.pei.de/sars-cov-2-ag-tests abrufbar.

Wie verhalte ich mich, wenn GKV-versicherte Nutzer der Corona-Warn-App mit der Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ meine Praxis kontaktieren?

Ab dem 01.07.2022 besteht für asymptomatische Nutzer der Corona-Warn-App bei Statusanzeige „erhöhtes RisikoAnspruch auf eine Bürgertestung mit einem Selbstbehalt von 3€. Neben der Vorlage eines Identitätsnachweises muss der Nutzer eine Selbsterklärung unterschreiben, die den Zweck der Testung und die geleistete Zahlung von 3€ dokumentiert. Ein entsprechendes Muster für die Selbsterklärung finden Sie im KVN-Portal. Genauere Infos zu den Voraussetzungen für dieDurchführung der Bürgertestung finden Sie in der untenstehenden FAQ zur Bürgertestung.

Was genau ist die „Bürgertestung“, wie oft kann sie durchgeführt werden und wie rechne ich sie ab?

Seit Juli 2022 haben nur noch bestimmte Personen Anspruch auf Bürgertestung, dabei sind teilweise Zuzahlungen erforderlich. Eine Übersicht über die Anspruchsberechtigten finden Sie hier

Welche Personen sollen getestet werden? Sollen auch Patienten ohne Symptome getestet werden?

Orientieren Sie sich dazu an dem Flussschema des RKI zur Identifizierung und Abklärung  von Verdachtsfällen. Zur Zuständigkeit bei den Abstrichen von asymptomatischen Personen beachten Sie bitte die entsprechende Übersicht der KVN.

Kann ich einen Patienten vor dessen Aufnahme in eine stationäre Reha testen?

Ja, Vertragsärztinnen und -ärzte können diese Patienten testen, müssen es aber nicht tun. Die Abrechnung erfolgt entsprechend der Vorgaben der Testverordnung.

 

Alternativ kann der Patient sich auch durch den ÖGD testen lassen.

Bin ich verpflichtet, asymptomatische Personen, die mir das Gesundheitsamt oder die Rehabilitationseinrichtung schickt, abzustreichen?

Nein, Sie sind zwar dazu berechtigt, aber nicht verpflichtet. Primäre Aufgabe in der vertragsärztlichen Versorgung ist die Versorgung symptomatischer Patienten. Wenn Sie darüber hinaus noch Kapazitäten für Testungen asymptomatischer Personen haben, können Sie dies natürlich machen und entsprechend der Vorgaben zur Abrechnung nach Testverordnung mit der KVN abrechnen.

Patienten sollen laut BMG vor Aufnahme in ein Krankenhaus auf das SARS-CoV-2-Virus getestet werden. Kann ich diese Tests durchführen?

Das Krankenhaus kann gemäß §1 Abs. 3 der Vereinbarung zu §26 Abs. 2 KHG einerseits bei einer stationären Aufnahme eine Testung durchführen als auch im Rahmen einer vorstationären Behandlung. Das Krankenhaus ist aber nicht verpflichtet, vorstationär Testungen auf Covid-19 durchzuführen. Soweit ein Krankenhaus keine vorstationären Testungen durchführt, hat der Versicherte einen Anspruch auf Testung nach §4 Abs. 1 Nr. 1 TestV solange dies vom Krankenhaus auf der Grundlage des einrichtungsbezogenen Hygienekonzeptes verlangt wird. Dies muss ggf. mit dem aufnehmenden Krankenhaus abgeklärt werden. In diesen Fällen ist eine Testung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte möglich.

 

Eine Übersicht über die derzeit bestehenden Möglichkeiten zur Abrechnung der Abstrichentnahme bei asymptomatischen Personen zu Lasten der GKV findet sich hier.

Muss ich den asymptomatischen Ehemann einer positiv getesteten Patientin dem Gesundheitsamt melden oder kann ich ihn direkt abstreichen?

Die Meldepflicht beschränkt sich auf die positiv getestete Ehefrau. Den Ehemann brauchen Sie nicht melden und können ihn direkt abstreichen. Die Abrechnung erfolgt wie bei allen asymptomatischen Kontaktpersonen entsprechend der nationalen Testverordnung. Die Kontaktpersonennachverfolgung seitens des Gesundheitsamtes bleibt davon unberührt.

Muss ich mich vor dem Betreten eines Pflegeheims für Hausbesuche wirklich testen (lassen)?

Gem. §17 Abs. 4 der Niedersächsischen Corona-Verordnung dürfen Personen bestimmte Einrichtungen nur betreten oder in diesen nur tätig werden, wenn sie getestete Personen sind und einen Testnachweis mit sich führen. Die zugrunde liegende Testung kann auch durch Antigen-Tests zur Eigenanwendung ohne Überwachung erfolgen, wenn die Person einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen kann. Eine Testung für Personen, die einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen, muss mindestens zweimal pro Kalenderwoche durchgeführt werden.

 

Bitte beachten Sie, dass seit Juli 2022 der Anspruch auf Testung nach der TestV  nur noch auf solche Antigen-Tests beschränkt ist, die in der vom Gesundheitssicherheitsausschuss der Europäischen Union beschlossenen Gemeinsamen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests verzeichnet sind. Diese Liste ist auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts unter www.pei.de/sars-cov-2-ag-tests abrufbar.

Ich soll in dem von mir betreuten Pflegeheim jede Woche die asymptomatischen Heimbewohner testen. Geht das?

Für asymptomatische Heimbewohner, aber auch für Personen in Rehabilitationseinrichtungen oder für Dialyse-​Patienten gilt, dass die Testung (POC-​Schnelltest) im Rahmen eines vom Gesundheitsamt genehmigten Testkonzepts von der Einrichtung selbst durchgeführt werden muss (für Pflegeheime werden die POC-​Schnelltests durch das Pflegeheim mit der Pflegekasse abgerechnet).

 

Nur im Falle eines Ausbruchsgeschehens oder vor geplanter Aufnahme können (nicht müssen) Sie die Testung asymptomatischer Bewohner durchführen.

Kann ich das asymptomatischen Personal eines Pflegeheims jede Woche abstreichen und testen und dies abrechnen?

Nein, die Abrechnung der Abstrichleistung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ist in diesem Fall nicht möglich.

Kann ich asymptomatisches Personal aus anderen Praxen einmal pro Woche abstreichen und testen und dies abrechnen?

Asymptomatisches Personal aus Arztpraxen und aus Praxen anderer Heilberufe (z. B. Logopädiepraxen, Psychotherapiepraxen) hat nach §4 der Testverordnung einen Anspruch auf Testung mittels Antigentest, wenn das Testkonzept der Praxis dies vorsieht.

 

Die Abrechnung von Abstrichen des Personal aus der eigenen und anderen Arztpraxen ist dabei nicht zulässig.

 

Es werden nur die Sachkosten für bis zu 10 Antigentests pro in der Praxis Tätigem pro Monat übernommen. Die Erstattung der Sachkosten erfolgt über eine Pauschale von 2,50 Euro pro Test. So können Ärztinnen und Ärzte, die sich und ihr Personal oder Personal aus Praxen anderer humanmedizinischer Heilberufe regelmäßig testen, einen Labor-Antigentest veranlassen oder die Kosten für den PoC-Antigentest abrechnen, nicht aber den Abstrich.

 

Bitte beachten Sie, dass seit Juli 2022 der Anspruch auf Testung nach der TestV  nur noch auf solche Antigen-Tests beschränkt ist, die in der vom Gesundheitssicherheitsausschuss der Europäischen Union beschlossenen Gemeinsamen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests verzeichnet sind. Diese Liste ist auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts unter www.pei.de/sars-cov-2-ag-tests abrufbar.

Kann ich asymptomatisches Personal von Rettungsdiensten einmal pro Woche abstreichen und testen und dies abrechnen?

Nein, die Abrechnung der Abstrichleistung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ist in diesem Fall nicht möglich.

Sind Praxen verpflichtet, asymptomatische Kontaktpersonen zu testen?

Vertragsärztinnen und -ärzte sind nicht verpflichtet, Kontaktpersonen zu testen. Mit der Coronavirus-​Testverordnung wird ihnen aber die Möglichkeit gegeben, aus der Behandlung heraus bekannte Kontaktpersonen zu testen und die Leistung nach der Testverordnung abzurechnen.

Wie häufig können in den verschiedenen Fallkonstellationen die Testungen durchgeführt werden?

Testungen für Kontaktpersonen, im Fall eines Ausbruchsgeschehens sowie zur Verhinderung der Verbreitung des Virus bei Personen, die in bestimmten Einrichtungen oder Unternehmen behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden sollen können für jeden Einzelfall einmal pro Person wiederholt werden.

 

Die bestätigende PCR-Diagnostik nach positivem Schnelltest  umfasst für jeden Einzelfall bis zu zwei Testungen.

Muss ich mich durch Vorlage von Bescheinigungen oder ähnlichem vergewissern, dass nach TestV ein Testanspruch für die jeweilige Konstellation besteht?

Für die Testungen nach §2 (Kontaktpersonen), §3 (Testungen nach Auftreten von Infektionen in Einrichtungen und Unternehmen) und §4 (Testungen zur Verhinderung der Ausbreitung) gilt ab dem 11. Oktober 21 Folgendes: Die zu testende Person muss den Anspruch lediglich darlegen können. Sie selbst benötigen keine darüber hinausgehenden Bescheinigungen.

 

Die Umsetzung der Bestimmungen zu den Bürgertestungen befindet sich derzeit noch in Abstimmung. Wir werden Sie über Details in Kürze informieren.

Besteht ein Anspruch auf „Freitestung“ zur Verkürzung der Absonderungszeit nach der Coronavirus-Testverordnung?

Sowohl Personen, bei denen in den letzten 14 Tagen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen worden ist und die abgesondert sind als auch asymptomatische Kontaktpersonen i. S. d. §2 Absatz 2 TestV, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten, haben einen Anspruch auf Testung.

 

Eine Übersicht über die derzeit bestehenden Möglichkeiten zur Abrechnung von SARS-CoV-2-Abstrichen finden Sie hier.

 

Die aktuellen Hinweise des Landes Nds zur Quarantäne finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/Quarantaene/hinweise-zur-quarantane-187498.html

Handelt es sich bei SARS-CoV-2-Antikörpertests um eine Kassenleistung?

Bitte beachten Sie, dass positive Antikörperbestimmungen derzeit nicht für die Ausstellung eines Genesenennachweises genutzt werden können!

Außerdem fallen Antikörperbestimmungen, die nicht in engen zeitlichen Zusammenhang mit einer akuten COVID-19-typischen Symptomatik stehen, derzeit nicht unter die GKV-Leistungspflicht. Dies betrifft auch Antikörpertestungen im Zusammenhang mit COVID-19-Impfungen und gilt auch, wenn diese Antikörpertestungen von der STIKO empfohlen wurden!

 

Antikörpertests können in seltenen Fällen bei akuter COVID-19-typischer Symptomatik sinnvoll sein. Dennoch sollte der direkte Erregernachweis im Vordergrund stehen.

 

Mit den derzeit am Markt befindlichen Antikörpernachweisen kann bei einmaliger Untersuchung nicht ausreichend sicher festgestellt werden, ob eine akute Infektion vorliegt.

 

Sollte im Rahmen einer Untersuchungsserie bei einer Person eine Serokonversion oder ein deutlicher Titeranstieg für IgG- oder Gesamt-Antikörper in demselben Testverfahren festgestellt werden, kann dies insbesondere bei entsprechender Symptomatik auf eine akute Infektion hinweisen.

Hierzu sind zwei Blutproben im Abstand von 7 bis 14 Tagen erforderlich. Die zweite Probe sollte nicht vor der dritten Woche nach Symptomeintritt entnommen werden und muss im Hinblick auf die Feststellung signifikanter Veränderungen in demselben Labor / mit demselben Test untersucht werden.

Das Blut wird auf Gesamt- oder spezifisch auf IgG-Antikörper untersucht. IgA- und IgM-Antikörper-Bestimmungen weisen eine deutlich niedrigere Spezifität auf und sollten deswegen nicht durchgeführt werden.

 

Bei der Bewertung, ob der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist, muss im Rahmen des laborärztlichen Befundes Folgendes berücksichtigt werden:

  • Eigenschaften der jeweils verwendeten Tests
  • Ergebnis einer gegebenenfalls durchgeführten Voruntersuchung
  • anamnestische Angaben

Meldepflichtig sind der direkte und indirekte Nachweis von SARS-CoV-2, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist. Der veranlassende Arzt und auch der Laborarzt müssen die Infektion – wie bei einem PCR-Test – namentlich dem Gesundheitsamt melden.

 

Hinweise zur Abrechnung

 

Der veranlassende Arzt und der Laborarzt kennzeichnen ihre Abrechnung am Behandlungstag mit der Ziffer 88240; so werden alle Leistungen extrabudgetär honoriert. Der Antikörpertest selbst ist als ähnliche Untersuchung mit der Gebührenordnungsposition 32641 berechnungsfähig.

 

Eine Testung ohne direkten Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik ist keine vertragsärztliche Leistung. Aussagen zu einer bestehenden Immunität sind aus den Untersuchungsergebnissen gegenwärtig noch nicht sicher abzuleiten.

 

Schnellteste können nicht abgerechnet werden.

 

Die Ärzte, die Antikörper untersuchen, sollten an Maßnahmen zur externen Qualitätssicherung teilnehmen.

 

Bitte beachten Sie, dass der alleinige Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern nicht zur Ausstellung einen Genesenennachweises berechtigt. Der laborbasierte Nachweis der Genesung erfolgt derzeit durch einen positiven PCR-Laborbefund, der mindestens 28 Tage alt ist.